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Sternkarte des Monats 

Die Angaben für die Sterne, Planeten und den Mond gelten für den 50zigsten Breitengrad

Mit der Sternkarte des Monats,  von Hand gezeichnet, finden sie sich schnell am Himmel zurecht. Sie bekommen Informationen über Sternbilder, die Ihre App nicht liefert. Die Sternbilder der Apps sind oftmals nicht beschriftet. 

Wie orientiere ich mich am Himmel mit dieser Sternkarte auf dem Handy

Auf der Sternkarte  ist unten Süden, links Osten, rechts Westen, oben  Norden. Halten Sie ihr Handy über den Kopf.  Sie sehen die Sternbilder auf der Zeichnung, wie sie am Himmel stehen. Stehen Sie in Richtung Süden, stehen die oberen Sternbilder hinter ihnen: Den Großen Wagen haben Sie im Rücken. Im Süden sehen Sie die Sternbilder, die unten am Rand stehen.  Die Sternbilder, auf der Karte in der Mitte, stehen hoch oben am Himmel.

Sternkarte des Monats März


März Sternkarte 22 Uhr März Sternkarte 22 Uhr







Wenn es dunkel wird, steht der bläulich blinkende Sirius im Südwesten, der Prokyon im Kleinen Hund steht weiter Oben. Verlängern wir in einer Linie nach weiter oben, finden wir den Krebs genau im Süden. Mit einem Fernglas können wir die Praesepe finden. Ein Sternhaufen, der an die Plejaden erinnert, aber dicht gedrängter ist. Westlich des Meridian stehen Kastor und Pollux in den Zwillingen. Die Kapella im Fuhrmann weisst uns auf den Perseus. In dieser Gegend können wir ein letztes Mal die Plejaden und dann den Sternhaufen der Hyaden finden, ein lockerer Sternhaufen um den roten Aldebaran im Stier

Jupiter steht im Widder und ist somit schon kurz vor dem Untergehen. Die Milchstrasse geht von Norden nach Süden. Wenn wir nach Norden blicken finden wir den Kepheus, ein rechteckiges Sternbild, dass in der Stadt meist nicht so gut zu sehen ist. Doch das Himmels-W, die Kassiopeia mit ihren Stern 2ter und 3ter Größe ist gut zu sehen. Sie steht zwischen Perseus und Kepheus. Vom Kleinen Wagen im Norden findet man die beiden hinteren Kastensterne gut in der Stadt und den Polarstern.  Um den Kleinen Wagen schlingt sich der Drache.

Ein auffälliges Sternbild ist der Große Wagen, der mit seiner Deichsel auf den Arkturus im Bootes zeigt, der so gerade im Osten aufgeht. Die unscheinbare Nördliche Krone sucht man am besten mit einem Fernglas. Der Herkules hat seine Zeit später. Doch über den Osten prangt der Löwe, ein Frühlingssternbild. Am Horizont flakert ein weisslicher Stern, die Spika, der zur Jungfrau gehört. Der Rabe, die Schlange und der Becher sind Sternbilder, die man besser in trockeren Nächten beobachten kann mit einem Fernglas. Durch die mit viel Feuchtigkeit gesättigte Atmosphäre, steht am Horizont immer ein Nebel. 

Im März unter dunklem Himmel Galaxien beobachten

Wer nicht bis zum April warten möchte, kann schon im März im Löwen, Galaxien beobachten. Der Löwe steht dann um 22 Uhr hoch genug im Osten. Für die Vorstadt oder ein Fernrohr mit Nachführung und einer App lassen sich schnell einige Galaxien finden.

Galaxien im Frühling






Die Wintersternbilder verabschieden sich im März: Orion, Zwillinge, Großer und Kleiner Hund stehen im

  Westen

Zwillinge, Orion, Krebs Zwillinge, Orion, Krebs






Für das Sommersternbild Bootes muss man noch bis 23 Uhr warten.

Bootes, Löwe, Haar der Berenike Bootes, Löwe, Haar der Berenike









Planeten im Monat März

Das grosse Verabschieden der Planeten im März

Merkur bietet zur Mitte des Monats die beste Abendsichtbarkeit des Jahres. Am 24. erreicht der flinke Planet seine größte Elongation. Sein Winkelabstand beträgt 18 Grad und 42 Bogenminuten von der Sonne. Da im Frühjahr die Ekliptik steil zum Westhorizont steht, ergibt sich eine gute Abendsichtbarkeit. Am 15. März geht Merkur um 19:48 Uhr unter. Ab dem 12. März kann man den -1,2 mag hellen Planeten aufsuchen.

Venus  verabschiedet sich vom Morgenhimmel. Sie wandert rechtläufig durch die Sternbilder Steinbock und Wassermann. Obwohl sich ihre Aufgänge von 6:18 Uhr zu Anfang des Monats auf 6:38 MESZ nach vorne verlagern, ist die Venus kaum sichtbar.

Mars wechselt vom Steinbock in den Wassermann. Obwohl seine Deklination ansteigt und auch seine Helligkeit leicht auf 1,2 mag zunimmt, kann er sich noch nicht am Morgen durchsetzen.

Jupiter steht im Widder und dominiert am Himmel zu den ersten Nachtstunden. Seine Helligkeit geht merklich auf -2,1 mag zurück und seine Sichtbarkeit verringert sich um eineinhalb Stunden. Anfang März geht Jupiter um 23:32 Uhr unter. Am 31. März geht Jupiter um 23:31 Uhr MESZ, also eigentlich schon eine Stunde früher. Am Himmel ist es nach der Zeitumstellung immer schon eine Stunde früher.

Saturn stand im Wassermann im Vormonat in Konjunktion mit der Sonne. Er steht noch zu nahe an der Sonne, um am Morgen gesehen zu werden.
Uranus kann noch am Abend im Westen im Sternbild Widder aufgefunden werden.
Neptun kommt am 17. März in den Fischen in Konjunktion und läuft dann mit der Sonne am Taghimmel mit.

Wie unterscheidet man einen Planeten von einem Fixstern

Ein Planet leuchtet ruhig.  Ein Stern flackert.  Der Planet wird von der Sonne angestrahlt. Sein Licht geht ruhiger durch die Atmosphäre der Erde als das Licht eines Sternes.

Warum ist das Seeing trotz klaren Himmels nicht gut?

Das kann daran liegen, dass die Winde oberhalb von 40.000 Metern recht stark wehen. Ist der Wind in der Nähe des Erdbodens stärker, ist die Luft klarer. Zu viele Turbulenzen dort oben beeinflussen das Höhenseeing.

Ein heller Stern am Himmel - kann es die ISS sein?

Sehen Sie einen hellen Stern am Himmel, heller als die anderen Sterne vermutet man ein nahes Objekt. Raumsonden bewegen sich über den Himmel. Besonders helle Punkte, so hell wie die Wega und noch alle in einer Reihe, das sind die Starlinks vom Elon Musk. Sie stehen tief am Himmel. Die ISS kommt zu bestimmten Zeiten von Nord-Westen und fliegt quer über den Himmel. Sie wird von der in weiter westlich liegenden Ländern untergehenden Sonne angestrahlt. Wenn die ISS dann hoch oben ist, verschwindet sie im Dunkel. Doch ist der Stern sehr hell, kann es ein Planet sein. Zu Mitternacht wird es der Jupiter sein, nur kurz nach Sonnenauf oder -untergang ist es die Venus

Was sieht man mit einem Fernrohr auf dem Mond

Mit einem Fernrohr kann man auf  dem Mond hunderte Krater sehen, Rillen, Gebirge. In den ersten Tagen sieht man um das runde Mare Crisium herum ein flach abfallendes Gebirge, dass zwei Tage später wieder verschwunden ist.  Am besten sieht man die Krater und Gebirge, wenn die Sonne von der Seite kommt und die Wälle der Krater Schatten werfen. Dann kann man viele Krater, Rillen und Gebirge auf dem Mond auch in einem kleinen Fernrohr erkennen. Bei Vollmond oder kurz vor Vollmond, sieht man nur die aller größten Krater. Von manchen scheinen Strahlen über die Mondoberfläche zu laufen laufen. Man hat bei Vollmond nur eine Übersicht über die dunklen Mare. Die Gebirge erscheinen wie Striche oder Bögen. Nach Vollmond erscheinen die ersten Krater wieder auf der Seite, die wir nach Neumond wieder sehen und einen Tag später sind sie in der Dunkelheit verschwunden. An der Trennlinie zwischen hell und dunkel, am Terminator, kann man die Krater gut erkennen. Manchmal ragen die Spitzen der Wälle der Krater aus der Dunkelheit hervor und verschwinden im Nichts. 

Die Apenninen gibt es nicht nur in Italien, sondern auch auf dem Mond

Die Landestelle von Apollo 15 erkunden: Apollo 15 ist in der Nähe der Hadley Rille gelandet. Sie liegt auf auf der Innenseite des Apenninengebirges.
Die Gebirge der Alpen und die Apenninen sind am Rande des Terminators (Trennlinie zwischen beleuchteter Mondseite und Nacht) sieht man unten die Alpen und im Bogen neben dem Mare Tranquillitatis das Apenninengebirge.

Ansicht des Mondes im Ersten Viertel


Mond im ersten Viertel Mond im ersten Viertel