astronomieinderstadt.de
 

 Geschichte der Astronomie

Berechnung von Johannes Kepler

Wie vor 2000 Jahren: Es war kein Komet, den die Drei Heiligen Könige sahen. Es war die enge Begegnung von Jupiter und Saturn. Durch Berechnungen fand Johannes Kepler heraus, dass Jesus nicht im Jahr 0 geboren ist, sondern 7 Jahre früher. Dieses Schauspiel kann man wieder am 21. Dezember 2020 beobachten.

Wann wurde Jesus Christus wirklich geboren

Im Evangelium nach Lukas und Matthäus ist Jesus in der Regierungszeit von Kaiser Augustus geboren: zwischen 31 vor Christus und 14 nach Christus hatte Augustus regiert. Gestorben ist er als Pontius Pilatus in Judää Präfekt war. Jesus soll zur Welt gekommen sein, als Quiriunus Stadthalter von Syrien war. Die Geschichte erzählt von König Herodes, doch  war Herodes im Jahre null schon 4 Jahre tot. Die Geburtsgeschichte wurde 80 bis 90 Jahre später im Evangelium nach Lukas aufgeschrieben. Alle Leute gingen zur Volkszählung des Quiriuns nach Nazareth in ihre Geburtsstadt, so auch Josef. Wurde Jesus in Nazareth geboren und nicht in Bethlehem? Man denkt, er kam  zwischen 6 und 8 vor Christus auf die Welt.

Unsichtbare Materie im Universum

1999 erkennt man, dass die Dunkle Energie die Expansion des Universums beschleunigt.

2016 werden mit dem LIGO Gravitationswellen entdeckt. Damit kann man die Verteilung  Dunkler Materie abbilden.

Jan Oort meint 1932, die Rotationsgeschwindigkeit der Milchstrasse passt nicht zu deren vermuteter Masse.

Fritz Zwicky glaubt 1933, das Universum bestehe zum Großteil aus unsichtbarer Materie.

Das Chandra-Röntgenteleskop

Das Chandra-Röntgenteleskop sucht nach den vielfältigen Röntgenquellen im All. Dazu gehören Supernovaüberreste, Doppelsterne und Schwarze Löcher. Die hochenergetischen Röntgenstrahlen werden leicht absorbiert. Der Wasserdampf in der Atmosphäre schirmt die Röntgenstrahlen aus dem All ab. Die Sonne sendet Röntgenstrahlen aus.

Am 20. Juli 1969 betraten die ersten Menschen den Mond.

Vor 50 Jahren betraten die ersten Menschen den Mond. Dies war die Apollo-11-Mission. Am 20. Juli 1969 betraten Neil Armstrong und Edwin Aldrin den Mond. Sie brachten 21 Kilogramm Mondgestein zurück zur Erde. Apollo 11 landete am 20. Juli 1969 am Rande des Mare Serenitatis. Drei kleine Krater in der Nähe der Landestelle siind nach den Astronauten benannt. Apollo 15 landete im bekannten Apeninnengebirge, Apollo 14 mit der Fähre Antares im Imbrium-Becken des Mare Imbrium.

Die Entdeckung der Quasare und die Doctorandin Joyce Bell Burnell

Ende der fünfziger Jahre fanden Astrophysiker Radioquellen ohne sichtbare Objekte. Schließlich wurde ein schwacher Lichtpunkt gefunden, der als Quasar identifiziert wurde. Quasare sind schnell rotierende Neutronensterne, die Impulse oft im Millisekundenbereich aussenden. Später entdeckte man Quasare auch in Galaxien, aktive Kerne in Galaxien, in denen ein Schwarzes Loch die Sterne verschluckt.  Doch zuerst dachte man bei der Entdeckung dieser Signale an außeridische Zivilisationen.  1967 war die Doctorantin Joyce Bell Burnell daran beteiligt, die Signale der Quasare auszuwerten. Leider musste der Glauben an grüne Männchen aufgegeben werden. 

Aufzeichnung der Mondbewegung

Der englische Astronom John Flammsteed (1646-1719) wurde 1675 zum ersten Astronomer Royal ernannt des Greenwich Observatorium ernannt. Der begann den Mond zu beobachten, eum seine genauer Umlaufbahn zu bestimmen. Er war ein ausgzeichneter und sorgfältiger Beobachter. Doäch er endeckte schon bald, dass die englische Mondmethode problematisch war. Dabbei bestand die Schwierigkeit nicht in der Beobachtung, sondern in der komplizierten Bewegung des Mondes. Die Bahn des Mondes wird nicht nur von der Erde, sondern auch von der  Sonne beeinflusst. In den 1660iger Jahren behaupteten zahlreiche Wissenschaftler, Methoden zur Berechnung des Mondes entwickelt zu haben. Für am genialsten hielt Flamsteed die Methode des Astronomen Jeremiah Horroks (1618-1841). Auch Newton (1642-1727) befasste sich mit der Mondbewegung. Doch auch er scheiterte daran. Denn seine Theorie berücksichtigte nur zwei Körper. 

Nebulartheorie zur Entstehung der  Planeten

Im 18. und 19. Jahrhundert entstand die Nebulartheorie zu Entstehung der Planeten. Nach Siemon-Pierre Laplace sollen sich aus Gestein bestehende Teilchen um die Sonne laufen und sich zusammenballen. Im 20. Jahrhunderte arbeitete Viktor Sarfranov in Moskau an der Theorie wie sich aus einem Nebel Planeten bilden könnten. Die kleinen Teilchen ballen sich zu Planetesimalen zusammen aus denen später die Planeten werden.

Entdeckung der Planeten Uranus und Neptun

Der Planet Uranus wurde im Teleskop per Zufall gefunden. Es blieben aber immer noch Bahnabweichungen des Planeten Uranus. Die Astronomen vermuteten, dass weiter draußen noch ein Planet sein müsste. Unabhängig voneinander berechneten dies John Couch Adams (1819-1892) und Urbain Jean Joseph LeVerrier (1811-1877).  Berlin fanden Johann Gottfried Galle (1812-1910) und sein Assistent Heinrich D’Arrest den Planeten an der berechneten Position im Sternbild Wassermann. Er wurde nach langem Streit auf den Namen Neptun getauft.

Neptun läuft in 165 Jahren einmal um die Sonne. Seine Bahn ist fast kreisförmig. Im selben Jahr seiner Entdeckung, nämlich, 1846, wurde der größte Mond des Neptun, Triton, gefunden.

Zwergplanet Pluto

Pluto wurde im Jahr 1930 wurde am 18. Februar von Clyde William Tombough (1906-1997) zufällig auf einer Aufnahme des Lowell-Observatoiums (Flagstaff, Arizona) entdeckt. Pluto wurde zwischenzeitlich zum Zwergplaneten herabgestuft. Im Kuiper-Gürtel wurden in den letzten Jahren etliche Planetoiden entdeckt. 2006 wurde von der IAU (Internationale Astronomische Union)  2006 in Prag der Begriff des Zwergplaneten eingeführt. Der Zwergplanet kreist um die Sonne.  Zwergplaneten und Kleinplaneten gehören zu den Planetoiden.  

Entdeckung der Planetoiden

In der Neujahrsnacht 1800 auf 1801 entdeckte Guiseppe Piazzi (1746-1826) in Palermo einen Himmelskörper. Von dem Mathematiker Car-Friedrich Gauss (1777-1855) wurde eine kreisähnliche Bahn von 2,78 AE bestimmt. Er erhielt den Namen Ceres. Somit wurde die Lücke zwischen Mars und Jupiter geschlossen. Mit der Zeit fand man weitere Kleinkörper, Planetoiden, Asteroiden, die in dieser Lücke zwischen Mars und Jupiter die Sonne umrunden. 

100 Jahre Lichtablenkung

Am 29. Mai wurde die Sonnenfinsternis an verschiedenen Orten von Astronomen unter der Leitung von Arthur Eddington beobachtet. Dies waren die Insel Principe im Golf von Guinea vor der afrikanischen Kuste und in Sobral in Brasilien. Durch die Auswertung der fotografischen Platten konnte bestätigt werden, dass Albert Einstein Recht hatte. Das Licht wird von der Sonne durch Gravitation abgelenkt.

Schwarze Löcher

Endlich konnte man nach langer Suche die Existenz von Schwarzen Löchern nachweisen. Doch Einstein glaubte nicht an sie. Da diese Ansammlung von Materie aufgrund ihrer zu großen Gravitation von Lichtstrahlen nicht verlassen werden kann, erscheint sie als schwarzes Loch. 

Sonnenbeobachtung

Im 17. Jahrhundert beobachtet man die Sonne. Damals hatte sie kaum Flecken. Im 19. Jahrhundert konnte der  Amateurastronom und Apotheker aus Dessau  durch seine über Jahre dauernden Beobachtungen einen über 10 Jahre andauernden Rhythmus der Flecken feststellen. Der Naturforscher Alexander von Humboldt veröffentlichte Schwabes Beobachtungen in der Gelehrtenzeitschrift "Kosmos". Der bayerische Physiker Fraunhofer erforschte mit einem Prisma die Sonne. Weil ihm das nicht genau genug war, entwickelte Fraunhofer einen Spektrografen.

Entdeckung des Elementes Helium durch Sonnenbeobachtung

Bei der Sonnenfinsternis am 18. Juli 1868 wurde die Sonnenkorona spektroskopiert. Man entdeckte eine gelbe Linie, die zuerst als die bekannte gelbe Natriumlinie angesehen wurde. Bei genauerem Hinsehen wurde eine zweite entdeckt. Norman Lockyer schoss daraus, es sei ein auf der Erde unbekanntes Element und nannte es Helium. Erst 1985 wurde es auf der Erde von W.H. Ramsay auf der Erde gefunden.

Beobachtung der Protuberanzen

Protuberanzen entstehen durch starke Turbulenzen in der Sonnenantmosphäre. Sie senden ihr Licht nur in einer  ganz bestimmten Wellenlängen aus, während das Licht der Sonne über das gesamt Spektrum geht. 

Die Jeans-Masse

Der englische Astronom James Jeans (1877-1946) entdeckt, dass eine Gaswolke sich durch ihre eigene Schwerkraft zusammenzieht und daraus ein neuer Stern entsteht.

Die ersten Fotografien in der Astronomie

Der Englänger John Draper (1811-1882) nahm 1840 die ersten Bilder vom Mond auf. Deutlich waren Krater und die dunklen Mare zu erkennen. Sein Sohn Henry (1837-1882) fotografierte den ersten Nebel. Es war der Orionnebel. 1885 wurden die ersten Bilder des Mondes veröffentlicht. Die Fotografie von Sternen hingegen war enttäuschend. Doch die Fotografie eignete sich gut, die Parallaxe der Sterne zu bestimmen.

Entdeckung der Jupitermonde

Die Jupitermonde wurden nicht nur von Galileo Galilei entdeckt, sondern auch von dem Franken Simon Marius. Seine Beobachtungen waren viel exakter.

Galileo Galilei beschäftige sich mit Ebbe und Flut

Zuerst kam Galileo nicht auf die Idee, dass der Mond etwas damit zu tun haben könnte. Er dachte die Wellenberge und Täler entstünden, weil die Sonne auf der sonnenzugewandten Seite und der sonnenabgewandten Seite der Erde unterschiedlich stark an den Meeren mit ihrer Gravitation zieht.

Der Kometenentdecker Edmond Halley

1705 kann Edmond Halley zeigen, dass die Kometen aus den Jahren 1682, 1531 und 1607 eigentlich ein und derselbe Komet ist. Daraufhin wird der Komet  Halley'scher Komet genannt.




 
Karte
Infos