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 Ferngläser für die Astronomie

 

Ein Fernglas für die Stadt sollte die Werte ab 10 x 50 haben, also 10 fache Vergrößerung bei einem Objektivdurchmesser von 50 mm. Für ein noch bessere  darf es ein Fernglas 15 x 70 sein. Für die Stadt sollte die Austrittspupille 5 mm betragen, damit das Bild nicht zu hell wird. Für Jäger, die in der Dämmerung beobachten, oder Naturbeobachter in der Dämmerung, ist eine Austrittspupille von 7mm ratsam. 

 Mit einem Fernglas kann man die Sternhaufen am Stadthimmel gut aufsuchen. Auf dem Land bieten sich mit dem Fernglas noch viel mehr Sterne. Ferngläser bis zwei Kilo Gewicht kann man noch ganz gut in der Hand halten, ein Stativ wäre besser. 

Kaufen Sie sich ein Fernglas, dass zu Ihrer Austrittspupille passt. Eine Austrittspupille von 7 mm nützt Ihnen nichts, wenn die Iris in der Dunkelheit nicht mehr so weit aufgeht.

Beobachtet man unter einem ganz dunklen Himmel, wie in den Alpen oder sonstigen sehr dunklen Gebieten der Erde, ist ein Fernglas mit 7mm Austrittpupille die beste Wahl oder wie es zu Ihrer Iris passt. Die 7 mm werden meist für Berechnungen herangezogen, bei Ferngläsern wie bei Fernrohren. 

Für die Beobachtung am Tage muss die Öffnung des Fernglases keine 50 mm betragen. Mit einem Fernglas von 8x42 ist man ausreichend bedient, wenn man auf weite Entfernungen bei der Naturbeobachtung  schauen möchte. Ornitologen bevorzugen dann die Gläser mit einer höheren Vergrößerung, also Ferglässer mit 10facher Vergrößerung um beim Gefieder der Vögel Einzelheiten besser zu erkennen. Die Ornithologen wollen sehen, ob der Vogel beringt ist. Für eine noch genauerer Beobachtung wird dann ein Spektiv verwendet.

Größeres Gesichtsfeld mit Weitwinkelokularen

Wie groß das Gesichtsfeld eines Fernglases ist, hängt davon ab, ob der Hersteller Weitwinkelokulare verbaut hat oder wie sich die Prismen berühren.

Die Durchlässigkeit oder Transmission

Eine weitere Kennzahl für ein Fernglas ist die Transmission. Die Ferngläser, die ein klares Bild liefern, verfügen über eine Durchlässigkeit, der Transmission, von mindestens 88 Prozent.

Ferngläser für die Stadt

Für den aufgehellten Stadthimmel sollte die Austrittspupille nicht größer als 5 mm sein, sonst wird das Bild zu sehr aufgehellt. Für die Beobachtung im Dunkeln in der Landschaft für Tierbeobachtung werden 7mm Austrittspupille nötig.

Ferngläser für die Naturbeobachtung

Für Naturbeobachtungen werden Gläser mit einem größeren Gesichtfeld verwendet. Beobachten Sie Vögel im Flug, sollte sollte das Gesichtsfeld größer sein, als bei Ferngläsern für die Astronomie und die Schäfte schnell einstellbar sein, um den fliegenden Vögelchen schnell folgen zu können. Zur Erkennung der Beringung darf es das Spektiv sein. Mit einem Spektiv kann man dann von der Natur Aufnahmen machen, um die schönsten Motive im Bild festhalten zu können. Die Schwachstelle ist immer das Stativ. Am besten ist ein Fernauslöser zu verwenden, denn kein noch so teueres Fotostativ verhindert Verwackeln. Deswegen sind die Stative der Amateurastronomen immer so schwer.

Um die Sterne hell und klar sehen zu können, darf es ein ED Glass sein. Diese Gläser haben eine Lichtdurchlässigkeit (Transmission) von mindestens 88 Prozent. Sie sind zwar etwas teuer, aber ein Fernrohr hat auch seinen Preis.

Die Austrittspupille in Alter und Jugend

Ferngläser für ältere Menschen können eine Austrittspupille von 4 haben. Im Alter öffnet sich die Pupille in der Dunkelheit nicht mehr bis zu 8 mm, wie in der Jugend. Für Jäger, die in der Dämmerung beobachten, oder Naturbeobachter, ist eine Austrittspupille von 7mm ratsam.  Ferngläser für ältere Menschen sollte eine Austrittspupille von 4 haben. Im Alter öffnet sich die Pupille in der Dunkelheit nicht mehr bis zu 8 mm, wie in der Jugend. Das trifft natürlich auch auf den Jäger zu.

Himmelsobjekte für das Fernglas

Dazu gehören die Plejaden und die Hyaden, zwei ausgedehnte Sternhaufen im Perseus und Krebs, Der Doppelsternhaufen Phi und Chi zwischen Perseus und Kassiopeia in der Milchstrasse stechen mit einem Fernglas besser hervor. Die Präsepe in der Krippe erinnert an die Plejaden. Der Andromedanebel ist mit einem Fernglas mit ED-Glas ein Schmuckstück. Im Fernrohr kann diese Galaxie auch nicht besser aussehen, es sei denn, man hat ein größerers Fernrohr zuhause.  In den Urlaub  möchte man nicht das schwere Fernrohr einpacken.

Sternhaufen neben dem Siruis und Prokyion, neben der Teekanne, dem Schützen und natürlich M42 im Orion, wobei für diesen Nebel dann doch ein Fernrohr  die bessere Wahl ist.

Mit einem Fernglas können die vier Jupitermonde gesehen werden. Mit einem kleinen 8x32 Fernglas habe ich schon zwei von ihnen gesehen. Mit dem Astronomieglas 15x70 macht der Jupiter noch viel mehr Spaß.

Die weißen Nächte

In Juni, in den weißen Nächten, kann man mit einem Fernglas morgens umd 2 Uhr in der Stadt die Milchstrasse durchstreifen. Wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist, kann man am Horizont entlang gehen und den Schützen hoch, um doch ein paar milchige Objekte zu beobachten, die in dieser Region so reichlich vorhanden sind. Meist ist der Himmel in der Stadt heller als im Zenit.

In ein kleines Fernglas passen die Sternbilder und eine Wanderung durch die Milchstrasse lässt einem die Illusion, man sehe die Sterne so wie unter einem dunklen Himmel.

Zu Mitternacht durch die Milchstrasse

Wenn das Sommerhoch trockene Luft in unsere Breiten lenkt, sind die Sterne besonders schön. Nicht nur mit einem Astronomiefernglas lassen sich die Sterne in der Stadt gut beobachten, nein auch mit einem 8x32 Fernglas mit einer Transmission von 88 Prozent schaut  man auf einen samtschwarzen Himmel. 

Beobachtung mit einem Fernglas für die Astronomie 15x70 ED Glas

Im Sommer kann man zur mitternächtlichen Stunde im Herkurles den Kugelsternhaufen M13 erblicken. Geht man im Süden vom Schützen weiter nach oben, dann kommt man an einem hellen Fleckchen vorbei, dass M16 oder M17 sein könnte. Zum Horizont hin sind unter einem aufghellten Stadthimmel die Sterne nicht so zahlreich. Im Westen erblick man einen Edelstein. Nein, diesmal  ist es nicht die Wega, es ist die Spika in der Jungfrau. Die Milschstrasse offenbart uns zahlreiche Sterne, wenn es in den weißen Nächten für eine kurze Zeit dunkel ist.

Nebel, Sternhaufen um 2 Uhr in der Nacht -Ferngläser für Astronomie und Naturbeobachtung

Weitere Objekte für den Stadtastronomen sind: M31 - die Andormedagalaxie, der Doppelsternhaufen Phi&Chi zwischen Perseus und Kassiopeia. Diese Objekte sind mit einem kleineren Glas 8x32 besserer Güte zu beobachten. Man entdeckt so manchen Doppelstern.  Mein kleines Fernglas mit den Maßen 8x32 ist ein Terra ED von Zeiss.

Mit einem Fernglas Sternbilder einfangen

Unter nicht so guten Bedingungen in der Stadt ist ein Fernglas mit 2-facher Vergrößerung und einem großen Gesichtfeld hilfreich. Ich bin Besitzerin eines solchen Gerätes mit einem Okular angepasst für meine Dioptrienstärke. Dieses Okular wurd von dem Optiker angefertigt. Mit dem Glas gleitet man in Ruhe über den Himmel hin. Die Sternbilder passen genau in das Gesichtsfeld. Sternbilder, die man unter einem aufgehellten Sternhimmel nicht so gut sieht, wie die Nördliche Krone passen wunderbar in den Ausschnitt. Man erkennt viel mehr Details am Himmel, die man mit dem bloßen Auge doch nicht sieht. Bei anderen Gläsern ist das Gesichtsfeld dann wieder doch zu klein.

 
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