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 Sternkarte des Monats


Die Planeten Jupiter und Saturn kommen sich im Schützen immer näher.

Der Schütze ist unter einem recht hellen Stadthimmel mit dem Auge nicht so gut zu erkennen. In einem Fernglas kann man das Sternbild besser erkennen. Er erinnert eine eine Teekanne mit Henkel und Tülle. In der englischen Literatur oft als tea pot bezeichnet.

Zum Einbruch der Dunkelheit stehen Jupiter und Saturn tief im Süden

Jupiter ist der hellere der beiden, östlich von ihm steht der bleiche Saturn. Wenn Sie nach Süden schauen, kann man den Skorpion erkennen: eine Hand mit dem roten Antares (hier nicht mehr auf der Karte). Antares bedeutet Gegenmars.

Vorschau: Am 21. Dezember 2020 begegnen sich die Riesenplaneten Jupiter und Saturn in den Fischen 

Wie vor 2000 Jahren: Es war kein Komet, den die Drei Heiligen Könige sahen. Es war die enge Begegnung von Jupiter und Saturn. Durch Berechnungen fand Johannes Kepler heraus, dass Jesus nicht im Jahr 0 geboren ist, sondern 7 Jahre früher. Dieses Schauspiel kann man wieder am 21. Dezember 2020 beobachten. 

Alle 20 Jahre kommt es zwischen den beiden Planeten zu einer Großen Konjunktion.


Sternkarte September




















Die Sommersternbilder stehen zu Einbruch der Dämmerung über uns - das Sommerdreieck

Die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler stehen zu Beginn der Dämmerung hoch über uns. Sie bilden das Sommerdreieck.  Herkules mit dem Kugelsternhaufen M13 steht im West-Quadrat. Die Nördliche Krone lässt sich in der Stadt mit bloßem Auge meist nur schwer finden. Sie steht neben dem Bootes. Die Nördliche Krone steht im September schon sehr weit im Westen, der helle Stern daneben gehört zum Sternbild Bärenführer oder auch Bootes genannt. Zieht man den Kreis weiter, würde man zur Spika in der Jungfrau kommen. Die ist schon untergegangen. 

 Der tief am Horizont blinkende Stern gehört zu einem Südsternbild, dem Südlichen Fisch.  Auf der Nordhalbkugel sehen wir nur einen Teil von ihm in unseren Breiten. 

Im Norden zeigt die Deichsel des Großen Wagens auf dieses Sternbild. Am Nordhimmel können wir nicht nur den bekannten Kleinen Bären finden, um ihn herum schlingt sich der Drache, das Sternbild Giraffe ist an einem Großstadthimmel eine Herausforderung. 

Neben dem Bootes steht im Westen die Nördliche Krone. Besser mit einem Fernglas zu sehen. 

Die Herbststernbilder kündigen sich an

Die Andromeda und das Pegasus-Viereck gehen im Osten auf. Darunter das Dreieck, in der Stadt besser mit einem Fernglas zu sehen. Der Widder mit seinen Sternen 3 Sternen weißt uns den Weg zum Mars. Doch der Kriegsgott ist in der Zwischenzeit in de Fische gewandert.  Zwischen dem Himmels-W, der Andromeda und dem Perseus findet man einen Doppelsternhaufen für das Fernglas: den Doppelsternhaufen Phi & Chi.

 In der 2. Nachhälfte sieht der Sternhimmel anders aus

 Im Nordosten geht gerade der Fuhrman auf, den wir in der Nacht, so um 3:00 Uhr Sommerzeit, noch weiter oben sehen können. Dann finden wir wieder die Plejaden, schön anzusehen im Fernglas,. der Sternhaufen darunter die Hyaden mit dem roten Auge  des Stiers: dem Aldebaran.  Unter dem Widder stehen die Fische und der rote Mars in den Fischen steigt im Osten auf. Im Laufe des Monats wird er immer früher aufgehen. Jupiter und Saturn stehen dann aber schon weiter im Westen.

Was gibt es Neues in der Astroszene?

Die AME in Villingen-Schwenningen findet dieses Jahr nicht statt. Veranstaltungen auf der Sternwarte Stuttgart  https://sternwarte.de

Erinnern Sie sich noch - Verdunklung von Beteigeuze aufgeklärt

Im November 2019 verdunkelte sich der rote Stern Beteigeuze im Orion. Ein Stern am Ende seines Lebens.  Astronomen spekulierten über eine bevorstehende Supernovaexplosion des Schulterstern im Orion  Beteigeuze. Andere schrieben darüber, Beteigeuze hätte in der Vergangenheit schon Helligkeitsschwankungen gezeigt. So kann das kein Zeichen einer bevorstehenden Supernovaexplosion sein.  Doch einige Montage später, im Jahr 2020,   zeigten  Bilder des Hubble-Teleskops heißes Plasma vor dem Stern. Der rote Stern Beteigeuze entlässt von Zeit zu Zeit Plasmaschwaden in das All. Diese kühlen ab und der darin enthaltene Staub verdunkelt dann den Stern.

Sternkarte im Oktober

Im letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr wieder zurückgestellt. Der Sternhimmel stimmt wieder mit der Uhr überein.

















Der Sternhimmel im Oktober

Die Sommersternbilder verabschieden sich. Mitte Oktober stehen schon um 21 Uhr der Herkules mit dem Kugelsternhaufen M13, die Nördliche Krone und der Bärenführer mit dem hellen Arkturus im Westen. Die Andromeda und das Pegasus-Viereck stehen hoch im Osten und der rote Mars hat größere Höhen erreicht. Er steht in den Fischen unterhalb der Andromeda. Ihnen schließt sich der Wassermann an, der Südliche Fisch mit dem Hauptstern Formaldehaut, der Schütze ist mit den beiden Planeten Jupiter und Saturn tief im Westen. Der Große Bär ist gut zu sehen, sowie der Kleine Bär. Wenn es klar ist kann man in der Stadt den Drachen, der sich um den Kleinen Bären schlingt, oder mit einem Fernglas vielleicht die Giraffe sehen. Um die Plejaden und den Sternhaufen der Hayden zu sehen müssen wir nicht mehr so lange aufbleiben. 

Sieht man im Nordosten einen hellen Stern aufgehen, er gehört zum Fuhrmann und heißt Kapella, ein gelber Stern, sind der Mars, und die soeben beschriebenen Sternhaufen nicht mehr weit. 


 
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