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Sternkarte des Monats und Drei-Sternbilder-nebeneinander, Geschichte der Astronomie, Teleskopberatung-für-Anfänger, Astrofotografie in der Stadt mit einfachen Mitteln

Sternkarte des Monats online 


Sternkarte Februar 1. Februar 20 Uhr 15. Februar 19 Uhr








Astronomie in der Stadt: So beeinflusst Lichtverschmutzung Ihre Beobachtungen

Die zunehmende Lichtverschmutzung in Städten durch künstliche Beleuchtung überstrahlt schwächere Sterne und Deep-Sky-Objekte. 

Was Sie trotz Lichtverschmutzung in der Stadt beobachten können

Auch in der Stadt können Sie faszinierende Himmelsobjekte entdecken. Dazu gehören der Mond, helle Planeten wie Mars, Jupiter und Saturn, sowie einige prominente Sterne und Sternhaufen. Ein Fernglas ist hierfür ein hervorragender Begleiter. Mit einem Teleskop lassen sich ebenfalls viele Objekte am Nachthimmel in der Stadt beobachten. Auch die 400 Herschel-Objekte, die weiter unten beschrieben werden, sind oft sichtbar. Sogar Astrofotografie ist unter einem hellen Himmel mit speziellen Filtern möglich. 


Mondphasen im Februar 2026

  • Vollmond: 1. Februar (um 23 Uhr)
  • Letztes Viertel: 9. Februar
  • Neumond: 17. Februar
  • Erstes Viertel: 24. Februar


Beobachten des Vollmondes mit dem Fernglas

Der Vollmond ist ein beeindruckendes Objekt für die Beobachtung mit einem Fernglas. Mit einem Fernglas ab 50 mm Öffnung erhalten Sie einen detaillierteren Überblick über die dunklen Mare des Mondes. Haben Sie ein gutes neueres Fernglas, nicht das von Opa, dann sind Sie schon mit dabei. Doch ihr Fernglas kann noch mehr.

Mit einem Fernglas den Himmel beobachten

Mit einem Fernglas kann man zahlreiche Nebel und vor allem Sternhaufen beobachten. Zu empfehlen ist das Buch von Alexander Kerste "Astronomie mit dem Fernglas". Das buch führt in die Grundlagen ein. Ein Fernglas ist erste einmal eine Alternative, wenn man sich noch kein Teleskop zulegen möchte. Manche Objekte sind mit dem Fernglas besonders schön, wie der bekannte Sternhaufen der Plejaden. Dann gibt es noch die etwas größeren astronomischen Ferngläser ab 70 mm Öffnung, die man noch gut in der Hand halten kann. 

Der Vollmond: Was Sie mit einem Teleskop sehen können

Bei Vollmond sind meist nur die dunklen Mare und die hellen Flächen sichtbar. Die Gebirge erscheinen als Konturen auf dem hellen Mond. Auf der Oberfläche des Vollmondes finden sich zudem zahlreiche helle Flecken, die in anderen Mondphasen nicht zu erkennen sind. Auffällig ist der Strahlenkrater Tycho, dessen Strahlen sich weit über die Oberfläche des Mondes ziehen. In der Mitte der Mondkugel sieht man als V das Apeninnengebirge und die Alpen und Karpaten. Prominent sind die beiden Krater Kepler und Kopernikus und ein sehr heller kleiner Krater am Rand des Oceanus Procellarum, das größte zusammenhängende Mare.

Am Rand des Vollmondes sieht man kleine Flecken
Der Vollmond zeigt am Rand mehr oder weniger dunkle Flecken, Manchmal kann man mehr oder weniger auf die Rückseite des Mondes schauen.

Vollmond Vollmond







der Mond wurde von mir mit einem Newton-Teleskop mit 150 mm Öffnung aufgenommen. MKB


Der längliche Krater Schiller ist 3 Tage vor Vollmond zu sehen


Der längliche Krater Schiller befindet sich am Rand, wenn man vom Strahlenkrater Tycho an den Rand des Mondes geht. Aufgenommen mit 6-Zoll Newton. Der längliche Krater Schiller taucht 3 Tage vor Vollmond auf.

Mond 3 Tage vor Vollmond Krater Schiller Mond 3 Tage vor Vollmond Krater Schiller











Der abnehmende Mond: Krater und Konturen


Nach dem Vollmond geht der Mond jeden Tag später auf. Schon am ersten Tag nach Vollmond werden am Rand wieder die ersten Krater sichtbar. Der Terminator verschiebt sich täglich und enthüllt weitere Gebiete, wobei Krater durch die seitliche Beleuchtung besonders hervortreten. Dieses Bild wurde mit meinem 6-Zoll-Newton-Teleskop aufgenommen und mit Photoshop bearbeitet.


Der Mond 5 Tage nach Vollmond


5 Tage nach Vollmond 5 Tage nach Vollmond









Oceanus Procellarum und weitere Mondmerkmale nach Vollmond


Nach Vollmond lassen sich der Oceanus Procellarum und die vielen angrenzenden Krater gut beobachten. Weiter unten ist das längliche Mare Frigoris zu sehen. Ebenfalls sichtbar sind das Apenninengebirge, die Karpaten und die Alpen in der Mitte des Bildes. Im dunklen Mare sind die markanten Krater Kopernikus und Kepler erkennbar. Um Kepler und Kopernikus ist ein größeres helles Gebiet zu erkenne. Der Krater Kopernikus ist der größere.


Planeten am Februar-Himmel 2026

Im Februar 2026 zeigen sich Saturn, Venus und Merkur in einer Reihe im Westen am Abendhimmel.

Merkur 

Merkur erscheint am Abend nach Sonnenuntergang im Südwesten. Am 18. Februar steht Merkur neben der schmalen Mondsichel. Saturn ist weiter oben auf der Ekliptik im Westen zu sehen. Merkur erreicht am 19. Februar seine größte östliche Elongation von der Sonne mit 10,5 Grad und leuchtet dann mit -1,2 mag.

Venus

Venus ist am Abend im Westen sichtbar und heller als Merkur. Da sie sich erst langsam von der Sonne löst, steht sie Mitte Februar nur etwa 2 Grad hoch. Gegen 18:15 Uhr ist sie nach Ende der bürgerlichen Dämmerung zu finden, verschwindet aber noch im Horizontdunst. Zum 28. Februar erreicht sie eine Höhe von 5 Grad und eine Helligkeit von -3,9 mag. Um 18:33 Uhr ist sie dann klar zu beobachten.

Mars

Mars ist nach  seiner Konjunktion am 9. Januar bleibt Mars im Februar noch unsichtbar.

Jupiter

Zwillinge, Fuhrmann






Jupiter war im Januar in Opposition und ist im Februar weiterhin gut zu beobachten. Er befindet sich im Sternbild Zwillinge und hat sich dort weiter nach Westen bewegt. Seine Helligkeit beträgt -2,6 mag, und mit einer Höhe von 63 Grad über dem Horizont bietet er eine hervorragende Sicht. Am 12. Februar können Sie ab 20:00 Uhr wieder Schattenwürfe der Jupitermonde Europa und Kallisto beobachten.

Saturn

Saturn verabschiedet sich langsam vom Himmel, da seine Konjunktion Ende März bevorsteht. Am 1. Februar ist der blasse Saturn nach 18 Uhr noch 30 Grad über dem Westhorizont zu sehen. Die Ringe des Saturn werden wieder besser sichtbar und öffnen sich weiter. Sein Untergang verfrüht sich auf 19:52 Uhr.

Uranus

Uranus bleibt etwa 5 Grad südwestlich der Plejaden stehen. Seine Helligkeit beträgt 7,9 mag. Mit einem Teleskop lässt sich seine leicht grünliche Scheibe erkennen.

Neptun

Neptun nähert sich seiner Konjunktion, die er wie Saturn Ende März erreicht.

Schöne Sternhaufen am Himmel


  • Die Plejaden im Stier


Plejaden











Der Mondknoten und die Plejaden

Der Mondknoten läuft in 18 Jahren einmal durch die Ekliptik. Alle 18,5 Jahre kommt es zu einer Begegnung des Mondes mit den Plejaden. Der Mondknoten läuft auf der Ekliptik entlang. Da die Plejaden in der Nähe der Ekliptik liegen trifft der Mond auf die Plejaden, wenn der auf den Mondknoten trifft.  

Astronomiesches Wissen

Die Mondknoten

Die Knoten der Mondbahn sind die Schnittpunkte zwischen der Bahn des Mondes und der Ekliptik. An diesen Knoten überschreit er die Ekliptik vom südlichen Teil zum nördlichen.  Somit gibt einen absteigenden Knoten und einen aufsteigenden, je nach dem ob der Mond die Ekliptik von Süden nach Norden überschreitet oder umgekehrt.

Die Knoten der Sonnenbahn sind der Frühlingspunkt und der Herbstpunkt

Die Sonnenbahn hat auch Knoten. Man nennt diese Knoten den Frühlingspunkt und den Herbstpunkt. Am Frühlingsanfang am 21. März auf der Nordhalbkugel überschreitet die Sonne den Frühlingspunkt und am 21. September den Herbstpunkt. An diesen Knoten, den Schnittpunkten zwischen der Ekliptik und dem Himmelsäquator steigt die Sonne zu Frühlingsbeginn über den Himmelsäquator in nördliche Richtung und am 21. September wieder nach Süden hinab. Wir können uns die Bahnen an den Himmel projiziert vorstellen.

Himmelsereignisse Februar 2026

  • 12. Februar: Jupitermonde Europa und Kallisto werfen ab 20:00 Uhr Schatten auf den Jupiter.
  • 18. Februar: Am frühen Abend sind die Mondsichel, Merkur, Venus und Saturn in einer Reihe im Sternbild Wassermann im Westen zu sehen.


Kometen im Februar

Der Komet Schaumasse am Morgen bewegt sich vom südlichen Bärenführer in den Kopf der Schlange in das Sternbild Jungfrau. Die Spika steht am Morgen im Westquadrat. Schaumasse ist 11 mag hell. Unter einem dunklen Himmel in Großferngläsern zu erkennen. 

Nebel und Sternhaufen in der Stadt beobachten: Die Herschel 400 Objekte

Die Herschel 400 Liste umfasst 400 Objekte aus dem NGC Katalog (New General Catalogue), die mit Teleskopen ab 6 Zoll Öffnung beobachtbar sind. Alle Objekte sollten von mitteleuropäischen Standorten aus sichtbar sein. Diese Liste beinhaltet bei Amateurastronomen bekannte Nebel, Galaxien und Sternhaufen wie den Orionnebel, den Andromedanebel und den Doppelsternhaufen Phi und Chi in der Kassiopeia. Diese Objekte bieten auch unter städtischen Bedingungen einen Einblick in das weite Universum.

Galaxie M31 sichtbar in der Stadt

Galaxie in der Andromeda M31 

M31 steht im Dezember hoch oben im Zenit

Herschelobjekt Galaxie in der Andromeda M31 Herschelobjekt Galaxie in der Andromeda M31







Mit einem Fernglas Sternhaufen zwischen Zwillingen und Fuhrmann beobachten


Sternhaufen M35, M36, M37 zwischen Zwillingen und Fuhrmann

1. Januar 23 Uhr, 15. Januar 22 Uhr Fuhrmann, Orion, Zwillinge 1. Januar 23 Uhr, 15. Januar 22 Uhr Fuhrmann, Orion, Zwillinge







Der Caldwell-Katalog von Sir Patrick Moore

Sir Patrick Alfred Caldwell Moore, ein bekannter englischer Amateurastronom des 20. Jahrhunderts, prägte die Astronomie mit seinen Schriften in den Siebziger- und Achtzigerjahren. Heute trägt er den Adelstitel Sir Patrick Moore. Er nutzte seinen zweiten Namen Caldwell für seinen Katalog der 400 Herschel-Objekte. Das M wie Moore in einer Katalognummer war schon durch den Namen Messier für den Messier Katalog vergeben. 

Der Caldwell-Katalog: Eine Auswahl von 400 Herschel-Objekten

Der Caldwell-Katalog, benannt nach Sir Patrick Alfred Caldwell Moore, umfasst 400 ausgewählte Herschel-Objekte. Dieser Sternen Katalog enthält viele der bei Amateurastronomen bekannten und beliebten Nebel, Galaxien und Sternhaufen, darunter auch Objekte aus dem Messier-Katalog.

Der Messier-Katalog: Eine Sammlung von 102 Himmelsobjekten

Charles Messier, ein französischer Kometenjäger des 18. Jahrhunderts, erstellte einen Katalog von 102 Objekten. Sein Ziel war es, Nebel nicht mit Kometen zu verwechseln. Diese Nebel, Sternhaufen und Galaxien tragen ein "M" vor ihrer Katalognummer.

Wissen über Himmelsobjekte

Planet oder Stern unterscheiden

Ein Planet leuchtet ruhig.  Ein Stern flackert.  Der Planet wird von der Sonne angestrahlt. Sein Licht geht ruhiger durch die Atmosphäre der Erde als das Licht eines Sternes.

Seeing trotz gutem Himmel schlecht

Das kann daran liegen, dass die Winde oberhalb von 40.000 Metern recht stark wehen. Ist der Wind in der Nähe des Erdbodens stärker, ist die Luft klarer. Zu viele Turbulenzen dort oben beeinflussen das Höhenseeing.

Nordlichter über Stuttgart und Umgebung

Nordlichter  über Stuttgart und Umgebung im Mai 2024

Polarlichter im Süden Deutschlands Mai 2024 Polarlichter im Süden Deutschlands Mai 2024







Plötzlich wurde der Himmel dunkelrot - Nordlichter über Stuttgart

Um 22:30 Uhr MESZ am 11. Mai 2024 wurde der Himmel im Norden plötzlich zart dunkelrot. Das Schauspiel dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Vorhang des Polarlichtes erstreckte sich von Osten bis Nordwest ganz hoch in den Zenit. Polarlichter sieht man nur bei klarem Himmel. Eine violette Einfärbung des Himmels bei Bewölkung kommt nicht von Polarlichtern. 

In Stuttgart und Umgebung gibt es zahlreiche Astrotreffs 

In Stuttgart und Umgebung kann man sich mit Astrofreunden zum Austausch treffen. Da sind die Backnanger Sterngucker, eine Gruppe trifft sich in der Nähe des  Stuttgarter Flughafen angesiedelt eine andere in Stuttgart Untertürkheim. Fernrohre, Ferngläser und alles was das Herz eines Astrofotografen begehrt kann man in Stuttgart und Umgebung kaufen. 

Sonnenbeobachtung Teleskop

Mit einem Teleskop mit 2 Zoll Öffnungen von Lunt mit Doublestack (am Objektiv ein Filter und hinten ein Prisma mit eingebautem Filter) kann man auch im Dezember die Sonne beobachten. Man sieht dann am Rand die Protuberanzen. Für die Beobachtung ist ein gutes Okular notwendig. Mit den einfachen Plössl Okularen scheint einem viel Blau entgegen. Das ist das Blau der Spektralfarben, die bei einfachen Optiken entstehen. Sie überdecken dann, was man eigentlich sehen will.  

Die Sonne im Weißlicht

Für die Sonne im Weißlicht, um die Sonnenflecken zu beobachten, muss man an einem kleinen Teleskop eine Folie für die Sonne anbringen. Dann kann man die Flecken auf der Sonne beobachten. 

Die Sonne im April 2013


Sonne im Weißlicht Sonne im Weißlicht