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Teleskopberatung für Anfänger

In einem Teleskop sind Planeten und Nebel nicht farbig, wie auf Bildern im Internet. Diese wurden mit großen Teleskopen aufgenommen. Aufnahmen der Planeten stammen von Satelliten, die nahe am Planeten vorbeigeflogen sind. Die farbigen Bilder der zarten Nebel stammen vom Hubble Teleskop. Kauft sich ein Anfänger ein Teleskop, muss er sich von den bunten Bildern verabschieden. Bei Nacht sind alle Katzen grau, denn unsere Augen sehen am Himmel nur schwarz und weiß. 

Das Linsenteleskop

Dem Anfänger rät man oft zu einem Refraktor, einem Linsenteleskop. Der Grund: der Anfänger kann die Objekte besser finden, wenn er über den Tubus den Stern anvisiert. Mit dem Okular kann man das Bild, dass von der Frontlinse kommt, wie mit einer Lupe anschauen. Durch Bewegen des Okulars mithilfe eines Rädchens am Okularhalter, stellt man das Bild scharf.   Das Objektiv besteht meistens aus mehreren Linsen, sowie ein Okular nicht nur aus einer Linse bestehen sollte. 

Unterschiedliche Linsen - unterschiedliche Bilder

Refraktoren mit einfachen Linsen, dem sog. Fraunhofer, lassen den Rand des hellen Mondes in den Spektralfarben  blau oder gelb erscheinen.  Der  Kontrast bei dem Fraunhofer ist  nicht so gut. Nicht nur der Kontrast leidet, auch die Farben lassen sich nicht so gut voneinander unterscheiden. Besser sind die Achromaten, die durch eine weitere Linse diese Fehler ausgleichen. Dann gibt es die APOs, Fernrohre mit drei oder vier Linsen in der Frontlinse. Diese APOs gehören nicht mehr zu den Anfängerteleskopen.  Zwischen dem einfachen Fraunhofer und den APO's als Highend, liegt viel dazwischen.

Bei den Achromaten steht zusätzlich zu der Zahl, die die Öffnung angibt, AR für Achromat. Andere Refraktoren haben die Bezeichnung ED. ED für Extra Low Dispersion. Diese Bezeichnung tragen auch Ferngläser. Diese sind in der Abbildung wesentlich besser. Das hat aber seinen Preis. Eine Klasse darunter sind Ferngläser mit der Bezeichnung HD. Die ganz guten Gläser sind die Fluoritgläser, die bei den teureren Ferngläsern und Fernrohren verwendet werden. Mit einem Fluoritglas sieht man am Rand keinen blauen Rand mehr.   

Wunschtraum und Wirklichkeit

Ein Teleskop kann nie zu groß sein, um unsere Wünsche zu erfüllen. Aber entweder können wir das große Teleskop samt Montierung nicht tragen, geschwiege denn bezahlen. Für ein gutes Fernrohr mit seiner stabilen Montierung kann man viel Geld ausgeben. Oft müssen wir uns mit den kleinen Dingen begnügen. Der 114/900 Newton, den es heute noch gibt und ein in den 70iger Jahren viel verkauftes Fernrohr war, ist aufgrund seiner langen Brennweite ein Fernrohr für Mond und Planeten. Sterne und Nebel gehen auch. Für Kinder darf es das günstigere sein. Ein Newton mit 6 Zoll ist  für etwa 400 Euro zu haben, ein Maksutov mit 5 Zoll ebenso, (ohne Stativ). Ein Refraktor mit achromatischen Gläsern ist für ca. 800 Euro zu haben. und der Schmidt-Cassegrain mit 6 Zoll Öffnung für 1000 Euro. Die von Amateuren gemachten tollen Planetenbilder wurden mit einem C11, 354 mm Cassegrain oder 400 mm Newton Öffnung gemacht.  Dann gibt es noch die APOs, die aus ED Glas bestehen mit mehreren Linsen und schon mehrere tausend Euro kosten. Die Funktionsweise von Newton und Maksutov werden weiter unten erklärt.

 Ein AR Refraktor mit 6 Zoll Öffnung kostet 800 Euro, ein ED Refraktor 1800. Die Montierung kommt dann noch dazu. Soll die Montierung die Sterne selber finden reichen 1000 Euro nicht aus. Dafür bieten die Dobsons für über 1200 Euro 6 Zoll Öffnung mit Goto eine günstige Alternative.. Astronomie für jeden eben. Vom Herrn Dobson erfunden - Sidewalkastronomie. Die kleinen Fernrohre mit den kurzen Brennweiten von 400 mm verwendet man, um Sterne zu fotografieren. Weil das Bildfeld für die kurzen Brennweiten größer ist.  Die großen Fernrohre mit möglichst großer Öffnung und sehr langer Brennweite werden für die  Planetenfotografie und Planetenbeobachtung verwendet. Für die Deep-Sky Fotografie muss die Öffnung nicht so groß sein. Ein Öffnungsverhältnis von nicht mehr als 1:10 wäre gut. 1:15 und noch mehr bleibt den Planeten vorbehalten. 

Die gängigsten Teleskope sind die mit 130 bis 150 mm Öffnung, mit denen man eigentlich alles beobachten kann. Auf dem Mond erkennt man Krater, Mare und Gebirge; es zeigen sich die meisten Planeten und Nebel und Galaxien. Man kann sich dann später noch für ein Teleskop mit einer längeren oder kurzen Brennweite entscheiden, je nachdem, was man noch sehen möchte. Man trägt ja auch nicht zu jedem Anlass die gleichen Schuhe. 

Bedienungsanleitungen

In den meisten Kartons liegen ausführliche Aufbau- und Bedienungsanleitungen mit Bildern vor. Oftmals sind sie auf Deutsch geschrieben. Aber das ist nicht immer der Fall. Dann sind meist recht gute Englischkenntnisse gefragt. Bei spezielleren Geräten muss man, wie heutzutage üblich, die Bedienungsanleitungen herunterladen. Es kann sein, dass diese nur auf amerikanischen Seiten zu finden sind. Dann heisst es: Frag Dr. Google.

Wenn sie nichts sehen, ist nicht unbedingt das Teleskop kaputt

Bei Refraktoren kann es sein, dass das Bildchen, dass aus dem Teleskop kommt, sehr weit hinten liegt. Wenn Sie auch auf weit entfernte irdische Objekte nicht scharf stellen können, hilft eine Verlängerung und siehe da: das Haus ist scharf. Aber noch eine Abstandhülse verwendet man auch bei einem Newton. 

Das Spiegelteleskop

Das Spiegelteleskop wird auch Reflektor genannt. Das Spiegelteleskop hat anstelle eines Linsenobjektiv einen Spiegel.  Das Spiegelteleskop nach Newton verfügt auf der einen Seite des Tubus über einen Hauptspiegel, bei dem das Licht ankommt. Dieses Licht trifft dann auf den Hilfsspiegel am gegenüberliegenden Ende des Tubus und wird  im 90 Grad Winkel durch das Okular geworfen. Die Brennweite des Newton mit einer Öffnung von 150 mm beträgt üblicherweise nur 650 mm bis 750 mm, aber nicht mehr als 1000 mm. Der Tubus des Newton ist dann nur ca. 700 mm lang.  Die Objekte werden durch den Feintrieb am Okularauszug fokussiert. Ein Spiegelteleskop  ist wesentlich leichter als ein Linsenfernrohr bei gleicher Öffnung und günstiger im Preis, da Linsen grundsätzlich aufwändiger herzustellen sind als ein Spiegel.

Die Spiegel sind parabolisch geschliffen oder kugelförmig. Wobei die parabolischen vorzuziehen sind, da die Sterne besser abgebildet werden können. Da kann man seine Überraschungen erleben, wenn man damit die Objekte einstellen möchte und man nie einen exakt scharfen Punkt hinzukriegen scheint. 

Auch ein Spiegelteleskop kann farbige Säume zeigen. Diese entstehen, wenn das Licht durch das Okular geht und man noch zur Steigerung der Vergrößerung eine Barlowlinse benutzt.  Wobei die besseren Linsenteleskope den günstigeren vorzuziehen sind. Für ein gutes Spiegelteleskop muss man nicht so viel Geld  ausgeben, wie für ein Linsenteleskop gleicher Qualität. Ein Linsenteleskop gleicher Öffnung ist viel schwer und teurer und die Montierung muss eine Klasse besser sein. Das geht dann wieder ins Geld.

Das Newton Spiegelteleskop

Newton-Teleskop Newton Teleskop


Zenitbeobachtungen sind mit dem Newton bequem. Sie stehen aufrecht und schauen durch das Okular, das vorne am Tubus liegt. Sie müssen den Nacken beim Beobachten nicht nach hinten legen.  Newton Teleskope gibt es mit einer Öffnung ab 6 Zoll. Oft werden auch Newtons mit 8 oder 10 Zoll verkauft.  

Die Sterne in Spiegelteleskopen wirken verwaschener, als bei einem Linsenteleskop. Das liegt beim Newton an den Streben, die im Wege stehen, an denen der Hilfsspiegel aufgehängt ist. Der Fangspiegel erzeugt eine Abschattung. Diese Abschattung nennt man Obstruktion. Sie kann bei einem Newton bis zu 30 % betragen. Achten Sie darauf, einen Newton mit dünnen Streben zur Aufhängung des Fangspiegels zu erwerben. Sonst sind an den Sternen diese als unangenehme Spikes zu sehen.  Eine Obstruktion von 10 Prozent ist vernachlässigbar.

Das Maksutov Spiegelteleskop


Das Maksutov-Teleskop Das Maksutov-Teleskop

Hinten am Teleskop sitzt der durchbohrte Hauptspiegel. Der Hilfsspiegel gegenüber sitzt auf einer Glasplatte. Er besteht aus einer dicken Meniskuslinse. Somit spricht man von einem geschlossenen System.  Die Strahlen treffen auf den Hauptspiegel, werden auf den Hilfsspiegel geworfen, der auf  einer Glasplatte sitzt und wieder zurück auf das Okular, das am durchbohrten Hauptspiegel angebracht ist. Durch diese Bauweise ist die Brennweite dieses Spiegelsystems sehr lang. Der gefaltete Strahlengang dieses Systems trägt zur kurzen Bauweise des Tubus bei. Die Brennweite dieser kleinen Teleskopen beträgt 1500 bis 1800 mm. Dadurch ist der Tubus sehr kurz, meist nur 40 cm.  Um das Bild scharf zu stellen, werden die beiden Spiegel, der Hauptspiegel gegeneinander verschoben. Dies geschieht mit einem Knopf, der hinten am Tubus sitzt, mit dem man mit innenliegenden Stangen bewegt.

Der Schmidt-Cassegrain 

Ein oft verkauftes Teleskop ist das Spiegelteleskop ist der Schmidt-Cassegrain oder kurz SC genannt. Die Glasplatte gegenüber dem Hauptspiegel korrigiert die sphärische Aberration. Die Objekte werden ebenso durch Bewegen des Hauptspiegels mithilfe von Knöpfen an der Rückseite des Hauptspiegels bewegt werden, fokussiert.  Der Maskutov und der Schmidt-Cassegrain verfügen über eine sehr gute Abbildungsqualität. Maksutovs über einer Öffnung von 7 Zoll werden nicht, angeboten, da ab 8 Zoll eine merkliche Bildfeldwölbung auftritt. Die Schmdt-Cassegrains dürfen auch 8, 10 oder 11 Zoll haben. 

Der Schmidt-Cassegrain besteht aus einem konkaven Hauptspiegel. Ihm gegenüber sitzt der konvexe Fangspiegel auf einer dünnen Glasplatte, der Schmidtplatte. Der Fangspiegel soll die Bildfeldwölbung (sphärische Aberration) ausgleichen. Damit wirkt er wie ein Komakorrektor. Der Sekundärspiegel wirft wie beim Maksutov das Licht durch das Okular auf der gegenüberliegenden Seite. Die beiden Spiegel werden mittels einer innenliegenden Mechanik gegeneinander verschoben. Neben dem Okularauszug sitzt ein Knopf mit dem man das Bild dann einstellen kann.

Der Maksutov und der Schmidt-Cassegrain sind katadioptische Systeme, ein Hybrid aus Linsen- und Spiegelteleskop mit einem gefalteten Strahlengang. Mit diesen Teleskopen kann man sehr gut Strukturen auf Planeten und dem Mond beobachten. Sie haben aber aufgrund der sehr langen Brennweite ein sehr viel kleineres Gesichtsfeld als die vorher beschriebenen Refraktoren und der Newton. Schmidt-Cassegrains werden vor allem zur Fotografie verwendet, da sie sehr gute Abbildungseigenschaften haben. Bei einem Schmidt-Cassegrain oder kurz SC tritt keine Bildfeldwölbung auf. Somit sind die Bilder scharf bis in die Ecken, vor allem jene Schmidt-Cassegrain mit der Zusatzbezeichnung EdgeHD. 

Unterschied zwischen Newton und Maksutov in der Bildqualität

Mit einem Maksutov, der eine sehr lange Brennweite hat, sieht man auch bei leichter Bewölkung die Oberfläche des Mondes seht gut. Bei einem Newton mit 5 Zoll und einer Brennweite von 650 mm ist der Mond bei leichter Bewölkung leicht verschleiert. Die Auflösung ist bei einem Mak bei geringeren Vergrößerungen besser, als bei einem Newton. Beim Newton muss man dafür eine höhere Vergrößerung wählen. Das Bild ist beim Mak scharf bis an den Rand. Beim Newton fällt beim Beobachten des Mondes auf, dass die Mondoberfläche, die man am Rand des Okulares sieht, verzogen ist. Nur in der Mitte ist das Bild scharf. Da muss man mit den biegsamen Wellen über die Oberfläche wandern, um die Krater und Mare schärfer zu sehen. 

Die Sterne sind beim MAK klein und runder als im Newton. Im Newton haben die Sterne Spikes wegen der Streben, die den Fangspiegel halten. Doch eigentlich ist das kein Nachteil, sondern nur ein Merkmal. Diese Soike erkennt man auch auf manchen Fotografien. 

Das Gesichtsfeld ist beim Maksutov recht klein. Das liegt an der langen Brennweite und hiermit dem Öffnungsverhältnis von 1:15. Wenn man das Okular austauscht für die nächst höhere Vergrößerung, wird das Gesichtsfeld so klein, dass man das Objekt erst einmal wieder in den Ausschnitt bekommen muss. Vielleicht noch einmal das langbrennweitige Okular wieder einsetzten und nochmal das Objekt in die Mitte drehen. Dies sind geschlossene System, da vorne eine Glasplatte sitz, beim Schmidt ist sie plan, beim Mak nach innen gewölbt.

Unterschied zwischen Maksutov und Schmidt-Cassegrain beim Beobachten

Der Schmidt-Cassegrain mit seinem konkaven sphärischen Hauptspiegel und dem sehr dünnen Fangspiegel, hat die Aufgabe, die sphärische Aberration zu minimieren. Beim Maksutov besteht der Fangspiegel aus einer dicken, nach aussen gewölbten Meniskuslinse. Die Glasplatte am Objektiv vom SC ist gerade und nicht nach innen gebogen wie bei dem Maksutov-Cassegrain.  Die Abbildung ist randscharf. Man kann bei dem Mond bei einem 6 Zöller SC bis zu 375 fach für den Mond gut vergrößern und alles ist scharf. Beim Newton ist die Abbildung nicht so scharf und an den Kratern etwas farbig. Die Planeten kommen gut heraus. Wenn der SC ein Öffnungsverhältnis von 1:10 hat, ist das Gesichtsfeld größer, wie bei einem 5 Zoll Mak, mit einem Öffnungsverhältnis von 1:15. Da ist das Gesichtsfeld beim MAK schon sehr klein und man muss die Planeten ständig suchen und die Okulare wechseln. 

Erfahrung mit einem Schmidt-Cassegrain

Mit dem 6 Zoll SC kommt man mit einem 2-fachen Extender auf eine Vergrößerung von 500 und kann beim Halbmond das Alpental, die Teneriffaberge und alle Krater scharf und ohne blauen Saum beobachten. Beim Newton dieser Öffnung sind die Krater weicher gezeichnet. Die höchste Vergrößerung für den Newton 150/750 ist 375 fach.  Meinen 6 Zoll Newton habe ich in eine Kiste gepackt und gegen einen Mak 127/1500 getauscht. Da das Gesichtsfeld zu klein war und die Planeten zwar klarer, aber zu winzig abgebildet wurden. Nun beobachte ich mit einem Schmidt-Cassegrain 150/1500. Das Gesichtsfeld ist angenehmer, die Planeten bleiben bei hohen Vergrößerungen im Gesichtsfeld und erscheinen größer. Die Mondkrater sind so groß, wie sie für mich sein sollen. Die Optik ist scharf bis an den Rand.

Welche Montierung gibt es - azimutal und äquatorial

Da wäre die azimutale Montierung. Das Teleskop wird in der Höhe nach oben und unten und entlang am Horizont nach rechts und links bewegt. Den Winkel entlang des Horizontes nennt man den Azimut. Die Montierung nennt sich azimutale Montierung.

Eine andere ist die äquatoriale Montierung. Bei dieser Montierung zeigt eine Achse auf den Himmelpol, die Rektaszensionsachse oder Stundenachse. Auf ihr sind die Stunden von 0 bis 24 aufgetragen. Die andere ist die Deklinationsachse. Die Rektaszensionsachse, die auf den Pol zeigt, muss im Winkel der geografischen Breite angehoben werden. Kaufen Sie eine Montierung, die das Teleskop erschütterungsfrei tragen kann.
Schauen Sie sich ein Fernrohr in bei einem ausgewiesenen Teleskophändler an, um ein Gefühl für die Größe und das Gewicht ihres Teleskops zu erhalten. Eine Montierung mit einem Refraktor kann über 20 Kilogramm wiegen. Die leichten Montierungen sind nur für ganz kleine Fernrohre mit Öffnung von 50 mm geeignet. Für nur etwas größere Öffnungen kann das Fernrohr mit Montierung 30 bis 40 Kilogramm wiegen und noch mehr.

Welche Montierung für welches Teleskop

Für den kleinen Mak, bei dem die Masse auf einer Länge von nur 30 cm konzentriert ist, reicht eine EQ3 Montierung. Für ein längeres Teleskop darf es eine schwerere Montierung sein. So für den Newton, der auf einer EQ3 schon nicht gleichmäßig nachgeführt werden kann. Da darf es dann schon die EQ5 sein. Für den schweren Refraktor mit gleicher Öffnung verwendet man die schwere EQ5. Um nur zu beobachten und eine leichte tragbare Montierung zu haben, reicht die EQ3 aus. Man kann damit den Mond fotografieren. Wird länger nachgeführt, ist die EQ5 zu verwenden. Die EQ3 läuft nicht rund. Man merkt auch, dass die EQ3 etwas ruckelt. Man kann das mit dem Gegengewicht etwas ausgleichen. Am besten arbeitet man mit 2 Gegengewichten, die man auf der Gegengewichtsstange verteilen kann, für Fernrohre mit einer Länge von ca 70 cm. Für einen Schmidt-Cassegrain mit einer Öffnung von 9 Zoll, kommt nur die EQ8 infrage. Die katadioptischen Teleskope sind recht schwer und da sie eine lange Brennweite haben, sollten die Montierungen einwandfrei laufen, sollte man mal fotografieren wollen. 

Brennweiten ab 1000 mm gelten für die Fotografie als lang, also wieder zu den genauen laufenden Montierungen greifen. 

Mit der EQ3 Montierung geht es auch

In vielen Foren wird geschrieben, dass man für ein Spiegelteleskop mit einer Öffnung von 6 Zoll gleich eine EQ5 Montierung verwenden soll. Die EQ3 - Montierung kann man auch verwenden. Man kann damit auch fotografieren - also den Mond, weil man dazu keine Nachführung benötigt - und die Montierung schwingt nicht nach. Bei sehr hohen Vergrößerungen zitiert sie nur ein wenig. Es kann vorkommen, dass eine Achse in der Feinbewegung sich anders verhält wie die andere. Das liegt daran, dass das Teleskop durch das Gegengewicht nicht so ganz gut ausgeglichen ist. Aber die EQ3 Montierung ist ganz gut brauchbar, als Reisemontierung oder wenn man nicht so viel tragen will oder kann. Ich verwenden für den 150 Newton und den 150 Schmidt-Cassegrain eine EQ3 Montierung und komme damit gut zurecht. Bei höhen Vergrößerungen zittert das Teleskop nur geringfügig und die biegsamen Wellen wollen mit Gefühlt behandelt werden. Dann leistet die EQ3 gute Dienste. Sie kann auch als Reisemontierung verwendet werden. 

Aufbau der EQ3 Montierung

Die Montierung besteht auf dem Stativ und der Montierung. Das Stativ und die Montierung werden mit einer dicken Schrauben miteinander verbunden. Die Montierung wird mit dem Teller des Statives durch einen Sporn verbunden. Dieser wird mit zwei Schrauben gehalten. Da kann nichts falsch herum montiert werden. Auf der anderen Seite dieser Schrauben schaut eine lange Schraube heraus. Mit diesem langen Schrauben wird die Montierung auf den Breitengrad angehoben und fertig. Nun kann die Gegengewichtsstange eingeschraubt werden und danach werden die Gegengewichte angebracht. Nicht vergessen die Schraube am Ende in die Stange einzudrehen, damit die Gegengewichte nicht herunterfallen können.  Danach wird das Teleskop in die beiden Spannringe eingelegt und so ausbalanciert, dass es sich in der Mitte ist. Durch Verschieben der Gegengewichte erreicht man, dass das Teleskop in stehenbleibt, egal in welche Position man es dreht. Es soll nicht wieder in die Ausgangsposition gehen, dann stimmt die Balance nicht. 

Ein Vorteil einer solchen Montierung ist, dass man das Teleskop sehr schnell über den Himmel bewegen kann, wenn man die Klemmen für die beiden Achsen öffnet. Klemmt man wieder, kann man mit den biegsamen Wellen sich langsam bewegen. Manche Teleskope im Set werden mit einer Montierung angeboten, die nur mit biegsamen Wellen arbeitet. Das kann dauern, bis man den gewünschten Stern findet. 

Die EQ3 Montierung gibt es neuerdings auch mit Goto-Steuerung. Die Steuerung ist dieselbe, wie bei der HEQ5.

Ausrichtung der Montierung auf den Pol 

Wenn Sie beobachten, sollte die Montierung grob auf den Nordpol ausgerichtet sein - oder, wenn Sie auf einem Balkon nach Süden gerichtet stehen, einfach in Nord-Südrichtung. Sie kann auch um 90 Grad verdreht sein, wenn es nicht anders geht, dann muss man in beiden Achsen dem Stern folgen. Ist die Montierung einigermaßen nach Norden ausgerichtet, dann genügt es, mit der biegsamen Welle der Rektaszensionsachse das Objekt in der Mitte zu halten. 

Einrichtung des Fernrohres, wenn man fotografieren möchte

Die Rektaszensionsachse wird auf den Pol ausgerichtet (bei ausgeschalteter Nachführung). Dies kann der Polarstern sein oder ein Ziel im Norden. Das Fernrohr und das Gegengewicht wird entfernt, damit man die Rektaszensionsachse um 360 Grad drehen kann. Die Deklinationsklemme wird gelöst und die Deklination auf 0 eingestellt. Der Polsucher wird in die Aussparung in der Rektaszensionsachse geschoben. Auf der Rektaszensionsachse sind die Stunden angezeichnet. Unterhalb befindet sich die Datumsskala mit den Stunden. Diese wird auf das Datum und die Stunde des entsprechenden Tages eingestellt.  Lösen Sie die Rektaszensionsschraube und drehen die Rektaszensionsschraube so lange, bis die 0 Grad der Rektaszensionsachse mit dem entsprechenden Datum am Datumsring zur Deckung kommt. Nun muss der Polsucher noch zentrieret werden. 

Zentrieren des Polsuchers bei Tag

Der einfachste Weg dazu ist die Montierung so weit zu neigen, dass man ein weit entferntes Objekt bei Tageslicht durch den Polsucher anvisieren kann. Das ist nicht allein mit der Verstellung der Polhöhe zu bewerkstelligen, sondern Sie müssen die Stativbeine zusätzlich so verstellen, dass die Polachse waagrecht liegt. Nachdem Sie das gemacht haben, lösen Sie die Rektaszensionsklemmung und drehen die Polachse um +/- 180 vor und zurück, wobei Sie das Ziel anschauen. Die Zentriermethode für den Polsucher besteht darin, die drei Justierschrauben des Polsuchers während des Drehens der Polachse so einzustellen, dass das Beobachtungsobjekt im Zentrum des Fadenkreuzes stillsteht. Das sollte nicht allzu lange dauern. Haben Sie diesen Zustand erreicht (achten Sie auf festen Sitz der 3 Schrauben.) Setzen Sie die Schutzkappe wieder über den Polsucher, damit sich die Justierschrauben durch versehentliches Anstoßen nicht. 

Wieviel Gegengewicht auf eine Montierung für ein bestimmtes Teleskop nötig ist

Wieviel Gewicht man zur Ausbalancierung auf die Gegengewichtsstange packt, hängt auch von der Länge des Teleskopes ab. Ein Teleskop muss immer in einer Position stehen bleiben, wenn die Klemmen geöffnet sind. Bewegt sich die Gegengewichtsstange wieder zu ihrem tiefsten Punkt zurück, stimmt etwas nicht. Bei einem kleinen kompakten Teleskop reicht ein Gewicht auf der  Gegengewichtsstange von 5 kg. Bei einem etwas längeren Tubus, mit 5 kg Gewicht, kommen dann noch 2,5 kg dazu. Man kann diese beiden Gewichte auf der Gegengewichtsstange verschieben, um eine gute Balance herzustellen. Dies gilt für Montierungen wie die EQ3, die Teleskope bis ca. 8 kg aufnehmen kann.  Kommt dann ein noch schwereres Teleskop auf diese Montierung, wenn man z.B. den Newton gegen einen Refraktor mit dergleichen Öffnung austauscht, muss ein weiteres Gegengewicht von 5 kg auf die Gegengewichtsstange gepackt werden. Auch wenn der Refraktor gleich lang wie der Tubus des Newton ist, doch meist haben die Refraktoren ein längere Brennweite und der Tubus ist somit länger. Zusammen haben diese Gewichte dann ein Gesamtgewicht von 10kg. Für die Schmitt-Cassegrain mit größerer Öffnung und mehr Gewicht verwendet man die EQ8 oder EQ6. Ein einzelnes Gegengewicht hat hier 10 kg.

Die Dobson Montierung

Eine einfache Montierung ohne Gegengewicht, trägt oft ein Newton Teleskop, dass etwas größer sein darf. Das Teleskop wird mit einer dicken Schraube in eine am Boden stehende Montierung eingehängt. Das Teleskop kann so in zwei Achsen bewegt werden: nach oben, unten und nach rechts und links. Die Box steht auf einem Teller mit einer Libelle. Mit einem Knauf am Teleskop kann es - push to - bewegt werden. Diese Montierungen werden auch mit einer Handsteuerbox verkauft. Das Teleskop wird eingenordet und die Steuerung muss initialisiert werden.   Dann Man muss zwei oder drei Sterne in das Gesichtsfeld des Teleskopes bringen, die man über die Handsteuerbox aussucht. 

Leichte Teleskope Skywatcher AZ Goto (azimutal) - ohne Gegengewicht

Die Teleskope von Skywatcher AZ Goto mit einer Gabelmontierung - also ohne Gegengewicht - sind sehr leicht. Sie verfügen über die Möglichkeit, das Teleskop mit dem Handy, Tablet zu bedienen. Das Fernrohr mit der Montierung wird in Nord-Süd-Richtung aufgestellt, nach Süden oder nach Norden und es kann schon losgehen.
Wo wird beobachtet - auf dem Balkon oder im Freien.

Beobachten Sie in einem Garten oder fahren Sie es an einen dunklen Ort mit dem Auto. Ein Teleskop sollte dann noch transportabel sein. Beobachten Sie auf einem Balkon, muss das Teleskop mit der Montierung durch die Balkontüre passen und der Tubus sollte nicht zu lange sein, um nicht an der Balkonbrüstung anzustoßen.  Ein Refraktor könnte mit seinem längeren Tubus einen zu großen Schwenkradius haben, wenn das Teleskop eine Öffnung von 150 mm hat. Ein Refraktor hat aufgrund seiner längeren Brennweite und Bauweise einen längeren Tubus als ein Spiegelteleskop.  Mit dem kurzen Tubus bewegt man sich besser auf dem Balkon.  Für den Garten unter einem dunklen Himmel wäre eine Dobson Teleskop gut. Ist der Dobson nicht zu schwer, kann man ihn zur Grillparty mitnehmen. Das Teleskop und die Montierung können getrennt im Auto oder im Flugzeug mitgenommen werden.

Taschen für den Transport von Teleskopen und Montierungen

Die Hersteller liefern Taschen für sämtliche Montierungen, Stative und Fernrohre, um das Teleskop überallhin mitnehmen zu können.

 Beobachten mit einem Prisma - links mit rechts vertauscht

Beobachten man mit einem astronomischen Fernrohr, ist oben mit unten vertauscht. Wenn man den Mond mit einem Fernglas anschaut, ist das langgestreckte Mare Frigoris oben, beobachtet man mit einem astronomischen Fernrohr, dann steht das langgestreckte Mare Frigoris unten. Das Mare Crisium, ein rundes Mare am Rand ist im Fernglas und im astronomischen Fernrohr links. Schaut man durch ein Prisma befindet sich das runde Mare auf der rechten Seite. In einem Maksutov steht das Bild aufrecht, durch das Prisma ist es aber seitenverkehrt. Ein günstiges Prisma sorgt für einen Lichtverlust von 20 Prozent, was sich an nicht ganz so klaren Tagen z.B. beim Mond doch bemerkbar macht. 

Machbare Vergrößerungen bei Newton und katadioptischen Teleskopen

Wann macht sich die Austrittspupille bemerkbar

Der Maksutov und der Schmitt.Cassegrain werden als katadioptische Fernrohre bezeichnet. Sie sind der Hybrid aus Spiegel und Linse in seiner optischen Wirkung.

Wenn man mit einem 6 Zoll Newton mit einem Okular von 4 mm Brennweite beobachtet, liegt die Austrittspupille so nah am Okular, das jeder Wimpernschlag stört. Bei einem Mak mit einer Brennweite von 1500 mm und 5 Zoll Öffnung, sieht man den Mond scharf und der Liedschlag stört nicht. Denn das Bildchen, dass aus dem Okular austritt, liegt weiter draußen. 

Dies kann sich durch Schatten am Rand oder in der Mitte auswirken, je nachdem wie wir beim Beobachten den Kopf geneigt haben oder ganz genau in die Mitte schauen. Bei einem Refraktor ist das nicht ganz so kritisch. Man kann man mit der Vergrößerung weiter herunter gehen als bei einem Newton. Beim Newton spielt die Abschattung der Streben des Fangspiegels eine Rolle auch Obstruktion genannt. 

Nebel erscheinen im Newton wegen seiner nicht so langen Breite kräftiger, als beim Mak. Der Orionnebel im 5 Zoll Mak geht gut in das Gesichtsfeld, er wirkt aber fahler. Das ist allgemein so. Bei längeren Brennweiten erscheint auch der Mond dunkler, als wenn man mit einem Newton mit 750 mm beobachtet. 

Temperaturanpassung bei geschlossenes Systemen

Die Temperaturanpassung bei dem geschlossenen System des Maksutovs ist eigentlich kein so großes Problem. Man kann den Maksutov wie einen Refraktor betrachten. Stellt man den Mak auf den Balkon, kann man gleich beobachten. Auch beim Newton muss erst einmal ein Austausch der Luft stattfinden, wenn das Teleskop von einem warmen Zimmer in die um einige Grad kältere Luft des Balkones getragen wird. Dann schwimmt der Mond, aber das vergeht schnell. Die Luft kann entweichen und die Turbulenzen im Tubus legen sich. Auch bei einem Refraktor schwimmt der Mond, wenn die Umgebung aufgeheizt ist, weil wir durch die sich bewegenden Luftschichten hindurch beobachten. Es kann beim Mak sein, dass das Bild des Mondes am Anfang unscharf wird und wir nachjustieren müssen, wenn man in der Nacht mal eben den abnehmenden Mond beobachten wollen. Das liegt der Temperaturveränderung. Aber das gibt sich schnell. Für die  Planetenfotografien reicht diese kurze Auskühlzeit nicht, da müssen es dann mehrere Stunden sein. Denn bei der Planetenfotografie muss die Auflösung so gut wie möglich sein. Da stören Turbulenzen in der Umgebung, im Tubus selbst oder weiter weg am Himmel schon.

Auskühlen des Spiegelteleskops nach Newton

Das Spiegelteleskop nach Newton muss sich erst einmal an die Umgebungstemperatur gewöhnen, besonders im Winter, wenn das Teleskop aus der warmen Stube in die Kälte getragen wird. Beim Newton kann die Luft etwas rascher ausgetauscht werden. An einem heißen Tag oder an einem kalten kann zu Beginn der Beobachtung mit dem Newton die Luft etwas flimmern, vor allem, wenn man in der Stadt beobachtet oder von einem Balkon aus.

Teleskope werden oft im Set angeboten

Teleskope, die ohne eine Montierung und Stativ und Zubehör angeboten werden, nennt man OTAs.  Meistens werden Teleskope im Set angeboten, mit 2 Okularen, einer Barlow-Linse und und einem Sucherfernrohr. Das ganze schraubt man dann zuhause nach einer mehr oder weniger guten Beschreibung zusammen, sofern sie auf Deutsch beiliegt. 

Das Okular wird in die  Barlow-Linse gesteckt, um die Vergrößerung zu verdoppeln. Dieses kleiner Rohr hat in der Mitte eine Linse.  Somit hat man mit 2 mitgelieferten Okularen dann 4 verschiedene Vergrößerungen. Farbreiner ist ein Extender, der aus mehreren Linsen besteht und eine besser Abbildung liefert, aber teurer ist.  Man kann sich dann im Fachhandel bessere Okulare zulegen, um den Kontrast zu erhöhen oder ein größeres Gesichtsfeld zu erzielen. 

Was sehe ich in einem Teleskop - kleiner Teleskope

Prinzipiell kann man mit einem Teleskop alle Objekte am Himmel anschauen. Einzelheiten auf dem Mars werden Sie mit einem Teleskop von 6 Zoll nur mit einem Gerät mit einer längeren Brennweite sehen. Dies wäre bei einem Spiegelteleskop der Bauart Maksutov, der für die kleine Öffnung eine große Brennweite von fast 1500 bis 1800 mm haben kann. Aufgrund seiner lange Brennweite ist er für Planeten oder den Mond geeignet. Das Gesichtsfeld ist aber durch die lange Brennweite recht klein. Der Orionnebel hat eine Ausdehnung von 1 Grad und passt noch gerade noch so in den Bildausschnitt.  Mit dem 6 Zoll-Newton sehen sie auf dem Mars keine Einzelheiten, es sei denn, der Mars ist aussergewöhnlich nahe, was in den nächsten Jahren nicht mehr vorkommt. Ich habe in einem 130 mm Maksutov den weißen Pol des Mars gesehen, mit dem Newton mit seinen nur 750 mm sieht man diese nicht. In diesem Jahr war der Mars auch auch recht nahe an der Erde. Das wird so schnell nicht wieder vorkommen. 


Wie wirkt sich die Brennweite auf das Gesichtsfeld aus oder welches Objekt mit welchem Fernrohr

In einem 72 mm Refraktor mit einer Brennweite von 400 mm erkennt man auf dem Mond die Mare und nur die allergrößten Krater und Gebirge. Wenn es mehr sein darf, geht man auf - 130 bis 150 mm Öffnung. Mit diesen Teleskopen kann man bei entsprechender Vergrößerung ein Viertel des Mondes sehen und sich die vielen einzelnen Krater des Mondes anschauen. Deswegen ist der 5 bis 6 Zoll der Allrounder, der von den Teleskophändlern gerne verkauft wird, weil man damit den Mond, die Planeten Sterne und Nebel beobachten kann.  

Mit welchem Teleskop kann ich die Saturnringe sehen 

Die Ringe des Saturn kann man erst ab 3 Zoll Öffnung bewundern. Für die Cassini-Teilung mögen es 10 Zoll sein. Mit kurzen Brennweiten und ihrem größeren Gesichtsfeld kann man Sterne, Nebel, Doppelsterne und Galaxien bewundern. Mit längeren Brennweiten kann man mehr Details erkennen. Für die Planetenbeobachtung nimmt man die langen Brennweiten. Auch die Öffnung kann dafür nicht groß genug sein. 

Teleskope für Sterne und Nebel - kurze Brennweiten mit großem Gesichtsfeld

Um bei den Sternen einen Überblick zu haben, verwendet man ein Fernrohr mit kurzen Brennweiten. Deswegen verwendet man den 72 ED mit 400 mm Brennweite, um die Sterne zu fotografieren oder den Mond. Um bei schwachen Nebeln feine Strukturen herauszuarbeiten, darf es das Fernrohr mit der langen Brennweite sein, ansonsten das mit der kurzen Brennweite. Es muss nicht unbedingt der ED sein. Mit dem AR ist man für den Anfang auch ganz gut bedient. 

Teleskope mit 5 bis 6 Zoll Öffnung - der Allrounder

Mit den Teleskopen ab einer Öffnung mit 5 bis 6 Zoll sieht man mehr Mondkrater, die Bänder des Jupiter, wenn dieser hoch genug steht, die Ringe des Saturn, Sternhaufen, Nebel, Doppelsterne, Galaxien. Bei der Planetenbeobachten soll man hoch vergrößern, aber auch das hat seine Grenzen, wegen der Feuchtigkeit in der Luft. Jupiter erscheint dann wie im Dunst.
In einem Maksutov mit 127 mm Öffnung sind die Planeten recht klein, aber gut abgebildet. Die Bänder des Jupiter wären mit 6 Zoll besser zu beobachten.  Erst mit einer Öffnung von 7 Zoll und einer Brennweite zwischen 1800 und 3000 mm werden die Planeten dann größer.

Wie hoch darf die Vergrößerung bei meinem Teleskop sein

Um die höchste sinnvolle Vergrößerung für die Sterne zu errechnen, nimmt man den Objektivdurchmesser des Teleskops mal 2. Diese Zahl gilt nur für einen ganz klaren Himmel. Wenn der Himmel diesig ist, muss man sich mit einer geringeren Vergrößerung begnügen. Beim Mond kann man mit der Vergrößerung noch weiter hinaufgehen. Die Brennweite entscheidet, wie groß man etwas sieht. Das ist genauso wie bei einem Fotoapparat: mit einem Tele scheint alles größer. Bei vielen Händlern ist für ein Teleskop eine viel höhere Vergrößerung angegeben. Doch das macht keinen Sinn. Die Planeten sind verschwommen und die Sterne nicht besser. Der Grund ist die in der Atmosphäre vorhandene Luftfeuchtigkeit. 

Mit welchem Fernrohr sehe ich die Planeten gut

Um bei einem Planeten Strukturen zu sehen, benötigt man eine längere Brennweite. Da dürfen es schon mehr als 1000 mm sein. Der MAK mit seinen 1500 mm Brennweite zeigt die Planeten sehr schön. Mit 3000 mm und 6 Zoll Öffnung erkennt man die Bänder des Jupiters sehr gut.  Für einen Planeten können die Brennweite und die Öffnung nie groß genug sein. Um die Planeten noch besser sehen zu können, darf es dann der C8 (8 Zoll Durchmesser 2000 mm Brennweite) sein oder ein noch viel größeres Teleskop. 

Wo wird beobachtet - auf dem Balkon oder im Freien

Beobachten Sie in einem Garten oder fahren Sie es an einen dunklen Ort mit dem Auto. Ein Teleskop sollte dann noch transportabel sein. Beobachten Sie auf einem Balkon, muss das Teleskop mit der Montierung durch die Balkontüre passen und der Tubus sollte nicht zu lange sein, um nicht an der Balkonbrüstung anzustoßen.  Ein Refraktor könnte mit seinem längeren Tubus einen zu großen Schwenkradius haben, wenn das Teleskop eine Öffnung von 150 mm hat. Ein Refraktor hat aufgrund seiner längeren Brennweite und Bauweise einen längeren Tubus, als ein Spiegelteleskop. Dafür eigenen sich Teleskope deren Brennweite gefaltet ist, wie bei den katadioptischen Teleskopen. Mit dem kurzen Tubus bewegt man sich besser auf dem Balkon.  Für den Garten unter einem dunklen Himmel wäre eine Dobson Teleskop gut. Ist der Dobson nicht zu schwer, kann man ihn zur Grillparty mitnehmen. Das Teleskop und die Montierung können getrennt im Auto oder im Flugzeug mitgenommen werden. 

Ein Fernrohr ist wie ein Teleobjektiv - Gesichtsfeld und Vergrößerungen

Je größer die Brennweite, umso kleiner ist der Bildausschnitt. Bei einem Objektiv von Brennweite f = 18 mm Brennweite beträgt der Bildausschnitt 75 Grad, bei einer Brennweite von 50 mm 47 Grad und einem Tele von 135 mm nur noch 18 Grad.  Bei einem Fernrohr hat man ja nicht nur ein Okular, so dass man die Vergrößerung verändern kann. Mit einem 6 " Fernrohr und einer Vergrößerung von 125-fach, sieht man vom Mond einen Ausschnitt von etwa einem Viertel des Mondes. Man kann einzelne Krater beobachten und Gebirgszüge. Der Durchmesser des Vollmondes beträgt ein halbes Grad. Bei einem kleinen Fernrohr mit 72 mm Objektivdurchmesser und einer Brennweite von 400 mm ist eine Vergrößerung von 100 schon die Grenze. Bei einem Teleskop mit 9 Zoll kann man bei der Vergrößerung auf 555 fach hinauf gehen. 

Fernrohre für Kinder

Wenn ein Kind unter 10 Jahren unbedingt ein Fernrohr möchte, ist der Preis für die Eltern oft maßgebend. Man möchte nicht mehr als 200 Euro ausgeben.  Das Spiegelteleskop nach Newton mit einer einfachen Montierung sieht für den Laien auf dem Bild ganz ordentlich aus. Wenn man dieses Teleskop aber aufgebaut sieht ,muss man enttäuschend feststellen, dass dieses Teil von der Verarbeitung und Steifigkeit doch nicht so gut ist. Diese Teleskope kosten mit Montierung schon 250 Euro. 

 Ein Teleskop für Kinder ab 6 Jahren: Ein Newton als Tischdobson, die Bezeichnung Dobson bezieht sich auf die Art der Montierung, ist für 300 Euro zu haben. Das Teleskop hängt an einem drehbaren Arm aus lackiertem Holz. Damit wird es in der Höhe bewegt. Der runde Fuß, der auf einem Tisch stehen muss, lässt sich um 360 Grad drehen. Dieses Fernrohr ist mit einer Schiene versehen, die dann auch später auf eine andere Montierung gesetzt werden kann. Diese Schienen sind genormt. 

Dieser Fernrohrtyp ist so ab 13 Jahren geeignet.  Ein Newton mit 130 mm Öffnung oder 150 mm Öffnung mit Montierung und Stativ kommt auf 500 bis 600 Euro. Oder ein Refraktor mit 90 mm Öffnung und einem Handyhalter. Mit einer App und einer App kann das Kind die Sterne selbständig am Himmel finden. 

Fernrohr für Fortgeschrittene

Diese  Linsenteleskope bestehen aus mehreren Gläsern. Ein hochwertiges Okular sollte auch aus mehreren Gläsern bestehen.  Die besten Teleskope werden aus Fluoridgläsern hergestellt. Diese Fluoritgläser sind gezüchtete Kristalle. Linsenteleskope werden gerne zur Astrofotografie verwendet. Am besten die mit mehreren Linsen, die Apochromate. Linsenteleskope sind heute so gut, weswegen diese zur Fotografie verwendet werden. Sie haben natürlich ihren Preis. Ein kleines Teleskop kostet dann da schon tausend Euro. Aber diese Teleskope sind nicht für Anfänger gedacht. 

Der Fraunhofer Refraktor - Farblängs- und Farbquerfehler

Der Fraunhofer hat oft ein wenig mehr Farbsäume um den Rand und um die Mitte. Die in der Mitte auftretenden Farbsäume nennt man Farblängsfehler, die um den Rand, wenn man in das Okular schaut Farbquerfehler. Bei mittlerer Vergrößerung ist das Bild ganz in Ordnung. Bei höherer Vergrößerung ist der Kontrast nicht so gut und das Bild lässt sich nicht ganz scharf stellen.

Spiegel oder Linse: Was spricht dafür und was dagegen

Sie bekommen bei einem Spiegelteleskop für weniger Geld mehr Öffnung. Die Sterne sind bei einem Newton nicht so scharf abgebildet, wie bei einem Linsenfernrohr durch die Verstrebungen des Hilfsspiegels. Wenn Sie ein Teleskop mit dünnen Streben kaufen, ist diese Abschattung durch den Hauptspiegel nicht so groß. Die Sterne erhalten durch die Verstrebungen auch Strahlen. Durch die Atmosphäre flackern die Sterne. Beim Newton sind die Sterne auch nicht so scharf bis an den Rand. 

Welche Teleskope nicht mehr zu den Anfängerteleskopen zählen

Die Teleskope von Celestron wie Edge HD 8" sind keine Anfängerteleskope. Diese Schmitt-Cassegrain Optik wird für die Fotografie verwendet. Für die Fotografie müssen Sie Reducer einsetzten, um die Brennweiten dieser Teleskope zu verringern. Der ganz einfach Grund ist, da man zum Fotografieren lichtschwacher Objekte, diese werden ja lichtschwächer, wenn die Brennweite größer ist oder man kann dies auch in Öffnungsverhältnisse ausdrücken: Öffnungsverhältnisse von 1 :10 lassen die Himmelsobjekte schwächer erscheinen, womit die Belichtungszeiten wiederum sehr lang werden. Somit werden Reducer eingesetzt, um dann die Brennweiter wieder zu reduzieren. Sie müssen für die verschiedenen Kameras unterschiedliche Adapterringe verwenden. Vielleicht muss es noch ein Flattener sein, damit die Sterne am Rand so rund wie in der Mitte erscheinen. Jeder Spiegel hat eine Wölbung, der Kamerachip ist plan und so tritt dieses Phänomen auf. Mit einer sehr stabilen Nachrührung und mit der richtigen Vorbereitung für nicht allzu lange Belichtungszeiten, kann es dann mal los gehen mit der Deep-Sky-Fotografie. Hinterher noch die Bildbearbeitung. Schmidt-Cassegrains werden mit 5 Zoll oder 6 Zoll, es muss nicht der größte Lichteimer sein mit einer Öffnung von 9 oder noch Zoll sein.

Kleine Fernrohrkunde - Refraktoren

Achromatische Linsen - Fernrohre mit 2 Linsen

Diese Fernrohre bestehen aus zwei Linsen: einer Sammellinse und einer Zerstreuungslinse. Da die Farben des Spektrums unterschiedlich stark gebrochen werden und somit farbige Säume zusehen sind, meist blaue, gleicht man dies mit einer Zerstreuungslinse aus. Die Zerstreuungslinse hat einen negativen Brennpunkt und die Strahlen werden dispergiert, also nicht in einem Punkt gesammelt sondern auseinandergezogen. Damit kann man schon einmal die blauen Säume verhindern. Für eine  Verbesserung kommt eine weitere Linse zum Einsatz. Dies sind dann die Apochromatischen Linsensysteme.

Fernrohre mit mehreren Linsen - Apochromate

Fernrohre mit mehreren Linsen im Objektiv, meistern 3,  sind dann die Apochromate. Diese sind noch farbreiner. Während man bei den Achromaten die sphärische Aberration nur auf zwei Farben, rot und blau, reduziert, sind es beim Apochromaten drei Farben, die auf einen gemeinsamen  Brennpunkt reduziert werden können. Apochromatische Fernrohre werden nicht zu den Anfängerteleskopen gezählt. 

Kenngrößen von Teleskopen

Berechnung der  Vergrößerung

Sie berechnet sich aus Brennweite des Objektivs / Brennweite des Okulars

Die Faustregel heisst hier: Die größtmögliche noch sinnvolle Vergrößerung beträgt 2 mal den Durchmesser des Objektivs in Millimeter. Mit einem Durchmesser von 150 mm ist eine 300-fache Vergrößerung die Grenze. Und auch damit werden sie nur an ganz klaren Tagen gut beobachten können. Möchte man mehr sehen, muss man sich ein größeres Fernrohr kaufen. Die 3-fach Barlow-Linse, die die Vergrößerung verdoppelt, da diese die Brennweite verlängert ist nicht immer sinnvoll, 2-fach reicht auch. Da sieht man dann wirklich noch die Bänder des Jupiter, auch wenn dieser halt kleiner erscheint im Teleskop. 

Berechnung des Öffnungsverhältnisses eines Teleskopes

Eine andere Kenngröße ist das Öffnungsverhältnis: Brennweitete des Objektivs / Durchmesser des Objektivs.

Das Öffnungsverhältnis beträgt bei Spiegelteleskopen, wie bei den beliebten Newtons, z.B. 1:4, bei Linsenteleskopen 1:10. Geschrieben wird: f/4, oder f/10. Lichtstarke Optiken haben die große  Öffnungsverhältnisse. Also das Öffnungsverhältnis 1:4 ist größer als das Öffnungsverhältnisse 1:10.  Bei Fernrohren mit kurzen Brennweiten sind die Objekte heller, als in Fernrohren mit langen Brennweiten. Das stimmt schon.  Wenn die Brennweiten kurz sind und wir den Quotienten aus Brennweite Objektiv durch Durchmesser des Objektivs bilden, dann erhalten wir die oben genannten Quotienten.

Die Austrittspupille bestimmt, wie hell das Bild im Fernrohr ist

Ob ein Bild nun hell oder dunkler ist, hängt von der Größe des Bildchens ab, dass aus dem Okular in unser Auge trifft. Man nennet dieses Bildchen die  Austrittspupille. Diese kann berechnet werden. Bei Ferngläsern und Spektiven ist es genauso. Objektivdurchmesser / Vergrößerung. Bei niedriger Vergrößerung ist das Bild heller, als bei hoher Vergrößerung. Bei einer hohen Vergrößerung ist die Austrittspupille kleiner und wir müssen näher herangehen. Ist das Bild heller, bei der kleinen Vergrößerung, liegt das daran, dass die Austrittspupille größer ist. Das genau sagt die Formel aus. 

Das Gesichtsfeld

Je länge die Brennweite des Objekts, desto kleiner wird das Gesichtsfeld. Die Größe des Gesichtsfeldes hängt auch von der Vergrößerung ab. Bei höheren Vergrößerung wird das Gesichtsfeld kleiner. Möchte man einen großen Himmelsausschnitt beobachten, nimmt man das Okular mit der größten Brennweite für eine kleine Vergrößerung und erhält dann ein großes Gesichtsfeld. Damit kann man über den Himmel wandern oder Sternhaufen beobachten. Sollte das Gesichtsfeld für manchen Sternhaufen immer noch zu groß sein, kann man ein Fernglas verwenden, wie z.B. 10x50 (10 fache Vergrößerung bei 50 mm Objektivdurchmesser).

 Eigenschaften von Okularen - das scheinbare Gesichtsfeld

Ein einfaches Huygens-Okular liefert nur ein Gesichtsfeld von nur 30 Grad, die üblicheren Plössl-Okulare 50 Grad. Ab 60 Grad Gesichtsfeld bezeichnet man ein Okular als Weitwinkelokular, Superweitwinkel haben dann 82 Grad,  Somit hat man nicht mehr das Gefühl in eine Röhre zu schauen. Zoom-Okulare haben einen Winkel zwischen 40 bis 60 Grad. Bei Zoom-Okularen ist der Winkel kleiner, als bei einem Einzelokular. Das von den Herstellern angegebene Gesichtsfeld nennt man das scheinbare Gesichtsfeld. Ein einfaches Plössl-Okular kostet so um die 30 Euro. Das reicht für den Anfang. Diese einfachen Okulare werden dem Teleskop von den Herstellern beigelegt. Okulare mit noch mehr Linsen und einem größeren Gesichtsfeld kosten so um die 100 bis zu 400 Euro. Die Hersteller legen meist einfache Okulare mit einer Brennweite von 10 mm und 25 mm mit in den Karton. Sparen Sie nicht an den Okularen, wenn Sie sich ein gutes Teleskop gekauft haben. 

Verschiedene Okulare

Bei einfachen Okularen, wie bei Plössl ist die Austrittspupille so klein, dass beim Beobachten ganz nah an das Okular heran gegangen werden muss. Weitwinkelokulare haben eine größere Austrittspupille. Es gibt Weitwinkelokulare für die Größe 1 1/4" Zoll und 2 Zoll. Ab einem gewissen Winkel ist der größere Winkel nur mit einem 2-Zoll-Okular zu realisieren. Kann man ohne Brille nicht beobachten, z.B. weil der Astigmatismus einen bestimmten Wert überschreitet, kann man zu einem größeren Okular mit 2 Zoll greifen. Diese Okulare sind angenehmer für Brillenträger, denn diese Okulare verfügen über umklappbare Augenmuscheln, wie es bei Ferngläsern üblich ist. Da ein Brillenträger mit dem Auge nicht so nah an das Okular herangehen kann, darf die Auftrittspupille nicht zu klein sein. Der Durchmesser der Austrittspupille muss noch groß genug sein, um nicht das Gefühl zu haben, man müsse in das Okular hineinschlüpfen, um etwas zu sehen.

Weiter weg gehen und man sieht mehr

Wenn man in einer Ausstellung ein Bild betrachten möchte, ist es besser nicht so nah ranzugehen und man sieht so mehr - okay, ein Vergleich, der etwas hinkt. Wenn Sie an einem Fernglas oder an einem Teleskop durch das Okular schauen, sollte man mit den Augen nicht so nahe herangehen. Sonst gibt es Abschattungen auf dem Okular, den Kidney Been Effekt. Bei Okularen wie bei Baader Hyperion werden deswegen Abstandsringe verwendet, um nicht so nahe am Okular zu sein. 

Das Wahre Gesichtsfeld für die Beobachtung

Das wahre Gesichtsfeld ist das Gesichtsfeld, das wir in unserem Teleskop in Graden ausgedrückt sehen. Der Vollmond hat eine Ausdehnung von einem halben Grad. 

Wahres Gesichtsfeld = Scheinbares Gesichtsfeld / Vergrößerung

Wir teilen die Angabe des Gesichtsfeldes unseres Okulares z.B. eines Plössel-Okulares mit 50 Grad Gesichtsfeld durch die Vergrößerung. Mit einer hundertfachen Vergrößerung, die dann ein Gesichtsfeld von 0,5 Grad ergibt, kann ich den Vollmond überblicken in meinem Okular.   

Wie groß sehen die Objekte in meinem Teleskop aus und wie hell

Wie groß die Objekte in einem Fernrohr erscheinen, hängt vom Öffnungsverhältnis ab. 

Sehr auffällig ist der Unterschied zwischen den beiden Spiegelteleskopen nach Newton und dem beliebten Maksutov. Die Bilder im Newton mit  kleineren Brennweiten und Öffnungsverhältnissen bis maximal f/6 sind die Objekte recht hell. Der Maksutov verfügt über eine sehr lange Brennweite mit seiner relativ kleinen Öffnung. Somit sind die Objekte dunkler aufgrund des kleineren Öffnungsverhältnisses. Ein Maksutov mit einer Öffnung von 127 mm hat einer Brennweite von 1500 mm und somit ein Öffnungsverhältnis von 1:12. Das Gesichtsfeld des Maksutovs ist kleiner als bei anderen Fernrohren durch die lange Brennweite und somit durch das Öffnungsverhältnis.

Der Orionnebel passt in das Gesichtsfeld des Maskutovs

Das kann man auch ausrechnen: Bei einem MAK mit einer Brennweite von 1500 und einem Okular von 20 mm ergibt sich eine Vergrößerung von 75 fach.  Ein Plössl hat ein Sehfeld von 50 Grad. Teilen wir das Gesichtsfeld durch die Vergrößerung, so bekommen wir beim MAK ein wahres Gesichtsfeld von 0,6 Grad. Das bedeutet, den Orionnebel sehen wir nicht ganz vollständig, denn der Orionnebel hat eine Ausdehnung von 1 Grad. Mit dem Okular mit einem größeren Gesichtsfeld könnte man den Nebel ganz erfassen. Nun weiß ich nicht, ob das wahre Ausmaß des Orionnebel nicht viel größer ist. Mit einer guten Optik und wenn man anstatt einer billigeren Barlowlinse einen Fokal-Extender mit mehreren Linsen verwendet, sieht man vom Orionnebel ausserhalb des Üblichen noch mehr Strukturen. Also mit meinem Maksutov habe ich den Orionnebel im ganzen gesehen und es war noch Platz drumherum, mit einer Vergrößerung von 38 fach. 

Vergrößerung bei Spiegelteleskopen und Linsenteleskopen

Bei einem Refraktor kann man mit der Vergrößerung weiter nach unten gehen, wie bei einem Spiegelteleskop nach Newton.  Sonst bekommt man im Okular dunkle Flecken gezeigt.  Die Austrittspupille beim Newton ist kleiner als bei Refraktoren und macht sich dann bei kleinen Vergrößerung störend bemerkbar. Der Fangspiegel im Tubus sogt ebenso für Abschattung, Obstruktion genannt. Weswegen man eine Teleskop mit dünnen Streben am Fangspiegel kaufen soll. 

Bei einem Fernrohr mit einer Öffnung von 6 Zoll (150mm) kann man mit einer Barlowlinse die Vergrößerung verdoppelt oder verdreifachen. Man kann bis zu 300-fach gehen oder höher, wenn man den Mond beobachtet. Diese sehr hohe Vergrößerung ist aber nicht an allen Tagen sinnvoll. Damit kann man Einzelheiten auf dem Mond gut beobachten. Für die Planeten, die bei uns doch sehr tief stehen, bringt es nicht so viel. Möchte man Planeten besser beobachten können, wäre eine längere Brennweite besser. Aber das Teleskop, das alles kann, gibt es nicht. Mit der Vergrößerung an die Grenze zu gehen, bringt nur etwas an ganz klaren Tagen, wenn das Seeing sehr gut ist. Bei der Planetenbeobachten kommt man bei 180 facher Vergrößerung bei einem 6 Zoll Newton an die Grenze. 

Wenn Sie ein kleines Teleskop mit 72 mm Öffnung und 400 mm Brennweite haben und mit einem Okular von 6 mm beobachten, beträgt die Vergrößerung 66,67. Der Mond ist recht klein. Die Mare sind sichtbar, viele Krater werden sie auf dem kleinen Mond nicht sehen. Mit der Vergrößerung weit hinaufzugehen, macht keinen Sinn. Weder auf dem Mond noch auf dem Jupiter ist etwas sichtbar. Der Mond ist verschwommen und der Jupiter genauso. Wollen wir mehr sehen, brauchen wir eine größere Öffnung und eine längere Brennweite.
Bei einem Fernrohr mit 10 Zoll darf es auch eine Vergrößerung von 600-fach sein, bei einem guten 8 Zöller 400- fach

Mit einem ordentlichen Okular sieht man mehr

Wenn man aber besser sehen will, kauft man sich lieber irgendwann  ein gutes Okular mit mehreren Linsen und einem Gesichtsfeld von mindestens 68 Grad hinzu.. Damit hat man Qualität gewonnen, denn die günstigen Okulare der Hersteller in der Anfängerkiste bringen nicht so eine gute Beobachtungsqualität. Meist sind das Okulare mit 10 und 20 mm Brennweite, egal wie lang die Brennweite bei den Teleskopen ist. Es gibt Okulare für Deep-Sky oder für Planeten.  Somit erscheint der Jupiter nicht nur größer, man kann auch in einer nebeligen Nacht noch die Bänder erahnen. Ein Okular kann ein Viertel des Teleskops kosten., darf es ein weitwinkligeres Okular sein, dass dann als 2-Zoll-Okular angeboten wird, dann kann es schon die Hälft sein. Die Okulare mit 82 Grad oder noch mehr sind oft 2 Zoll Okulare. Ein Gesichtsfeld mit 82 Grad ist mit einem 2 Zoll Okular besser zu verwirklichen. Es gibt auch Okulare mit dem Durchmesser von 3 Zoll.

Wie groß und schwer soll eine Montierung für die Fotografie sein

Eine Montierung soll so schwer sein, dass das Fernrohr bei Berührung nicht wackelt. Die Angaben der Teleskophersteller beziehen sich auf die visuelle Beobachtung sowie die Fotografie, wobei die Angaben sich unterscheiden können. 

Wollen Sie Fotografieren, können Sie von den Angaben noch ein Drittel abziehen. Mein Newton steht auf einer EQ3-Montierung. Für ein Refraktor mit 150 mm Öffnung muss es für die Fotografie die EQ5 sein, die EQ3-Montierung ist zu wackelig. Für den Newton mit der gleichen Öffnung ist die EQ3 in Ordnung. Wenn man mit der Kamer zart umgeht beim Auflösen kann das reichen. Um Nachführen zu müssen, ist die EQ5 Montierung besser, weil sie gleichmässiger läuft. Eine EQ 3 kann man mit den Gegengewichten nie so ganz ausgleichen. Da kann es passieren, dass die Achsen ungleichmnäßig laufen. Auch beim Beobachten mit hohen Vergrößerungen wakelt es ein wenig, aber wenn einem die EQ5 zu schwer ist. Man kann die EQ3 mit Motoren nachrüsten, doch es wird besser sein, sich gleich eine motorisierte HEQ5 zu kaufen.  

 Goto Montierungen

Sie sind eine Hilfe, Sterne zu finden. Wenn Sie einen Stern auf der Handsteuerbox anwählen, ist das schön. Das Display sagt Ihnen, ob der Stern zu sehen ist oder ob er unter dem Horizont steht. Aber wenn der ausgewählte Stern nicht am Himmel zu sehen ist, wird der wunderschöne Abend bald vorbei sein und man hat noch immer nicht die schönsten Objekte im Fernrohr gesehen.  Besser ist es, sich vorher zu informieren, welche Sterne sichtbar sind. Dafür gibt es Planetariumsprogramme. Schauen Sie nach bei Computerbild oder nehmen eine drehbare Sternkarte zur Hand. 

Welchen Winkel stellen wir an unserem Teleskop mit äquatorialer Montierung ein

Die äquatoriale Montierung muss in Nordsüdrichtung ausgerichtet sein. Können wir den Polarstern nicht sehen, so müssen wir das Teleskop Einscheinern. Doch das ist komplizierter und kann dauern. Einscheinern wird man nur, wenn man Fotografiert und den Polarstern nicht sieht. Das ist eine komplizierte Aktion, bei der man einen Stern auf dem Himmelsäquator suchen muss und diesen im Sucherfernrohr so einstellt, dass er genau am Äquator entlang läuft. Nur dann ist das Fernrohr exakt nach Norden ausgerichtet. 

Den Stundenwinkel hat man sich früher errechnen müssen. Er setzt sich aus der Rektaszension und der Sternzeit zusammen. Wollen wir erst einmal die dafür erforderlichen Winkel bzw. Zeiten kennenlernen: 

Den Sternhimmel mit Planetariumsprogramm Stellarium erkunden

Mit Planetariumsprogrammen kann man sich den Sternenhimmel anzeigen lassen. Damit kann man den Himmel mit Sternbildern, Sternkonstellationen von verschiedenen Erdteilen anzeigen lassen oder mit einem Koordinatennetz. Das Planetariumsprogramm Stellarium kann bei ComputerBild heruntergeladen werden. 

Einnorden einer äquatorialen Montierung mit Goto-Steuerung

Eine äquatoriale Montierung muß eingenordet werden. Mit der Handsteuerung geben Sie die Uhrzeit und den Namen einer größeren Stadt ein. Sie fahren 2 bis 3 Sterne an, die Sie mit der Handsteuerung anfahren können. Sie müssen sich erst einmal auf einem Planetariumsprogramm oder einer drehbaren Sternkarte informieren, wie der Stern heisst. Den können Sie dann im Menü der Handsteuerbox heraussuchen. Wenn Sie das erledigt haben, kann das Beobachten losgehen. Im Menü der Handsteuerung finden sich tausende Objekte für den Nord- wie für den Südhimmel. Diese sind mit der Messier-Nummer, z.B. der Orionnebel hat die Messier-Nummer M42, oder der Nummer des NGC-Kataloges eingetragen. In einem Handbuch können Sie sich über die Objekte, die Sie dann beobachten, erkundigen. Natürlich sagt Ihnen die Elektronik, dass der Stern unter dem Horizont liegt, wenn das Fernrohr nach unten zeigt, dass der Stern eben nicht zu sehen ist. Doch sie wollen an diesem Beobachtungsabend doch noch etwas am Himmel sehen, so müssen Sie sich wohl über übel ein wenig über den Sternhimmel informieren. 

Das Sucherfernrohr durch eine Kamera ersetzen

 Eine Kamera, die anstelle des Sucherfernohrs angebracht wird und in diese Nord-Südrichtung zeigen muss, fotografiert den Himmel. Die Referenzsterne, die man mit den herkömmlichen GoTo Steuerungen heraussuchen musste, denn die Software macht das selbständig. Das WiFi und die Kamera sitzen nebeneinander auf dem Teleskop. Vom WiFi geht ein Kabel in das Gehäuse der Montierung. 

Der Vorteil der Montierung mit WIFI ist, dass man dafür kein GPS benötigt. Für das GPS sind mehrere Sateliten zuständig. Können Sie das Signal nicht empfangen, weil ein Haus dazwischen ist oder sie in einem Tal sind, bekommen sie kein Signal und können so diese Technik gar nicht nutzen.  Das WIFI Modul erzeugt mit dem Handy das WIFI. Sind allerdings auf einer Starparty einige Teleskope mit WIFI zugegen, können sich die WiFis gegenseitig stören. Diese Möglichkeit bietet bis jetzt nur die Firma Celestron.

Starsense Technologie bei Fernrohren - Plate solving

Die Starsense Technologie wird bei der Firma Celestron auch bei den Dobsons verwendet. Damit kann man den Dobson von Hand - pushto - in die richtige Richtung bewegen. Das Handy wird in eine Handyhalterung gesetzt. Es sollte ein neueres Handy sein, bei Apple geht jedes. Bei der Starsense Technologie entfällt das Einnorden und das initialisieren mit 3 Sternen, wie bei der Goto-Nachführung. Die Starsense Technologie gleicht Sternenmuster ab. Um ein Alignment (Ausrichtung Nord-Süd) muss man sich nicht kümmern. 

Das Handy über den Spiegel schieben

 Ein Spiegel bildet den Himmel ab und lenkt das Bild auf die Handylinse. Der Spiegel soll einen möglichst großen Ausschnitt des Himmels aufnehmen, damit das Ganze richtig funktioniert. Das Handy wird in die Halterung gesetzt, der Schutz, der über dem Spiegel sitzt, der nach oben zeigt, nimmt man ab. Das Handy schiebt man ein wenig über den Spiegel, damit die Kameralinse des Handys über dem einen Teil des Spiegels liegt und der restliche den Himmel abbildet. Nun kann man eine Aufnahme machen. Auf dem Teleskop sitzt natürlich ein Leuchtpunktsucher, der über das Okular eingestellt wird. Am besten ist das Bild im Sucher und auf dem Handy etwa gleich groß. Danach kann man anschließend zum Beobachten ein höher vergrößerndes Okular mit einem kleineren Bildfeld verwenden. Der Ausschnitt auf dem Handy kann mit den Fingern vergrößert werden. Bewegt man das Teleskop, weiß das Gyroskop des Handys, wo es lang geht. Schwenkt man das Teleskop zu einem anderen Himmelsareal, kann das neuere Handy per Livestacking folgen. Bei einem älteren Modell muss wieder ein neues Bild gemacht werden. 

Gute Technologie: Dunkeladaption des Auges wird gestört. Wenn man den Himmel etwas kennt, das kann nie schaden. Die Pfeile auf der App zeigen einem, wohin man das Teleskop bewegen soll. 

Sterne mit Hilfe von WiFi und dem Gyroskop des Handys finden

Sicherlich haben Sie schon gesehen, dass manche Handynutzer ihr Handy an den Himmel halten und die Sterne auf dem Display angezeigt bekommen. Das Gyroskop im Innern des Handys vergleicht seine Lage in Bezug zum Himmel und zeigt auf der App, welche Sterne man am Himmel sehen würde. Das funktioniert natürlich auch am Taghimmel. Nun kann man das Teleskop in die Richtung bewegen, um den gewünschten Stern zu sehen. 

Welche Software ist nötig

Mithilfe einer App auf dem Handy oder dem Laptop finden Sie die Sterne. Für das Handy benötigen Sie das Betriebssystem iOs oder Android 7.1.2. und für den Laptop Windwos 8.1 oder 10. Mit dem Handy und dem Teleskop wird das eigenen WiFi aufgebaut, mit dem das Teleskop arbeiten kann.

Wie funktioniert ein Gyroskop im Handy

Das Handy findet die Sterne dem Gyroskop. Ein Gyroskop ist ein Kreiselkompass. Beim Handy ist dies ein Chip, mit dem sich die Lage des Handys bestimmen lässt.  Wird dieser mit einer Streckenbestimmung verbunden, kann man den genauen Standort des Handys durch GPS bestimmen.  

Mit einem WIFI Modul kann man seinen Computer mit GoTo mit dem Handy steuern.

Mit einer App (einem vollständigen Planetariumsprogramm) können Sie einfach ein Beobachtungsziel auf der Sternkarte oder in einer Liste antippen, und das Teleskop findet den Stern automatisch.
Das Teleskop lässt sich per SkyPortal alternativ auch ohne Handcontroller bedienen, selbst das Alignment ist über SkyPortal möglich. Der USB Stecker am PC ist der USB2 oder der neuere, der USB 3. Die Schnittstelle RS232 im PC ist immer noch die alte. Auf USB 2 oder 3 müssen Sie achten, wenn die Montierung mit einem Kabel vom Handcontroller verbunden wird. Betriebssystem Windows 7, 8 oder 10. Für das WIFI ist noch eine Antenne an der Montierung vorhanden, den sogenannten Dongel. Mit der Internetverbindung können Sie die Karte abrufen, um so Ihren Standort zu finden. 

Die LISA-Technologie der NASA

Ein Lost-in-Space-Algorithmus (LISA), wie ihn auch die Satelliten im Orbit verwenden, um sich korrekt neu zu orientieren, hilft der App, die von ihr erkannten Sternmuster mit ihrer internen Datenbank abzugleichen.
Verlassen sie sich aber ausschließlich auf Kompass, Gyroskope und Beschleunigungsmesser des Handys, so sind diese nicht so genau wie die LISA-Technologie sind. Keine andere App kann Ihnen genau sagen, wann Ihr Ziel im Okular sichtbar ist.

Teleskope auf Montierungen mit WIFI und Goto Steuerung

Die neueste Entwicklung bei den Montierungen ist, man kann die Montierung mit Goto und mit WIFI steuern. Diese Montierung hat kein Gegengewicht und ist somit sehr leicht. Sie wird von Skywatcher mit Newton und Maksutovs angeboten. 

Fotografieren für Anfänger

Wenn Sie anfangen wollen zu fotografieren, fangen Sie erst einmal mit dem Mond an. Sie können Ihr Handy mit einer Halterung am Okular des Teleskopes festklemmen.  Da die neueren Handys, wie die Spiegelreflexkameras mit dem Format RAW arbeiten, ist ein Anfang der Astrofotografie möglich. Mit dem beliebten Format jpg, wie es auch für Systemkameras angeboten wird, braucht man nicht erst anfangen. Die Astrofotografie wird erst mit Kameras ab 10 Megapixel aufwärts interessant.

Sollen die Bilder noch besser werden, greifen Sie zu Astrokameras oder einer Spiegelreflexkamera. Die Optik eines Handys kann nicht mit der Optik dieser Kameras mithalten, auch wenn die Bilder, die man am Tage mit dem Handy macht, recht gut sind.

Das Teleskop, dass alles kann, gibt es nicht.  Sie können mit einem Spiegelteleskop, sowie mit einem Linsenteleskop, alles sehen. Was Sie mit dem Teleskop beobachten können, hängt von der Größer des Teleskops ab und wie dunkel der Himmel ist. Fernrohre mit einer langen Brennweite, zeigt auf einem Planeten mehr Einzelheiten als ein Teleskop mit 750 mm Brennweite. Wollen Sie Deep-Sky fotografieren, sind 750 mm besser als 1200 mm Brennweite.  Sie müssen sonst zu lange belichten. 

Welche Kameras geeignet sind

Am besten verwenden Sie eine Spiegelreflexkamera oder eine Digitalkamera, eine CCD-Kamera. Die Spiegelreflex wird mit einem Ring an die Okularhülse geschraubt. Das Okular verwendet wir dafür nicht. Mit so einem T2-Ring wird die Kamera ohne Objektiv mit dem Teleskop verbunden. Achten Sie auf Ihren Kameratyp.

Damit können Sie erst einmal den Mond fotografieren. Die Belichtungszeiten sind so kurz, dass keine Nachführung nötig ist. Sie brauchen dafür nur eine ganz normale DSLR-Kamera für Tagaufnahmen. Erst wenn Sie Nebel fotografieren wollen, müssen Sie eine Astrokamera verwenden, die für den roten Anteil des Spektrums empfindlich ist, da die Nebel oft im Roten leuchten.  Wenn Sie Sterne aufnehmen wollen brauchen Sie ein Teleskop mit Nachführung, also einer Goto-Steuerung, oder ein Teleskop mit einer Montierung mit WiFi. Es gibt auch Nachführungen, auf die man die Kamera schraubt, um den gesamten Himmel fotografieren zu können. Um noch bessere Bilder zu erhalten, verwendet man eine CCD-Kamera. Diese digitalen Kameras werden seit einiger Zeit mit CMOS-Chips ausgestattet. CCD Chips werden nicht mehr hergestellt. Ein Bild besteht aus sehr viel mehr Pixeln. Eine DSLR = Spiegelreflexkamera kommt je nach Fabrikat auf 18 MB oder auf 24 MB. Zur Aufnahme der vielen Daten müssen Sie einen Laptop verwenden. 

Vollformatkameras oder nicht?

Überlegen Sie sich, wenn Sie eine Spiegelreflexkamera kaufen, ob Sie mit einem APS-C Chip, einem Format, dass einer Kleinbildkamera angepasst ist, oder mit einem Vollformatchip. Wenn Sie mit einer Vollformatkamera arbeiten, werden die Astrobilder, die direkt den Himmel aufnehmen besser. Steigen Sie auf 2 Zoll Okulare um. Der Okularhalter am Fernrohr ist dann für 2 Zoll ohne den Ring-Adapter für 1,25 " zu verwenden. Sie benötigen dann aber auch eine längere Abstandshülse, da das Bild größer wird, um scharf stellen zu können. 

Um Planeten zu fotografieren dreht man Videos. Diese werden in einem Programm wie z.B. AstroStakkert geladen. Diese Bilder werden übereinander gelegt, gestakkt, um ein sehr gutes Bild zu ergeben. Dieses Programm verwendet das TIF-Format. Sie können auch Mondbilder oder Bilder von Sternen, die kurzbelichtet wurden mit diesem Programm aufeinander legen.  Das RAW Format ihrer Kamera muß erst einmal umgewandelt werden, das geht sehr schnell mit dem Program IrfanView.

Von einem Objekt muss man mehrere Bilder schießen, um das Bild genau scharf zu bekommen. Davor bemühen Sie den LifeView Ihrer DSLR.

Nicht jedes Fernrohr ist für die Kamera mit Vollformatkamera geeignet

Der Winkel des ankommenden Lichtes, muss so groß sein, dass er den Kamerachip ausleuchten kann. Wird der Chip der Vollformatkameras nicht ganz ausgeleuchtet bis an den Rand, entsteht Vignettierung. Gut ausgeleuchtet werden diese Kamerachips gut von den Schmidt-Cassegrains mit den größeren Öffnungen. 

Spiegellose Kameras für die Astrofotografie

Die spiegellosen Kameras sind für die Astrofotografie ebenso geeignet, auch wenn sie einen APS-C Chip im Innern haben. Blickt man auf den Live-View einer Spiegellosen ist das Bild kontrastreicher, da der Weg zum Chip kürzer ist. Wenn man besser sieht, ist die Ausbeute am nächsten Tag besser. Dazu gehören Kameras wie die CANON EOS R7 und die EOS R10.

Lichtstarke Kameraobjektive

Eine Kamera hat verschiedene Blenden. Die Blenden mit den kleinen Zahlen sind die mit der größeren Öffnung. Man gibt hier auch das Öffnungsverhältnis an. Eine Kameraobjektiv mit einem Öffnungsverhältnis 1:2 ist lichtstärker als mit 1:4. In der Realität gibt es noch lichtstärkere Objektive wie  z.B.  1.:1,5.  

Um den Himmel im Dunklen zu fotografieren muss man mindestens die Blende 4 verwenden, noch besser 2.

Fernrohre für die Fotografie

Fernrohre, die für die Fotografie verwendet werden sind oft sehr lichtstark und verfügen über Öffnungsverhältnisse von f 4, oder f 2,8. Die Zahlen sind also die gleichen wie bei den Kameras.

Für die Astrofotografie werden oft Refraktoren verwendet

 Linsen bilden die Sterne schärfer ab. Das gilt schon für Ferngläser. Für die Astrofotografie werden deswegen gerne Refraktoren verwendet. Ein weiterer  Grund ist das Öffnungsverhältnis. Bei Öffnungsverhältnissen von 1:4, 1:5 oder 1:6, wie bei einem Newton, ist es nicht so einfach, sogar bei Mondfotografien, den richtigen scharfen Punkt einzustellen, auch wenn man mit den Live-View der Kamera arbeitet.  Bei einem Öffnungsverhältnis von 1:10 geht das besser. Viele Teleskope haben dafür noch einen Crayford-Auszug mit einer Übersetzung von 1:10, um das Objekt gut einstellen zu können. Fingerspitzengefühl reicht nicht immer aus. Mit der am Okularauszug angebrachten Skala kann man sich den richtigen Punkt für die Fotografie gut einstellen und dokumentieren. Natürlich liefern nur die teureren Teleskope, die dreilinsigen Apos, eine sehr gute Bildqualität.

Bei manchen Fraunhofer ist dann die Bildqualität für die Fotografie dann doch nicht so gut, was an auffälligen Farbsäumen durch Farblängs- und Farbquerfehlern auszumachen ist. Farbquerfehler zeigen sich durch gelbe und blaue Farbsäume am Rand des Okulars, die Farblängsfehler zeigen sich in der Bildmitte durch farbige Säume.

Bei Spiegelteleskopen sieht man eigentlich keine Farbsäume, es sei denn diese werden durch mehrere Linsen erzeugt, wenn man Okulare und noch zusätzlich eine Barlowlinse verwendet.

Welche Teleskope nicht mehr zu den Anfängerteleskopen zählen

Die Teleskope von Celestron wie Edge HD 8"" sind keine Anfängerteleskope. Diese Schmitt-Cassegrain Optik wird für die Fotografie verwendet. Für die Fotografie müssen Sie Reducer einsetzten, um die Brennweiten dieser Teleskope zu verringern. Der ganz einfach Grund ist, da man zum Fotografieren lichtschwacher Objekte, diese werden ja lichtschwächer, wenn die Brennweite größer ist oder man kann dies auch in Öffnungsverhältnisse ausdrücken: Öffnungsverhältnisse von 1 :10 lassen die Himmelsobjekte schwächer erscheinen, womit die Belichtungszeiten sehr lang werden. Somit werden Reducer eingesetzt, um dann die Brennweiter wieder zu reduzieren. Sie müssen für die verschiedenen Kameras unterschiedliche Adapterringe verwenden. Vielleicht muss es noch ein Flattener sein, damit die Sterne am Rand noch so rund wie in der Mitte erscheinen. Jeder Spiegel hat eine Wölbung, der Kamerachip ist plan und so tritt dieses Phänomen auf. Mit einer sehr stabilen Nachrührung und mit der richtigen Vorbereitung für nicht allzu lange Belichtungszeiten, kann es dann mal los gehen mit der Deep-Sky-Fotografie. Hinterher noch die Bildbearbeitung. Es gibt aber schon SC-Teleskope mit 5 Zoll oder 6 Zoll.

Planeten und Nebel fotografieren

Um Planeten zu fotografieren, soll man lange Brennweiten nehmen und für Nebel die kürzeren Brennweiten. Will man aber sehr kleine Nebel fotografieren, ist wegen der Vergrößerung doch wieder eine lange Brennweite nötig. Deswegen werden dann Teleskope der Bauart Schmitt-Cassegrain verwendet. Zur Nebelfotografie sind mindestens 900 mm Brennweite nötig, 1200 bis 1400 wären besser. Für das größere Auflösungsvermögen nimmt man ab besten ein Teleskop ab 8 Zoll Durchmesser. Wenn dann die Brennweite die Belichtungszeit zu sehr erhöht, kann man die Brennweite des Teleskops mit einem Reducer verkleinern, um die Belichtungszeit zu verringern. 

Planeten fotografieren - mit Planetenkameras
Für Planeten verwendet man spezielle Planetenkameras. Man dreht ein Video, um die Bilder zu bekommen. Der Planet dreht sich sehr schnell. Die Bilder werden dann gestakt und man kann an einem Bildschirm sehen, wie die Strukturen eines Planeten, wie z.B. des Mars so langsam sichtbar werden. Schaut man nur so durch das Teleskop, sieht man diese Strukturen nicht.

Planeten und Nebel fotografieren - Unterschiede

Um Planeten zu fotografieren, soll man lange Brennweiten nehmen und für Nebel die kürzeren Brennweiten. Will man aber sehr kleine Nebel fotografieren, ist wegen der Vergrößerung doch wieder eine lange Brennweite nötig. Deswegen werden dann Teleskope der Bauart Schmitt-Cassegrain verwendet. Zur Nebelfotografie sind mindestens 900 mm Brennweite nötig, 1200 bis 1400 wären besser. Wenn dann die Brennweite die Belichtungszeit zu sehr erhöht, kann man die Brennweite des Teleskops mit einem Reducer verkleinern, um die Belichtungszeit zu verringern. 

Mit einem C8, einem Schmitt-Cassegrain kann man alles fotografieren, was einem vor die Linse kommt. Das Bildfeld ist nicht sehr groß. Aber dafür sind die Mondkrater umso größer! Sie können einzelne Mondrater mit ihrer Umgebung fotografieren. Und vor allem: Sie erhalten schöne Einzelbilder!

Deep-Sky geht auch mit einem kleineren Teleskop. Die meisten Bilder werden heute nicht mehr langzeitbelichtet. Die Aufnahmen werden übereinandergelegt. Damit vermeidet man die Langzeitbelichtung. Um doch dem Himmel alle Geheimnisse zu entlocken durch eine lange Belichtungzeit setzt man das Teleskop auf eine genau nachführende Montierung, die so ein schweres Teleskop gut tragen kann und die gleichmäßig nachführt. 

 Astrofotografie mit verschiedenen Teleskopen

Was zum Newton zu sagen wäre - wieso Refraktoren für die Astrofotografie

Die Sterne sind in Refraktoren etwas schärfer abgebildet, als mit einem Newton. Das ist eigentlich kein Mangel, wie oft beschrieben wird. Der Newton bildet nur in der Bildmitte scharf ab. Zu den Rändern hin ist das Bild unscharf.  Wen das stört, kann einen Field Flattener einsetzen. Beim visuellen Beobachten stört dies nicht, bei einer Aufnahme fallen die Verzerrungen am Rand auf. Für Sterne scharf bis an den Rand werden  Apos verkauft, um mit einer kurzen Belichtungszeit gute Ergebnisse erzielen zu können. Die besten Apos bestehen aus 3 Linsen, haben aber ihren Preis.

Newton zum Beobachten und Fotografieren oder Newton nur zum Fotografieren

Beim Newton ab einem Öffnungsverhältnis ab f 4 und drunter, muss der Hauptspiegel und der Fangspiegel ganz genau auseinander abgestimmt sein und jede Ecke des Bildes keine Verzerrung mehr aufweist. Dann ist man vor der Aufnahme damit beschäftigt, den Spiegel zu Kollimieren. Bei einem Öffnungsverhältnis von f 5 ist das dann nicht mehr so kritisch. 

Fotografieren geht mit dem Newton 

Die meisten Newton heutzutage sind für die Astrofotografie ausgerüstet. Das heisst, der Fangspiegel ist größer. Bei einem kleinen Fangspiegel wird das Bild im Okular zu klein, um es auf den Kamerachip zu bekommen. Die Streben für den Hilfsspiegel sind dünn, damit sie nicht zu sehr abschatten. Der Fangspiegel ist bei speziellen Fotonewton größer und der Hersteller liefert den Flattener gleich mit. 

Das mit dem Koma

Die Sterne sehen aus wie ein Komet, kommt von den Verstrebungen des Fangspiegels. So werden die Streben in Richtung des Hauptspiegels dünn gebaut. Sie sind nicht rund, wie bei Fernrohren früherer Jahre. Wenn die Krater des Mondes verzogen sind, nützt auch das Nachbearbeiten mit den Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop, Affinity oder PixInsight nichts.

Mit einem Komakorrektor und einem Flattener, beides wird manchmal kombiniert, werden die Sterne bis zum Rand rund und die Bildecken scharf abgebildet. Der Komakorrektor muss für das Öffnungsverhältnis des Newtons ausgerichtet sein. Er ist für Kamerachips aller Größen verwendbar. Auch Fotografieren mit CCD-Kameras und speziellen Planetenkameras für Planeten ist möglich. Um die Bilder bis in die Ecken gut abzubilden ist der Flattener zuständig. 

Wenn Sie ein scharfes Bild haben wollen, ist ein kleiner ED-Refraktor ratsam. Das Bild ist bis an den Rand scharf. Diese Teleskope von Skywatcher ED 72, 80 und 100 sind für die Fotografie bestens geeignet, für alle Kameraformate. Die zu verwendete Abstandshülse muss mindestens 41 mm betragen (35 mm und 6 mm), um fokussieren zu können.

Der Flattener  ebnet das etwas gekrümmte Bild von Spiegelteleskopen. 

Kollimieren des Hauptspiegels bei einem Newton

Sollte der Hauptspiegel und der Fangspiegel nicht genau aufeinander ausgerichtet sein, wird der Hauptspiegel nachjustiert. Auf dem Hauptspiegel sitzt genau in der Mitte ein kleiner Ring. Die Achse des Fanspiegels soll auf die Achse des Hauptspiegels ausgerichtet sein. Dafür verwendet man einen Laser, bei Nacht, und am Tag eine Justierokular. Denn wenn man seinen Newton im Auto transportiert hat, könnte sich der Hauptspiegel verstellt haben. Anleitungen wie man mit einem Laser kollimiert, gibt es im Internet. Das Okular hat ein kleines Loch mit einem Fadenkreuz. Der kleine Ring, den Sie jetzt sehen, muss ganz genau im Fadenkreuz sein. Man dreht vorsichtig die Schrauben am Hauptspiegel.

Die Newtons, die man kauft, müssen nicht extra kollimiert werden. Kunden fragen oft danach, weil in Foren darüber diskutiert wird, dass man ein Fernrohr erst einmal kollimieren muss. Oder dass die Optik nicht ganz zusammenpasst, versoannt ist. Das kann mal vorkommen. Doch diese Maßnahmen machen aus einem günstigen Teleskop noch keine Spitzengerät. 

Warum sitzt der Fangspiegel bei manchen Newton nicht ganz in der Mitte

Bei Newton mit einem Öffnungsverhältnis von f/5 sitzt der Fangspiegel nicht ganz mittig zum Hauptspiegel.  Das ist die Off-Axis-Methode, um alle Strahlen auf den Fangspiegel zu lenken. Bei Newtons mit höherer Brennweite sitzt der Fangspiegel in der Mitte. Man muss beim Kollimieren also nur darauf achten, dass das Ringlein, das in der Mitte des Hauptspiegels sitzt, ganz in der Mitte des Fadenkreuzes des Justierokulars sitzt. Wenn man den Fangspiegel- und den Hauptspiegel aufeinander ausrichtet, wird nur an den Schrauben des Hauptspiegels gedreht. Die Schrauben des Fangspiegels außen am Tubus niemals lösen!

Mond, Planeten und Sternhaufen - die ersten Schritte für den kleinen Forscher

Der Mond ist ein lohnendes Objekt für Kinder. Manchen Sternhaufen und Doppelstern gibt es zu entdecken. Meist werden dazu noch zwei Okulare für eine kleinere und eine höhere Vergrößerung geliefert und das Beobachten kann beginnen. Für Kinder werden oft Refraktoren empfohlen, da die Kinder für das Newton-Spiegelteleskop auf einen Stuhl steigen müssten, um in das Okular schauen zu können.  

Fernrohrland  https://www.fernrohrland-online.de  Hier wird man beraten. Hier kann man Ihnen erklären, was man mit welchem Teleskop sehen kann und welches Zubehör sinnvoll ist, um das optimale aus dem Teleskop herausholen zu können. Eben Fernrohrland und der Himmel kommt näher