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Sternkarte des Monats   

Achten Sie auf https in der Zeile. Meine Seite gibt es auch unter http. Diese ist nicht sicher und nicht von mir.

Sternkarte im Juli

Die Angaben für die Sterne, Planeten und den Mond gelten für den 50zigsten Breitengrad.

Mit der Sternkarte des Monats, von Hand gezeichnet, finden sie schnell die Sternbilder und Planeten und dem Laien bekannte Sterne. Sie bekommen Informationen über Sternbilder, die Ihre App nicht liefert. Die Sternbilder der Apps sind oftmals nicht beschriftet. Die Mondauf- und untergänge gelten für den 48zigsten Breitengrad.

Wie orientiere ich mich am Himmel mit dieser Sternkarte auf dem Handy

Auf der Sternkarte  ist unten Süden, links Osten, rechts Westen, oben  Norden. Halten Sie ihr Handy über den Kopf.  Sie sehen die Sternbilder auf der Zeichnung, wie sie am Himmel stehen. Stehen Sie in Richtung Süden, stehen die oberen Sternbilder hinter ihnen: Den Großen Wagen haben Sie im Rücken. Im Süden sehen Sie die Sternbilder, die unten am Rand stehen.  Die Sternbilder, auf der Karte in der Mitte, stehen hoch oben am Himmel.

Übrigens: Für die visuelle Beobachtung ohne Goto müssen Sie ein Fernrohr nicht einnorden. Sie visieren den Stern mit geöffneten Klemmen der Montierung an. Mit den biegsamen Wellen verfolgen Sie den Stern. Einnorden kann manchmal lange dauern. Da hat der Kenner der Sternbilder, sein Objekt der Begierde schon gefunden. Sternhaufen, die Sie in der Stadt nicht finden, können Sie mit einer Goto-Steuerung auch nicht sehen, wegen der Helligkeit.

Die Sterne über Stuttgart im Juli

Im Juli werden die Nächte langsam wieder dunkler. Leider spielt das Wetter nicht so mit. Das beeinflusst nicht nur die Astronomie in Stuttgart, sondern auch die Fußball EM. In Stuttgart kann es genauso stark regnen, wie im Westen Deutschlands. Das ist neu, dass es in Stuttgart so stark regnet.

Die Sterne im Juli Die Sterne im Juli










Sternbilder im Juli über Stuttgart

Das Sommerdreieck Schwan, Adler, Leier steht hoch über unseren Köpfen. Östlich der Milchstrasse, zwischen Schwan und Adler kann man in der Stadt mit einem Fernglas den Delfin entdecken. Schön zu sehen sind das Schild und der Schütze mit seinen zahlreichen Sternhaufen und Nebeln nahe am Südhorizont. Die meisten sind unter einem dunkleren Himmel ausserhalb der Stadt zu sehen.  Weiter im Westen funkelt der rote Antares im Skorpion. Darüber steht der Schlangenträger, der die Schlange trägt. Ein in der Stadt nicht immer so gut sichtbares Sternbild. Darüber die Sommersternbilder Herkules, die Nördliche Krone (in der Stadt mit dem Fernglas) und der Bärenführer (Bootes) mit dem auffälligen Arkturus. Am Horizont die unscheinbare Waage, die Jungfrau im Westen. Die weiße Spika in der Jungfrau ist schon untergegangen. Das Haar der Berenike ist in dem Dunst am Horizont nicht mehr zu sehen, sowie Deneb im fast untergegangen Löwen im Nordwesten.


Im Norden zeigt die Deichsel des Großen Wagens nach Westen auf den Arkturus. Fast am Nordpunkt sehen wir die Kapella des Fuhrmanns. Der Perseus geht im Südosten. Die Andromeda steht im Nordosten, sowie der Pegasus. (ein ausgedehntes Viereck) Diese Sternbilder gehören zu den Herbststernbildern. Tief am Horizont findet man die Fische, dem schließen sich der Wassermann und der Steinbock an.

Polarlichter über Stuttgart

Um 22:30 Uhr MESZ am 11. Mai 2024 wurde der Himmel im Norden plötzlich zart dunkelrot. Das Schauspiel dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Vorhang des Polarlichtes erstreckte sich von Osten bis Nordwest ganz hoch in den Zenit. Die Sterne schienen nicht durch den Schleier. Das Schauspiel dauerte nicht lange zu sehen, bis im Nordwesten nur noch ein rötlicher Streifen zu sehen war. Die Sonne ist so aktiv, dass man Polarlichter weiter südlich sehen kann. In den letzten Monaten waren Polarlichter in Hamburg zu sehen, doch nicht so weit im Süden. Die Sonne erreicht gerade ihr Maximum ihres 11-järigen Zyklus. 

Flecken auf der Sonne

Auf der Seite Astrowetter findet man wertvolle Daten über die Sonne. So findet man Daten über die Aktivität der Sonne. Die Sonnenaktivität war in den 80ziger Jahren stärker. Die Fleckenzahl auf der Sonne ist seit der letzten Periode geringer. 

Beobachtung des Mondes

Die Auf- und Unterganszeiten für den Mond sind in Mitteleuropäischer Zeit angegeben. Für die Sommerzeit muss man noch eine Stunde dazurechnen.

Der Terminator trennt  die beleuchtete Fläche des Mondes von der unbeleuchteten

 Der Terminator trennt die beleuchteten Seite des Mondes von der Nacht. Der Terminator wandert im Laufe eines Monats über die Mondoberfläche und zeigt neue Details. Steht der Terminator in der Nähe eines Gebirges, oder einer Wallgebirges eins Kraters, so wird das Gebirge Schatten und man kann die Strukturen sehr gut sehen. 

 Heute 15. Juli 2024  10 Tage nach Neumond 

Mondaufgang: 14:48 Uhr MEZ Monduntergang: 23:53 Uhr

Alle Mondbilder wurden mit meinem 6 Zoll Newton, Brennweite 750 mm gemacht und mit Photoshop von mir bearbeitet. Kamera: Canon 500 D.

Mond 1 Tage nach Neumond

Mond 1 Tag alt Mond 1 Tag alt

Die schmale Sichel des Mondes steht am Abend am Westhimmel. Die dunklen Mare sind auf dem noch unbeleuchteten Teil mit einem Fernglas gut zu sehen, mit einem Teleskop natürlich noch besser.





Mond 2 Tage nach Vollmond

Mond 2 Tage nach Vollmond Mond 2 Tage nach Vollmond

Das Mare Crisium ist nur noch zur Hälfte zu sehen. 







3 Tage vor Vollmond

Mond Krater Schiller Mond Krater Schiller

Am Samstag, den 22. Juni ist um 02:08 Uhr MEZ ist Vollmond. Taucht 3 Tage vorher auf der rechte Seite der auffällig  längliche Krater Schiller, ist bald Vollmond.







Mond 10 Tage alt









Neumond 05. Juli, Erstes Viertel 13. Juli, Vollmond 21. Juli, Letztes Viertel 28. Juli

Das Alter des Mondes ist nicht immer ganz genau auf den Aufnahmen anzugeben. Es kommt darauf an, wann Vollmond war oder sein wird. Vollmond kann schon am Tag gewesen sein. Wenn wir spät am Abend den Mond aufnehmen, kommen am Mare Crisium auf der anderen Seit schon wieder die Krater hervor. 

Die Apenninen gibt es nicht nur in Italien, sondern auch auf dem Mond

Die Landestelle von Apollo 15 erkunden: Apollo 15 ist in der Nähe der Hadley Rille gelandet. Sie liegt auf auf der Innenseite des Apenninengebirges.
Die Gebirge der Alpen und die Apenninen sind am Rande des Terminators (Trennlinie zwischen beleuchteter Mondseite und Nacht) sieht man unten die Alpen und im Bogen neben dem Mare Tranquillitatis das Apenninengebirge.

Mond 6 Tage alt







Bürgerliche Dämmerung

Wenn die Sonne 6 Grad unter dem Horizont steht, spricht man von der bürgerlichen Dämmerung. Die bürgerliche Dämmerung ist am 31. Mai um 04:33 Uhr MESZ.

Sternbilder in der Stadt beobachten

Die horizontnahen Sternbilder sind in der Stadt nicht immer so gut zu sehen, durch den Lichtkegel, der zu uns herüberstrahlt. Das Sternbild Skorpion mit seinen helleren Sternen kann in der Stadt im Sommer gut gesehen werden. Der Rabe oder die Wasserschlange, sowie der Becher stehen so nahe am Horizont und sind in der Stadt keine so auffälligen Sternbilder. Der Löwe fällt an den beiden Sternen Regulus und Denebola auf, sowie der Bootes durch seinen hellen Arkturus. Natürlich findet man den Großen Wagen und wenn es klar ist, kann man den Großen Bären im Gesamten sehen. Die Kassiopeia fällt auf und der Perseus, im Sommer der Schwan. Mit einem zweifach vergrößernden Fernglas wird  die unscheinbaren Sternbilder sehen können. Darunter fallen der Hase unterhalb des Orions oder die Nördliche Krone zwischen Bootes und Herkules. Vom Kleinen Wagen findet man die beiden hinteren Kastensterne und den Polarstern, den Drachen muss man suchen. Die Giraffe und den Kepheus findet man mit einem schwachen Fernglas. Die Plejaden sind gut zu erkennen, die Hyaden, die Praesepe im Krebs hingegen ist wieder dem Fernglas vorbehalten.

Die einzigste Galaxie in der Stadt, die man immer findet, ist M31 in der Andromeda. (steht jetzt weit im Westen).Der Orionnebel geht mit dem Fernglas und kann bei klarem Himmel und guten Augen ganz ohne Optik beobachtet werden. 

Sternhaufen und Doppelsterne für das Fernglas in der Stadt

Im Großen Wagen kann man in der Deichsel die beiden Doppelstern Alkor und Mizar beobachten. Ddas Doppelsternsystem ist vierfach, doch das bleibt einem Teleskop überlassen. Ein weitere Doppelstern ist Epsilon Lyra. Er fällt einem schon auf, wenn man den Ringnebel in der Leier M57 sucht. Dieser liegt zwischen den beiden Kastensternen gegenüber der Wega. M57 kann am 6 Zoll gut gesehen werden.

Die Milchstrasse steht nun zu Mitternacht weit oben, um 23 Uhr MESZ im Osten. Damit kann man den Doppelsternhaufen Phi&Chi zwischen Kassiopeia und Perseus mit einem 10x50 Fernglas finden. 

Ein Kleiderbügel am Himmel

Ct399, der Kleiderbügel liegt in der Nähe des Doppelsternes Albireo im Schwan. Mit einem Fernglas ab 50 mm Öffnung sind sie dabei. Albireo ist ein Doppelstern im Schwan gegenüber von Deneb. Dieser ist in einem Teleskop von 4-6 Zoll zu sehen. 

Wer mit einem Fernglas durch die Milchstrasse streift kann am nördlichen Ende des Schwans einen kompakten Sternhaufen entdecken. Mit einem Fernglas von mindestens 10x50, in der Stadt mit einem Fernglas von 17x70 kann man den Sternhaufen entdecken: M39.

Was sieht man am Himmel- Planet oder Stern?

Ein Planet leuchtet ruhig.  Ein Stern flackert.  Der Planet wird von der Sonne angestrahlt. Sein Licht geht ruhiger durch die Atmosphäre der Erde als das Licht eines Sternes.

Warum ist das Seeing trotz klaren Himmels nicht gut?

Das kann daran liegen, dass die Winde oberhalb von 40.000 Metern recht stark wehen. Ist der Wind in der Nähe des Erdbodens stärker, ist die Luft klarer. Zu viele Turbulenzen dort oben beeinflussen das Höhenseeing.

Ein heller Stern am Himmel - kann es die ISS sein?

Sehen Sie einen hellen Stern am Himmel, heller als die anderen Sterne vermutet man ein nahes Objekt. Raumsonden bewegen sich über den Himmel. Besonders helle Punkte, so hell wie die Wega und noch alle in einer Reihe, das sind die Starlinks vom Elon Musk. Sie stehen tief am Himmel. Die ISS kommt zu bestimmten Zeiten von Nord-Westen und fliegt quer über den Himmel. Sie wird von der in weiter westlich liegenden Ländern untergehenden Sonne angestrahlt. Wenn die ISS dann hoch oben ist, verschwindet sie im Dunkel. Doch ist der Stern sehr hell, kann es ein Planet sein. Zu Mitternacht wird es der Jupiter sein, nur kurz nach Sonnenauf oder -untergang ist es die Venus

Planeten im Juli 

Merkur und Venus nicht mehr zu sehen. Mars und Uranus treffen sich am 15. Juli im Tor der Ekliptik. 31. Juli begegnen sich Mond und Jupiter

Die angegebenen Zeiten beziehen sich auf die Mitteleuropäische Sommerzeit.

Merkur ist noch am besten in der ersten Juliwoche zu sehen. Zu Ende der bürgerlichen Dämmerung um 22:15 Uhr MESZ (wenn die Sonne 6 Grad unter dem Horizont ist) steht er 3,5 Grad über dem Nordnordwesthorizont. Seine Helligkeit beträgt -0,2 mag. Merkur ist bei ganz klarem Himmel mit einem Fernglas zu entdecken. Am 7. Juli steht der 1,8 Tage alte Mond neben Merkur. Der Mond befindet sich 2 Grad nördlich von Merkur. Am 22. Juli, wenn Merkur seine größte Elongation (Winkelabstand von der Sonne) erreicht, ist er kaum wahrnehmbar.

Venus hatte am 4. Juni ihre obere Konjunktion passiert (sie steht dann hinter der Sonne). Danach ist der Winkel zwischen der Sonne und der Venus immer noch klein und die Ekliptik steht im Sommer so flach zum Horizont, dass die Venus in der Dämmerung immer noch nicht zu sehen ist.

Mars wandert vom Morgenhimmel vom Sternbild Widder in den Stier. Am 1. Juli geht er um 02:14 MESZ Uhr auf, am 31. Juli schon eine Stunde früher. Seine Helligkeit nimmt von 1,1 mag auf 0,8 leicht zu und ist aufgrund seines früheren Aufgangs immer besser zu sehen. Am Ende des Monats finden wir den Mars 35 Grad über dem Osthorizont. Am Morgen des 15. Juli treffen sich Mars und Uranus im Goldenen Tor der Ekliptik. Das Goldene Tor der Ekliptik wird von den Sternhaufen der Plejaden und der Hyaden gebildet. Mars und Uranus kommen sich auf 40 Bogenminuten nahe. Der Gasriese Jupiter nähert sich dem roten Planeten bis zu Monatsende immer weiter an. Vom 30. auf den 31. Juli wandert der Mond nördlich des Mars vorbei.

Jupiter ist -2,1 mag hell. Er steht am Morgen im Sternbild Stier 4,5 Grad nordwestlich des rötlichen Aldebaran im Stier. Seine Aufgangszeiten sind am 1. Juli 03:15 Uhr, am 31. Juli 01:37 Uhr MESZ. Ab der zweiten Monatshälfte steigt Jupiter 15 Grad über den Horizont, so dass seine Bänder mit einem Teleskop zu beobachten sind. Die Sichel des abnehmenden Mondes nähert sich am 31. Juli dem Jupiter.

Saturn wandert rückläufig durch das Sternbild Wassermann. Er dominiert die zweite Nachthälfte. Der Ring des 0,8 mag hellen Gasplaneten ist nur 2 Grad geöffnet. Seine Monde sind entlang der Äquatorebene aufgereiht. Durch den nur schmalen Rand ähnelt der Anblick des Jupiters mit seinen Monden. Anfang 2025 verschwindet der Ring. Wir schauen dann genau auf die Kante des Ringes. Saturn geht am 1. Juli um 00:32 Uhr auf, am 31. Juli um 22:32 Uhr. Der abnehmende Mond begegnet am Morgen des 25. Juli dem Ringplaneten Saturn.

Uranus steht im Sternbild Stier 5,5 Grad südwestlich der Plejaden (M45). Der 5,8 mag helle Planet begegnet am Morgenhimmel dem roten Kriegsgott. In einem Teleskop erscheint Uranus bei entsprechender Vergrößerung als grünliches Scheibchen.  Am 1. Juli geht Uranus um 2:35 Uhr MESZ auf, am 15. Juli um 01:41 Uhr, am 31. Juli um 01:36 Uhr.

Neptun kehrt am 2. Juli seine Bewegungsrichtung im Sternbild Fische um. Er beginnt eine rückläufige Schleife und bewegt sich westwärts. Der 7,8 mag helle Planet geht um 00:46 Uhr auf, am 31. um 22:44 Uhr.

Meteoriten im Juli über Stuttgart

Am 5. Juli ist Neumond. So können die Alpha-Capricorniden (Ausgangspunkt im Steinbock) ab dem 3. Juli beobachtet werden. Dieser Meterostrom kann bis Anfang August beobachtet werden und hat am 31. Juli sein Maximum. Die Meteore können ab dem frühen Morgenstunden um 01 Uhr MESZ im Südosten beobachtet werden.

Die bekannten Perseiden (Radiant im Perseus) können im Juli beobachtet werden. Die Meteore sind ab den Morgenstunden zu beobachten. Ende Juli ist der Mond wieder im Letzten Viertel und die Meteore können besser beobachtet werden. Die Perseiden haben ihr Maximum am 14. August.

Kometen im Juli über Stuttgart

13P/Olbers steht im Juli flach am Abendhimmel im Luchs. Er bewegt sich dann durch den Kleinen Löwen zum Großen Bären. Seine Helligkeit fällt von 6,5 mag auf 7,5 mag im August.