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 Sternkarte des Monats


Der Sternhimmel im September

Der Sternhimmel im September












Die Herbststernbilder Andromeda, Widder sind aufgegangen. Der helle Arkturus im Bootes verabschiedet sich. Der Schütze steht weiter im Westen. Der Skorpion fehlt. Die Nächte werden nun wieder dunkler. Wir können mit einem Fernglas wieder die Sternhaufen Plejaden oder die Hyaden zu früherer Nachtstunde beobachten Der Kugelsternhaufen M13 steht im Westen. Im Schützen kann man noch die vielen Nebel und Sternhaufen beobachten. Im Südsüdwesten blinkt Formaldehaut im Südlichen Fisch. Der Steinbock, Wassermann, der Walfisch erstrecken sich von Süden nach Osten. Der Kugelsternhaufen M30 im Steinbock mit einer Helligkeit von 7,2 mag kann gut in einem mittleren Teleskop beobachtet werden. 

Sternhaufen in der Kassiopeia 

In der Kassiopeia findet sich viele Sternhaufen. Solche sind der Eulenhaufen, Caroline's Haystack, M52, M103. Zwischen dem mittleren Stern des Himmels-W und dem Stern in Richtung Süden finden sich zahlreiche Sternhaufen und Nebel. Berkeley 58 ist als Schleier zu sehen. 

Geht man von Gamma Kassiopeia, der tiefsten Stelle des Kassiopeia-M nach Osten, finden sich dort gedrängt mehrere Sternhaufen. NGC146, NGC133, King 14 und der kleine Pothier 7. NGC146 ist ein dichter runder Sternhaufen, den man schon in einem Fernglas als Nebel sehen kann. Wechseln wir zu Beta Cassiopeia nach Osten, stehen auch dort aufgereihte Sternhaufen. Berkeley 58, NGC7790, NGC 7788, Frolov I und Harvard 21, King 12. Diese Sternhaufenkette kann mit einem kleinen Fernrohr gut fotografiert werden. 

Galaxien in der Stadt

Die einzige Galaxie, die man unter einem Licht verschmutzten Himmel sehen kann, ist der Andromedanebel. Der Andromedanebel M31 und M33, die schwächere Galaxie im Dreieck, stehen in einer angenehmen Höhe. CR399 der Kleiderbügel mit einem Fernglas, wenn wir nach Südosten gehen. Dies ist eine in einem Fernglas gut sichtbare Sternformation von gleich hellen Sternen, die an einen Kleiderbügel erinnert. 

Noch einmal in der Region des Schwan beobachten

Schwan, Leier, Eidechse im August

NGC 6992 und NGC 6960 sind Galaxien. Zwischen der Eidechse auf halber Strecke zum Hauptstern des Schwans Deneb finden wir den offenen Sternhaufen M39, den man mit einem 10x50 Fernglas am besten sehen kann. Zwischen den beiden Kastensternen M57, Ringnebel in der Leier, der erst mit 150 mm Öffnung zu sehen ist.

Der Schwan, Leier, die Eidechse

Die Eidechse ist ein kleines unscheinbare Sternbild, dass nicht vielen bekannt ist. Man findet sie am Rande der Milchstrasse oberhalb des Hauptstern des Schwans.

 

Alle Gasplaneten in der Nacht zu sehen

 

Der Uranus steht unterhalb des  Widders. Jupiter und Saturn stehen je an einem Ende im Steinbock und Neptun hält sich im Wasserman auf.

Venus Abendstern. Mars, Merkur unsichtbar 

Merkur steht am 14. September in östlicher Elongation. Trotz einem Abstand von der Sonne von 28 Grad ergibt sich keine Abendsichtbarkeit. Merkur steht südlich der Ekliptik, die im Herbst sehr flach zum Horizont steht.  

Venus steht östlich von der Sonne. Der helle Abendstern kann im Südwesten mit einem Fernglas oder wenn man von einem Berg schaut auch mit dem bloßen Auge gesehen werden. Vom 9. Zum 10. September wandert der zunehmende Mond an der Venus vorbei.  

Mars nicht zu sehen. Er nähert sich seiner Konjunktion am 8. Oktober  

Jupiter stand im August in Opposition und ist Planet der Nacht. Er kann in der Abenddämmerung im Südosten mit einer Helligkeit von -2,8 mag gesehen werden. Jupiter ist auffälliges Objekt der Nacht. Seine Bänder sind in der Nacht, wenn er noch höher am Himmel steht, besser zu erkennen. Doch das Spiel der Jupitermonde kann nach 21 Uhr gesehen werden. Am 1. September kulminiert Jupiter mit einer Höhe von 26 Grad um 00:32 Uhr MESZ und am Monatsletzten um 22:27 Uhr. Damit wird er immer besser beobachtbar, da er aus dem Dunst des Horizontes hoch gestiegen ist.  

Saturn steht zur selben Zeit etwas westlich von Jupiter. Er steht im Steinbock. Mit einer Helligkeit von -0,4 mag ist nicht so hell wie der Jupiter.  

Uranus steht noch immer im Widder. Der 5,7 mag helle Planet geht am 1. September um 22:01 Uhr auf, zu Ende des Monats erscheint Uranus schon um 20:10 Uhr.  

Neptun steht am 14. September im Sternbild Wassermann an der Grenze zu den Fischen und erreicht seine Opposition. Der nur maximal 7,7 mag helle Planet kann die ganze Nacht beobachtet werden. Er kann mit einem Fernglas oder am besten mit einem Teleskop mit Goto-Steuerung in der Stadt gefunden werden. 

Sternhaufen am Morgen mit dem Fernglas im Osten

Morgens um vier ist der Orion im Osten aufgegangen. Damit kann man den Orionnebel betrachten. Über dem im Osten ausgestreckt liegenden Himmelsjäger stehen die Hyaden Im Stier und darüber die Plejaden im Perseus. Die Kassiopeia steht ganz oben im Zenit. Nun kann man zwischen der Kassiopeia und dem Perseus den Sternhaufen Phi&Chi mit dem Fernglas aufsuchen. Der helle Stern etwas weiter unterhalb, die Kapella, gehört zum Fuhrmann. Zwischen dem Fuhrmann und den Zwillingen sind noch weiter Sternhaufen zu finden. 

Meteoriten im September

Die September-Perseiden, die Epsilon-Perseiden könnten in der Nacht vom 8. auf den 9. September und in der darauffolgenden Nacht beobachtet werden. Die Neumondnacht bietet optimale Beobachtungsbedingungen. 

Zu Beginn des Monats sind die Aurigiden aktiv. Die südlichen Tauriden können schon im September beobachtet werden. Ihr Maximum haben sie im Dezember.  

Wieder ein heller Komet? Mehrere Kometenströme sichtbar

Der Komet C/2021 A1 (Leonhard) könnte sich im Dezember zu einen freisichtigen Objekt entwickeln. Es wird eine Helligkeit von 4 mag vorhergesagt, wenn Leonhard in seinem Perihel ist. Für Besitzer größerer Teleskope beginnt jetzt die Saison. 

Die Sterne im Oktober

Im Oktober können wir alle Sternhaufen sehen wie, die Plejaden, die Hyaden, den Doppelsternhaufen Phi &Chi zwischen Perseus und Kassiopeia. In der Kassiopeia findet man mit einem größeren Teleskop noch ein paar Sternhaufen und Galaxien. Von den Zwillingen im Osten zum Fuhrmann hinauf stehen die Sternhaufen M 35, M36, M37. In der Andromeda findet sich bei der Galaxie M31, M32 und M110. Daneben M33 im Dreieck.  



















Die Planeten im Oktober

Merkur steht am 9. Oktober in unterer Konjunktion. Er entfernt sich von der Sonne und erreicht am 25. Oktober seine größte westliche Elongation von bescheidenen 18,4 Grad. Doch da die Ekliptik im Herbst in einem steilen Winkel den Horizont im Osten schneidet, ergibt sich die beste Morgensichtbarkeit des Jahres. Zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung um 7:30 Uhr MESZ steht die Venus 10 Grad über dem Horizont über dem Ostpunkt. Die scheinbare Helligkeit steigert sich von 0,8 mag auf -2,5 Ende Oktober.

Venus steht am 29. Oktober 47 Grad von der Sonne entfernt. Größte Östliche Elongation am Abendhimmel im Westen und erreicht eine Helligkeit von -4,5. Venus steht recht tief im Westen, wegen der flachen Ekliptik im Westen im Herbst. Um 18:35 steht sie nur noch 7 Grad hoch. 

Mars ist im Oktober unbeobachtbar.

Jupiter steht im Steinbock am Abend. Er ist die ganze Nacht zu beobachten. Seine Helligkeit beträgt -2,5 mag und bietet für Beobachter und Fotografen immer einen schönen Anblick. Schon in kleinen Teleskopen und einem Fernglas kann man die Jupitermonde beobachten.  

Saturn steht westlich, auf der anderen Seite des Sternbildes Steinbock. Mit seiner Helligkeit von 0,6 mag ist er weniger auffällig. Am 14. Oktober nähert sich der Mond dem Saturn.

Uranus wird am 5. November seine Opposition erreichen. Der 5,7 mag helle Planet kann bequem im Widder aufgefunden werden sogar in der Stadt. 

Neptun Der bläuliche Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Der Gasplanet mit einer Helligkeit von 7,7 mag wird in der Stadt nicht so leicht zu finden sein. Er steht im Sternbild Wassermann. 

 
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