Sternkarte des Monats online
Sternkarte des Monats August 2025 online
Die Angaben für die Sterne, Planeten und den Mond, Kometen, Meteoriten gelten für den 50zigsten Breitengrad. Sternkarte des Monats mit Beschreibung für den Anfänger der Astronomie
Mitte August am Morgen um 4 Uhr sieht man die Winter- Sommer- und Herbststernbilder und Planeten
Morgens um 4 Uhr steht der Orion schon so hoch, dass man den Orionnebel beobachten kann. Der Stier zeigt sich mit den Hyaden und darüber funkeln die Plejaden. Die Andromedagalaxie ist nun noch oben am Himmel. Über dem Orion die Zwillinge, dort stört noch der abnehme Mond, um die Sternhaufen M35 bis M37 zwischen dem Fuhrman und den Zwillingen mit dem Fernglas zu beobachten. Im Westen stehen die Sommersternbilder Schwan und Leier. Neben dem Schwan kann man mit dem Fernglas den Kleiderbügel. Der Saturn steht hoch im Süden und warten wir ein wenig, können wir noch gleich den Jupiter und die Venus hoch im Osten beobachten.
Unter den Sternen trifft man Riesen
Die bläuliche Wega in der Leier ist ein Riesenstern. Ein noch junger Stern. Doch wir können einen alten Riesen beobachten: Beteigeuze im Orion. Er machte Schlagzeilen, er werde bald zu einer Supernova werden. Doch er hatte nur Gas aus seinen oberen Schichten abgestoßen und sich verdunkelt. Der Aldebaran im Stier ist ein roter Riese, ein Riese ist der Arkturus im Bootes.
Mit einem astronomischen Fernglas 17x70 kann man sämtliche Nebel und Sternhaufen beobachten
Mit einem Fernglas 8x42, oder mit einer Öffnung von 50 mm kann man in der Stadt so manches Deep-Sky Objekt beobachten. Nicht nur den berühmten Orion-Nebel, (der Orion-Nebel liegt im Schwertgehänge des Orion) sondern auch den Andromeda-Nebel. Im Sommer findet man nicht so viele Nebel, die man in der Stadt mit einem Fernglas anschauen kann. M57, der Ringnebel in der Leier, ist in der Stadt nur mit dem Teleskop beobachtbar. In der Nähe des Schwan findet mit dem Fernglas ein Gebilde, das an einen Kleiderbügel erinnert, Cr399.
Lichtverschmutzung in der Stadt
In der Stadt sieht man immer weniger Sterne. Doch es geht auch anders. Wenn die Beleuchtung der Straße erneuert wird und die Lampen ihr Licht nach unten auf die Straße lenken. Dann herrscht darüber Dunkelheit. Das Licht wird nicht mehr unnötig nach oben gestreut. Die trockene Luft im Sommer und das Licht, das weiter unten bleibt, verhalf dem Astronomen dazu, am Himmel mehr Sterne zu erkennen.
Andromeda mit M31, Fische, Wassermann
Doppelsterne in Fernglas und Teleskop
Sucht man die bläuliche Wega, trifft man auf Epsilon Lyrae, einem Doppelstern in der Leier. Albireo, ein Doppelstern im Schwan, einer blau, der andere orange sieht man in der Stadt mit einem Fernrohr oder Großfernglas gegenüber des hellen Deneb.
Die Eidechse ist ein eher unscheinbares Sternbild.
Ein Sternhaufen und ein Kleiderbügel im Schwan
Am nächtlichen Himmel sieht man außer Sterne nicht nur Nebel und Sternhaufen, sondern auch einige Sternformationen mit einprägsamen Namen. Weiter hinunter an Albireo im Schwan vorbei, liegt eine Sternansammlung, die an einen Kleiderbügel erinnern. Diese Sternfigur (Asterismus) findet man, wenn man weiter in Richtung Schild geht.
M39 im Schwan: ein Sternhaufen, den man westlich des Deneb im Schwan bei der Durchsuchung der Milchstrasse findet.
Schwan, Adler, Schild, Schlangenträger
Der Schlangenträger ist ein sehr ausgedehntes Sternbild. Die Sternhaufen neben dem Schild können unter einen dunklen Himmel oder vielleicht in der Stadt mit einem astronomischen Fernglas gesehen werden.
Kassiopeia, Perseus, Fuhrmann Blick nach Norden
Der Doppelsternhaufen Ha-Chi in der Cassiopeia
Dieser Sternhaufen besteht aus zwei dichten Sternhaufen mit dichtgedrängten Sternen liegt zwischen der Cassiopeia und dem Perseus. Mit einem Fernglas lässt er sich besonders in klaren Nächten in der Stadt gut beobachten. Für das Fernrohr ist seine Ausdehnung zu groß. Der Doppelsternhaufen ist sehr gut am Morgen ab 4 Uhr zu beobachten.
Doppelsternhaufen Phi und Chi Perseus - Kassiopeia
Kugelsternhaufen und Collinder 406 im Pfeil (Sagitarius)
Mit einem Fernglas mit einer Optik von 12x50 oder 12x60 kann man ein weinig außerhalb der Lichtglocke den Sternhaufen M71 beobachten. Fotografisch geht noch Collinder 406 im Pfeil. Er ist mit einem 300 mm Teleobjekt in dunkler Gegend gut zu fotografieren. Man kann in der Stadt versuchen, mit kurzen Belichtungszeiten zu machen. Um Nebel zu fotografieren muss der Himmel dunkler sein. Im Skorpion ist ein Kugelsternhaufen zu sehen.
Adler, Schild, Schlangenträger Sternhaufen und Nebel
In einer klaren Nacht kann man bei sehr trockener Luft mit dem Fernglas auch in der Stadt neben dem Sternbild Schild Sternhaufen beobachten
Planeten im August
Am 12. August treffen sich Jupiter und Venus am Morgenhimmel
Um 05:30 sind Jupiter und Venus am Morgenhimmel nur 53 Bogenminuten auseinander
Die beiden Planeten Neptun und Saturn sind dieses Jahr zusammen in den Fischen unterwegs. Die Ringe des Saturn öffnen sich auf 3 Grad. Die Ringe des Saturn sind in dieser Phase ganz dünn und zart.
Merkur erreicht am 1. August seine untere Konjunktion. Die steil zum Osthorizont aufragende Ekliptik sorgt für eine gute Morgensichtbarkeit des Planeten. Sie beginnt etwa zur Mitte des Monats und geht bis in die erste Woche des Septembers. Den Höhepunkt erreicht Merkur am 19. August zu seiner größten westlichen Elongation. Merkur steht dann um 05:40 Uhr MESZ zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung 9 Grad über dem Nordnordosthorizont. Durch den nur 18,8 Grad Abstand von der Sonne kann er nicht höher klettern. Aufgrund der starken elliptischen Bahn konnte Merkur im April eine von 9 Grad größere Höhe erreichen. Seine Helligkeit steigt von +0,7 mag am 15. August auf -1,3 mag am Monatsende.
Venus Ihre Helligkeit beträgt -4,0 mag und sie erreicht in der ersten Hälfte des Monats ihre größte Morgensichtbarkeit. Man findet sie den gesamten August hindurch zur bürgerlichen Dämmerung so gegen 05:30 Uhr MESZ etwa 21 Grad hoch im Osten. An Anfang bis Ende August schrumpft das Venusscheibchen im Fernrohr ein wenig und der Beleuchtungsgrad schrumpft von 84 % auf 75 %. Vom 31. August bis zum 2. September steht die Venus im Sternhaufen Krippe im Krebs. Am 12. August stehen Jupiter und Venus in der Morgendämmerung 52 Bogenminuten voneinander entfernt. Das Schauspiel lässt sich im Fernglas sowie in einem Fernrohr mit einem größeren Gesichtsfeld beobachten. Am 20. August geht der Mond nördlich an der Venus vorbei.
Mars ist noch in der ersten Abenddämmerung zu entdecken. Der 1,6 mag helle Planet geht am 1. Des Monats um 22:35 Uhr unter. Am 31. August schon um 21:09 Uhr zum Ende der Dämmerung.
Jupiter steht am Morgenhimmel und ist dort der zweithellste Planet nach der Venus. Seine Aufgänge rücken von 03:26 Uhr am 1. August auf 01:58 Uhr am Monatsletzten vor. Die Scheibe des Jupiters ist Ende des Monats 34 Bogensekunden im Durchmesser. Es lohnt sich wieder den Jupiter im Teleskop oder Fernglas zu beobachten.
Saturn wird zum Objekt der zweiten Hälfte der Nacht. Am 1. Des Monats geht er um 22:51 Uhr auf und kulminiert in einer Höhe von 38 Grad um 04:50 Uhr. Zum 31. August geht Saturn um 20:51 Uhr auf. Saturn nähert sich seiner Opposition am 21. September. Um ein Uhr kann man Saturn am Osthimmel sehen. In der Stadt nur als fahles Sternchen zu sehen und neben dem Saturn steht der abnehmende Mond.
Der Öffnungswinkel des Ringes des Saturn beträgt im August nur 3 Grad, dadurch kann man im Fernrohr Verfinsterungen und Schatten auf dem Gasplaneten durch seine Monde beobachten.
Uranus ist in der zweiten Hälfte der Nacht sichtbar. Seine Aufgangszeit verfrüht sich von 00:48 Uhr auf 22:48 am 31. August. Man findet den 5,8 mag hellen Planeten zwischen den beiden Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden.
Neptun wandert rückläufig durch das Sternbild Fische. Der 7,7 mag helle Planet steht ein bis zwei Grad nördlich von Saturn und ist in meisten Fernrohen nur als kleines Sternchen zu erkennen. Neptun lässt sich ab Ende August fast die ganze Nacht beobachten. Zum Monatsende kulminiert Neptun um 02:49 Uhr. Mit hohen Vergrößerungen kann er als Scheibchen von 2,4 Bogensekunden erkannt werden. Neptun ist etwa 1 bis 2 Grad nördlich von Saturn zu finden.
Kometen im August
Zurzeit gibt es keine Kometen, die man mit einem Fernrohr mittlerer Größe oder einem Fernglas beobachten kann.
Kometen kann man am besten beobachten, wenn die Sonne auf den Schweif scheint, also am Morgen und am Abend.
C/2022 N2 (PANSTARRS) bewegt sich im Widder in Richtung Osten. Seine Helligkeit nur etwas für größere Teleskope. Sie beträgt 13,5 mag.
Meteoriten im August
Die Perseiden sind am 12. August im Maximum. Der Mond ist abnehmend und geht sehr spät auf. Die Perseiden sind nach Mitternacht zu beobachten, aber wegen des abnehmenden Mondes etwas eingeschränkt. Der Mond steht hoch im Osten.
Beobachtung des Mondes und Aufnahmen mit dem Teleskop
Phasen des Mondes im August
Erstes Viertel 1. August, Vollmond 9. August, Letztes Viertel 16. August, 23. August Neumond
Den abnehmenden Mond kann man gut am Morgen kurz vor 5 Uhr beobachten. Mitte August ist es am Morgen dank der Sommerzeit um 5 Uhr noch relativ dunkel. Am Himmel ist es erst 4 Uhr.
Der Mond steht im Sommer tief am Horizont
Dieses Jahr im Sommer steht der Mond sehr tief am Horizont. Er hebt sich kaum über den Horizont und geht zwischen den Häusern durch. Im Sommer steht der Mond so tief, wie die Sonne im Winter und umgekehrt. Die Sonne steht zu jedem Tag eines Jahres gleich hoch. Der Grund ist die Schraubenbewegung des Mondes am Himmel innerhalb eines fast 18-jährigen Rhythmus. Am Tag des Vollmondes ging der Mond fast im Süden auf und wanderte flach über den Horizont. Wenn es hell ist, ist er schon wieder im Dunst am Südsüdwestpunkt verschwunden.
Der abnehmende Mond geht in Richtung Nordosten auf und steigt steiler auf. So kann er nach zwei Stunden als weißer Mond zu sehen sein in den klaren Nächten dieses Sommers mit seiner trockenen südlichen Luft .
Der Terminator trennt die beleuchtete Fläche des Mondes von der unbeleuchteten
Der Terminator trennt die beleuchteten Seite des Mondes von der Nacht. Der Terminator wandert im Laufe eines Monats über die Mondoberfläche und zeigt neue Details. Steht der Terminator in der Nähe eines Gebirges, oder einer Wallgebirges eins Kraters, so wird das Gebirge Schatten und man kann die Strukturen sehr gut sehen.
Der Mond ist in den hellen Nächsten ein dankbares Objekt. In der klaren Luft kann man gut die Gebirge und Krater beobachten. Gestern war das Gebirge um das Mare Crisium gut zu sehen.
Die Höhen der Mondbahn sind unterschiedlich
Dieses Jahr steht der Mond im Sommer besonders tief.
Mond 1 Tag nach Neumond
Die schmale Sichel des Mondes steht am Abend Anfang April am Westhimmel. Die dunklen Mare sind auf dem noch unbeleuchteten Teil mit einem Fernglas gut zu sehen, mit einem Teleskop natürlich noch besser.
Mond 5 Tage alt
Das runde Mare Crisisum steht ganz flach am Rand. Die es umgebenden Berge sind nur bis zum 4. Tag sichtbar. Daneben das Mare Goecunditatis, das Mare Tranquilitatis und ein Teil des Mare Serenitatis. Die drei auffälligen Krater am Terminator um das Mare Nectaris: Catharina, Cyrillus und Theophilus von recht nach links.
Die Apenninen gibt es nicht nur in Italien, sondern auch auf dem Mond
Mond 6 Tage alt
Die Landestelle von Apollo 15 erkunden: Apollo 15 ist in der Nähe der Hadley Rille gelandet. Sie liegt auf auf der Innenseite des Apenninengebirges.
Die Gebirge der Alpen und die Apenninen sind am Rande des Terminators (Trennlinie zwischen beleuchteter Mondseite und Nacht) sieht man unten die Alpen und im Bogen neben dem Mare Tranquillitatis das Apenninengebirge. Die beiden Krater im Süden im Mare Frigoris nennen sich : Eudoxus und Aristoteles,
Der Mond 3 Tage vor Vollmond
Der längliche Krater Schiller befindet sich am Rand, wenn man vom Strahlenkrater Tycho an den Rand des Mondes geht. Der Mond geht am Abend nun relativ tief am Horizont entlang. Die Luftfeuchtigkeit erlaubt noch immer keine so hohe Vergrößerungen bei einem Fernrohr. Bei einem Schmidt-Cassegrain kann man mit der Vergrößerung beim Teleskop bis 200 hinaufgehen. Mehr ist auch bei diesem Fernrohr aufgrund der im Augenblick herrschenden Feuchtigkeit nicht möglich.
Man sieht den auffälligen Strahlenkrater Ptolemäus oben im Norden, Im Süden das langgestreckte Mare Frigoris, im Osten die Mare Foecunditatis, Serenitatis und Tranquillitatis und das runde Mare Crisium am Rand.
Der Vollmond
Der Vollmond ist auch ein schönes Objekt für ein Fernglas. Mit einem Fernglas mit einer Öffnung von 50 mm aufwärts bekommt man eine noch genaueren Überblick über die dunklen Mare des Mondes.
Bei Vollmond sieht man meist nur die dunklen Mare und helle Flächen. Die Gebirge erscheinen als Kuren auf dem hellen Mond. Auf der Oberfläche des Vollmondes findet man dann zahlreiche helle Flecken, die man zu anderen Phasen des Mondes nichts zu sehen bekommt. Die heutige kleine Finsternis des Mondes hatte im etwas nebeligen Herbst seinen Reiz.
Der abnehmende Mond
Der Mond geht nach Vollmond immer später auf. Am 1. Tag nach Vollmond sieht man am Rand wieder die ersten Krater. Der Terminator verschluckt jeden Tag weitere Gebiete und lässt wieder Krater, von der Seite beleuchtet, hervortreten.
5 Tage nach Vollmond
Nach Vollmond kann man den Oceanum Procellarum und die vielen Krater daneben beobachten. Unten ist das längliche Mare Frigoris zu sehen. Das Apeninnengebirge, die Karpaten und unten die Alpen. In dem dunklen Mare sieht man die Krater Kopernikus und Kepler.
Wasser auf dem Mond im Mare Tranquillitatis
Wasser gibt es nach neuen Forschungen auch auf dem Mond: In einer Kaverne von 80 m Länge unterhalb des Mare Tranquillitatis in einer Tiefe von 135 Metern.
Was sieht man am Himmel- Planet oder Stern?
Ein Planet leuchtet ruhig. Ein Stern flackert. Der Planet wird von der Sonne angestrahlt. Sein Licht geht ruhiger durch die Atmosphäre der Erde als das Licht eines Sternes.
Warum ist das Seeing trotz klaren Himmels nicht gut?
Das kann daran liegen, dass die Winde oberhalb von 40.000 Metern recht stark wehen. Ist der Wind in der Nähe des Erdbodens stärker, ist die Luft klarer. Zu viele Turbulenzen dort oben beeinflussen das Höhenseeing.
Polarlichter über Stuttgart im Mai 2024
Um 22:30 Uhr MESZ am 11. Mai 2024 wurde der Himmel im Norden plötzlich zart dunkelrot. Das Schauspiel dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Vorhang des Polarlichtes erstreckte sich von Osten bis Nordwest ganz hoch in den Zenit. Die Sterne schienen nicht durch den Schleier. Das Schauspiel dauerte nicht lange zu sehen, bis im Nordwesten nur noch ein rötlicher Streifen zu sehen war. Die Sonne ist so aktiv, dass man Polarlichter weiter südlich sehen kann. In den letzten Monaten waren Polarlichter in Hamburg zu sehen, doch nicht so weit im Süden. Die Sonne erreicht gerade ihr Maximum ihres 11-järigen Zyklus.