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Teleskope

Teleskope für den Balkon - Klein und kurz

Eine Balkonsternwarte bietet Bequemlichkeit. In der Nacht muss man nicht in den Garten oder auf die Straße gehen. Für die Beobachtung auf dem Balkon soll das Teleskop kurz sein. Ein Newton-Teleskom, bei dem  man vorne durch Okular schaut, hat nicht so einen großen Radius. Mit dem langen Tubus eines Linsentelskops, bei dem man nach der Bauart hinten in das Okular hineinschaut, kann man auf einem Balkon nicht gut hantieren. Auch wenn das Linsenteleskop genauso kurz wie der Newton ist, kann man nicht überall gut auf den Himmel schauen, weil man ja von hinten hineinschaut. Der weitere Nachteil, ist der: Das Linsenteleskop mit gleicher Baulänge ist schwerer. Deswegen braucht es noch ein Gegengewicht mehr und schon trägt man ein sehr schweres Teleskop auf seinen Balkon. Wenn man das Teleskop samt Montierung überhaupt noch tragen kann. Oft hat man noch einen Balkon über einem. Der kurze Newton und weil man vorne hineinschaut - der Radius ist dann kleiner - kann man von jeder beliegigen Ecke des Balkons die gewünschten Objekte besser erreichen. 

Anpassung des Fernrohres an die Umgebungstemperatur

Deswegen kann der Maksutov mit seinem noch kürzeren Tubus und seiner sehr langen Brennweite für eine Beobachtung gut sein. Das Fernrohr muss aber recht bald vor der Beobachtung auf den Balkon gestellt werden, da es sich um ein geschlossenes System handelt,  damit der Temperaturausgleich möglich ist. Ein Balkon kann sich im Sommer sehr aufheizen. Wenn man dann den Mond am Abend z.B. mit einem Newton anschaut, schwimmt das Bild des Mondes.  Beim Refraktor ist das nicht der Fall.

Unterschied zwischen Reflektor und Refraktor - Spiegelteleskop und Linsenteleskop

 Das Linsenteleskop

Die Sterne in einem Linsenteleskop erscheinen nadelförmig. Die Sterne in Spiegelteleskopen wirken verwaschener. Linsenteleskope bestehen aus mehrern Gläsern. Die besten werden aus Fluoridgläsern hergestellt.   Linsenteleskope werden gerne zur Astrofotografie verwendet.

Spiegelteleskope

 

Das Newton-Teleskop

 

 

Das Maksutov-Teleskop

 



Aufbau des Newton-Fernrohrs

Das Licht fällt auf den Hauptspiegel und wird über einen Hilfsspiegel auf der anderen Seite des Tubus um 90 Grad auf das Okular gelenkt.

Kleine Newton-Teleskope von 6 Zoll haben eine Brennweite von 650 bis 750 mm.

Wegen der kurzen Brennweite sind die Objekte recht hell.

In das große Gesichtsfeld passen alle Nebel.  Der Mond ist sehr hell und die Krater und Mare recht gut sichtbar. Bei längerer Brennweite werden die Objekte dunkler. Planeten erscheinen in Fernrohren mit längerer Brennweite größer. Möchte man die Brennweite verlängern, setzt man eine Barlow-Linse ein. Damit wird die Vergrößerung verdoppelt oder verdreifacht.  Doch liefert die hohe Vergrößerung nur bei einem klaren Himmel ein gutes Bild. 

Aufbau des Maksutov-Teleskops

Es bestet aus  Hauptspiegel und Hilfsspiegel. Der Hauptspiegel ist durchbohrt. In dem durchbohten Hauptspiegel steckt das Okular, gegenüber steht der kleine Hilfsspiegel, der auf einer Glasplatte angebracht ist. Der Tubus ist  geschlossen. Das Bild am Okular wird durch Verschieben der beiden Spiegel eingestellt und nicht wie sonst, durch Verschieben des Okulars.

Lange Brennweite - Gesichstfeld klein Objekte dunkel

Die Objekte sind dunkel. Das Gesichtsfeld des Teleskops ist sehr klein. Ausgedehnte Nebel passen nicht in das kleine Gesichtsfeld. Strukturen auf Planeten hingegen sind gut  zu erkennen. Die Brennweite kann bei einem kleinen Maksutov bis zu 3 Meter betragen.

Was mache ich, wenn ich noch mehr sehen möchte?

Wenn die Oberfläche des Mondes verschwommen ist, macht es keinen Sinn, die Vergrößerung nach oben zu fahren. Ein Teleskop ist kein Mikroskop. Soll heißen: Nehmen Sie ein Fernrohr mit einer größeren Öffnung. An manchen Tagen ist die Luft so unruhig, dass das Seeing einfach nicht besser wird. An ganz klaren Tagen bekommt man auch bei großen Vergrößerungen ein gestochen scharfes Bild. 

Es gibt zwei Arten von Montierungen: die azimutale und die äquartoriale.

Die azimutale Montierung

 Mit einer azimutalen Montierung kann man die Höhe des Sternes anpeilen und dessen Azimut. Bei einer azimutalen Aufhängung müssen wir den Himmelobjekten in komplizierteren Bewegungen mit Feintrieben treppenförmig folgen. Dies erledigt wunderbar mit elektronischen Mittel heuzutage die Go-To-Steuerung.

Äquatoriale Montierung

Eine Achse der Montierung zeigt zum Polarstern und ist um den Winkel, den der Polarstern mit dem Horizont einnimmt, geneigt.  Genauso wie die Sterne über den Himmel laufen.

An diese Achse kann man eine Scheibe anbringen, auf der Gradeinteilungen angebracht sind. Üblich ist aber die Stundeneinteilung. Dieser Kreis entspricht bei der azimutalen Aufhängung dem Winkel entlang des Horizontes. Da die Sterne aber nicht entlang des Horizontes laufen, es sei denn wir stünden am Nordpol, brauchen wir eine äuartoriale Aufhängung. So kann man mit dem Fernrohr den Sternen, den Planeten und dem Mond leicht folgen.

Besonderheiten bei ganz großen Teleskopen

Bei ganz großen Teleskope verwendet man die azimutale Aufhängung. Da diese großen Massen, wären sie geneigt aufgehängt, nicht mehr gut steuerbar wären. So werden diese Teleskope mithilfe eines Computer treppenförmig an ihre Objekte herangefahren. Die größten heutzutage steuerbaren Einzelteleskope sind 8 Meter groß. Braucht man eine größere Fläche, werden Teleskope elektronisch zusammengeschaltet.

Bei großen Teleskopen sind auch die Turbulenzen im Tubus ein größeres Problem, als in einem kleineren Fernrohr. Die Luft kann in kleineren Fernrohren  schneller ausgetauscht werden.


 
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