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Teleskope für Anfänger


Unterschied zwischen Reflektor und Refraktor - Spiegelteleskop und Linsenteleskop

 Das Linsenteleskop

Die Sterne in einem Linsenteleskop erscheinen nadelförmig. Die Sterne in Spiegelteleskopen wirken verwaschener. Linsenteleskope bestehen aus mehreren Gläsern. Ein hochwertiges Okular soll aus mehreren Gläsern bestehen. Sie werden aus Fluoridgläsern hergestellt.  Linsenteleskope werden gerne zur Astrofotografie verwendet.

Spiegelteleskope

Die Spiegel sind parabolisch geschliffen oder kugelförmig. Wobei die parabolischen vorzuziehen sind, da die Sterne bis zum Rand sauber abgebildet werden. Das Scharfstellen des Okularbildchen muss immer gelingen. Auch ein Spiegelteleskop kann farbige Säume zeigen. Das liegt dann an dem Okular. Ansonsten hat man damit keine Probleme.

Kenngrößen bei Teleskopen

Da sind einmal die Vergrößerung. Sie berechnet sich aus Brennweite des Objektivs / Brennweite des Okulars. Eine andere Kenngröße ist das Öffnungsverhältnis: Brennweitete des Objektivs / Durchmesser des Objektivs. 

Berechnung des Öffnungsverhältnisses

Das Öffnungsverhältnis beträgt bei Spiegelteleskopen z.B. 1:4, bei Linsentelskopen 1:10. Geschrieben wird: f/4, oder f/10. Lichtstarke Optiken haben die niedrigeren Öffnungsverhältnisse. Bei Fernrohren mit kurzen Brennweiten sind die Objekte heller, als in Fernrohren mit langen Brennweiten.

Die Vergrößerung

Da ein Fernrohr kein Mikroskop ist, hat eine sinnvolle Vergrößerung ihre Grenzen. Die Faustregel heisst hier: Die größtmögliche noch sinnvolle Vergrößerung beträgt 2 mal den Durchmesser des Objektivs in Millimeter. Mit einem Durchmesser von 150 mm ist eine 300-fache Vergrößerung die Grenze. Und auch damit werden sie nur an ganz klaren Tagen gut beobachten können.

Das Gesichtsfeld

Das Gesichtsfeld: Je länge die Brennweite des Objekts, desto kleiner das Gesichtsfeld. 


Spiegelteleskope nach Newton und Maksutov

 

Das Newton-Teleskop

 

 

Das Maksutov-Teleskop

 

Newton-TeleskopNewton Teleskop


Aufbau des Newton-Fernrohrs

Das Licht fällt auf den Hauptspiegel und wird über einen Hilfsspiegel auf der anderen Seite des Tubus um 90 Grad auf das Okular gelenkt.

Das Maksutov-TeleskopDas Maksutov-Teleskop


Aufbau des Maksutov-Teleskops

Es besteht aus  Hauptspiegel und Hilfsspiegel. Der Hauptspiegel ist durchbohrt. In dem durchbohrten Hauptspiegel steckt das Okular, gegenüber steht der kleine Hilfsspiegel, der auf einer Glasplatte angebracht ist. Der Tubus ist  geschlossen. Das Bild am Okular wird durch Verschieben der beiden Spiegel eingestellt und nicht wie sonst, durch Verschieben des Okulars. Die Brennweite kann bei Teleskopen dieser Bauart bis zu 3 Meter betragen. Der Tubus ist sehr kurz. Man schaut hinten in das Teleskop.


Wegen der kurzen Brennweite sind die Objekte recht hell.

In das große Gesichtsfeld passen alle Nebel.  Der Mond ist sehr hell und die Krater und Mare recht gut sichtbar. Planeten erscheinen in Fernrohren mit längerer Brennweite größer. Möchte man die Brennweite verlängern, setzt man eine Barlow-Linse ein. Damit wird die Vergrößerung verdoppelt oder verdreifacht.  Doch liefert die hohe Vergrößerung nur bei einem klaren Himmel ein gutes Bild. 


Anpassung des Fernrohres an die Umgebungstemperatur 

 Das Fernrohr muss aber recht bald vor der Beobachtung auf den Balkon gestellt werden, da es sich um ein geschlossenes System handelt,  damit der Temperaturausgleich möglich ist. Ein Balkon kann sich im Sommer sehr aufheizen. Wenn man dann den Mond am Abend z.B. mit einem Newton anschaut, schwimmt das Bild des Mondes.  Beim Refraktor ist das nicht der Fall. 

Lange Brennweite - Gesichtsfeld klein Objekte dunkel

Die Objekte sind dunkel. Das Gesichtsfeld des Teleskops ist sehr klein. Ausgedehnte Nebel passen nicht in das kleine Gesichtsfeld. Strukturen auf Planeten hingegen sind gut  zu erkennen, aufgrund der langen Brennweite. Dies ist beim Maksutov der Fall. Der Orionnebel, passt leider oft nicht in das Gesichtsfeld. 

Bringt eine größere Vergrößerung etwas?

Wenn die Oberfläche des Mondes verschwommen ist, macht es keinen Sinn, die Vergrößerung nach oben zu fahren. Ein Teleskop ist kein Mikroskop. Soll heißen: Nehmen Sie ein Fernrohr mit einer größeren Öffnung. An manchen Tagen ist die Luft so unruhig, dass das Seeing einfach nicht besser wird. An ganz klaren Tagen bekommt man auch bei großen Vergrößerungen ein gestochen scharfes Bild.  


Teleskope für den Balkon - klein und kurz 

Eine Balkonsternwarte bietet Bequemlichkeit. Für die Beobachtung auf dem Balkon soll das Teleskop kurz sein. Ein Newton-Teleskop, bei dem man vorne durchs Okular schaut, hat nicht so einen großen Schwenkradius, wie wen man hinten durch das Teleskop schaut. Das tritt meist auf Refraktoren zu, deren Tubus oft sehr lang ist.  Auch wenn das Linsenteleskop genauso kurz wie der Newton ist, kann man nicht überall gut auf den Himmel schauen. Der weitere Nachteil: Das Linsenteleskop mit gleicher Baulänge ist schwerer. Deswegen braucht es noch ein Gegengewicht mehr und schon trägt man ein sehr schweres Teleskop auf seinen Balkon. Wenn man das Teleskop samt Montierung überhaupt noch tragen kann.  Eine andere Alternative ist das Maksutov-Teleskop. Diese Teleskope sind dann klein, leicht und kurz. 

Geht auch ein Dobson?

Das bei Anfängern so beliebte Dobson-Teleskop ist für den Balkon nicht geeignet. Der Spiegel des Dobson liegt auf dem Boden und er kann nach oben, links und recht bewegt werden, da könnte man die Unterseite des darüberliegenden Balkons beobachten. Der Dobson wurde für die Straßenastronomie entworfen, also für Draussen. 

Besonderheiten bei ganz großen Teleskopen

Bei ganz großen Teleskope verwendet man die azimutale Aufhängung. Da diese großen Massen, wären sie geneigt aufgehängt, nicht mehr gut steuerbar wären. So werden diese Teleskope mithilfe eines Computer treppenförmig an ihre Objekte herangefahren. Die größten heutzutage steuerbaren Einzelteleskope sind 8 Meter groß. Braucht man eine größere Fläche, werden Teleskope elektronisch zusammengeschaltet.

Bei großen Teleskopen sind auch die Turbulenzen im Tubus ein größeres Problem, als in einem kleineren Fernrohr. Die Luft kann in kleineren Fernrohren  schneller ausgetauscht werden.


 
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