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Sternkarte des Monats 

Die Sternkarten können durch Anklicken vergrößert werden. 

Jupiter in Opposition - 26. September in den Fischen

Am 26. September steht Jupiter in den Fischen in Opposition. Seine Helligkeit beträgt -2,9 mag. Jupiter ist dann die ganze Nacht zu sehen. Der Planet ist dann besonders groß. Sein Durchmesser beträgt 50 Bogensekunden. Am 11. September steht Jupiter neben dem Mond. Dieses Mal steht er genau am Himmelsäquator. Jupiter befindet sich 4 Grad östlich des Frühlingspunktes. In südlicheren Breiten steht der Planet noch höher. Am Äquator der Erde steht er im Zenit, an den Polen knapp über dem Horizont. Auf dem 50zigsten Breitengrad steht der Gasplanet dann 40 Grad hoch. Die Polhöhe und der Winkel vom Äquator zum Zenit sind Komplementärwinkel. Der Gasplanet steht dieses Jahr nicht nur besonders hoch wegen seiner herbstlichen Koordinaten, sondern, weil er dieses Jahr nahe dem Perihel (sonnennächster Punkt) seiner Bahn steht, ist er noch besonders hell. Seine Helligkeit beträgt dann - 2,94 mag.


1.09.23 Uhr MESZ, 15.09.22 Uhr MESZ Andromeda, Widder, Fische

Jupiter ist am 26. September in Opposition. Er steht in den Fischen und ist für Beobachter der nördlichen Hemisphäre in einem Kulminationswinkel von 40 Grad zu sehen. Seine Helligkeit beträgt -2,9 mag. Sein Durchmesser beträgt 50 Bogensekunden.





Sternkarte im Oktober


1. Oktober 23 Uhr MESZ, 15. Oktober 22 Uhr MESZ









Die Sommersternbilder verabschieden sich. Arkturus im Bärenführer (Bootes) steht unter dem Horizont. Die Nördliche Krone steht dicht neben ihm und der Herkules neigt sich ebenso dem Westhorizont zu. Die Milchstrasse zieht sich von Nordosten nach Südwesten. Im Südwesten blinkt der Atair im Adler, Deneb im Schwan und Wega in der Leier. Zwischen Deneb und der Eidechse findet sich ein offener Sternhaufen M39.  Außerhalb der Milchstrasse, neben dem Schwan steht ein kleines rechteckiges Sternbild, der Delfin. Daran schließt sich nach Osten der Pegasus an, mit der Andromeda, die hoch im Südosten ihre Arme ausbreitet. Nun lassen sich die Andromedagalaxie und M32 und die Triangulumgalaxie M33 gut beobachten. 

Wenn wie nach Osten schauen, steht hoch am Himmel Jupiter, der am 26 September seine Opposition hat. Die Plejaden und Hyaden sind nun schon aufgegangen und mit ihnen der rote Mars. Ein weiterer heller Stern im Osten, die Kapella, gehört zum heraufziehenden Fuhrmann. Gehen wir zu dem ihr diagonal gegenüberliegenden Stern  hinunter zum Horizont entlang, finden wir die Sternhaufen M35, M36 und M37. Warten wir noch ein wenig, dann sehen wir sie noch besser. Die Hälfte des Sternbildes der Zwillinge steht nun über dem Horizont.   

Gehen wir wieder zum Perseus beobachten wir den Doppelsternhaufen zwischen Perseus und Kassiopeia Phi&Chi. Östlich neben diesem Haufen finden wir einen lockeren Sternhaufen und weitere in der Kassiopeia. Diese beiden beschriebenen Haufen sind schon für das Fernglas 8x40 erreichbar. 

Der Eulenhaufen in der Kassiopeia

Am linken Knick des Himmels-W, der Kassiopeia, findet sich ein Sternhaufen, den man im 10x50 Fernglas schon beobachten kann. Schon in einem Großfernglas und in einem kleinen Fernrohr schauen einem zwei dunkle Gebiete an, die an eine Eule erinnern.

Sternhaufen für das Fernglas

Im östlichen Teil der Kassiopeia sieht man nicht nur den bekannten Doppelsternhaufen Phi&Chi zwischen Kassiopeia und Perseus. Ein ähnlich wirkender Sternhaufen ist unter der NGC Nummer NGC7790 und 7788 zu sehen. Man sieht ihn schon in einem Fernglas auf dem Weg durch die Milchstrasse im hellen Licht der Stadt.

Sternhaufen für das Fernglas

 
Die Nächte sind im Oktober wieder dunkler und klarer. Wenn es geregnet hat, ist der Himmel besonders klar und wir können nach Mitternacht einen Sternhimmel erleben, als seien wir in den Alpen - zumindest fast.

 
Ab 23 Uhr MESZ Uhr steht der rote Mars im Osten im Goldenen Tor der Ekliptik, das von den Plejaden und den Hyaden, ein lockerer offenen Sternhaufen im Stier gebildet wird. Dann sehen wir zwei rote Sterne einer ist der Hauptstern Aldebaran im Stier, der andere rote Stern ist der Planet Mars.

Perseus, Stier mit Hyaden, Perseus mit Plejaden

 Diese beiden Sternhaufen passen am besten in den Ausschnitt eines Fernglases.

Sternhaufen für das 8x40 Fernglas und das astronomische Fernglas 15x70. Mit kleineren Ferngläsern sind diese Haufen auch schon sichtbar.


Weitere Sternhaufen sind Phi& Chi zwischen Kassiopeia und Perseus hoch über unseren Köpfen. Kommt man mit dem Fernglas vom Perseus und bewegt sich zur Kassiopeia in Richtung Phi&Chi, dann fällt einem eine Sternansammlung auf.

 



Sternhaufen für das Fernrohr


In der Gegend um Beta Kassiopeia tun sich für mittlere Instrumente ein Gewimmel von Sternhaufen in der Milchstrasse auf. Nun schwenken wir zum Kepheus und können hier mit kleinen und mit Teleskopen von 8 Zoll einige Sternhaufen entdecken: NGC 7129, NGC7142.

Doppelsterne

Albireo im Schwan Er lässt sich in einem kleinen Fernrohr schon trennen. Ein Stern ist orange, der andere blau.
In der Wega gibt es einen weiteren Doppelstern: Epsilon Lyra. Er steht links neben der Wega. Er kann schon mit sehr guten Augen getrennt werden kann. Ringnebel im Schwan M57: zwischen den Kastensternen gegenüber der Wega
Im Großen Wagen ist im mittleren Deichselstern der Doppelstern Alkor und Mizar zu erkennen.  Erkennbar für fast alle Augen.

Deneb im Schwan, Nordamerikanebel


Östlich von Deneb im Schwan finden wir den Nordamerikanebel. Der Kalifornianebel liegt über dem Stern Menkib im Perseus über dem Stern Epsilon Perseus.




Andromeda, Widder, Fische



Kugelsternhaufen im : M15 liegt neben Teta Pegasus, im Pegasusquadrat, wenn man die Sterne der Fortsetzung an der linken unteren Ecke in Richtung Füllen geht. Dort kann man schon in einem kleinen Fernglas unter einen dunkleren Himmel einen runden Fleck erkennen.

Wintersternbilder morgens 1 Uhr MESZ


Im Osten geht der Orion auf. M42 ist ein Objekt für das Fernglas wie für das Fernrohr.  Hoch oben stehen die Plejaden und die Hyaden. Der Fuhrman befindet sich im Nordosten, neben dem Orion die Zwillinge mit den Sternhaufen M35, M36 und M37 - Sternhaufen für das Fernglas. Natürlich sind alle Planeten Jupiter, Mars und Saturn - gut beobachtbar.

2022-08-21 Orion am Morgen


 
Um 1 Uhr am Morgen steht der Himmelsjäger Orion schon relativ hoch im Osten. Noch höher findet man den Fuhrmann. Hier steht der Himmelsjäger, wenn er aber aufgeht im Osten dann liegt er noch, stellt sich auf und geht prächtig stehend aufrecht über den Himmel.


Sonnenfinsternis am Mittag des 25. Oktober

Am 25. Oktober findet in Europa von 12:05 bis 12:20 eine partielle Sonnenfinsternis statt. Der Bedeckungsgrad beträgt 30 bis 42 Prozent. 

Vollmond ist am 9. Oktober, Neumond am 25. Oktober. 

Planeten im Oktober


Merkur hält sich im Oktober am Morgenhimmel auf. Am 8. Oktober erreicht Merkur mit 18 Grad seine größte westliche Elongation von der Sonne. Im Herbst ragt die Ekliptik steil. Dazu kommt die nördliche Breite der Venus von der Ekliptik, die für eine gute Morgensichtbarkeit sorgt. Trotzdem ist die Höhe des Merkur dieses Jahr durchschnittlich. Zwischen dem 8. Und 15. Oktober finden wir Merkur zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung um 7:00 Uhr bei einem Sonnenstand von -6 Grad unterhalb des Horizontes. Merkur steht dann 10 Grad über dem Horizont.


Venus geht im Oktober im Glanz der Sonne unter. Am 23. Oktober hat die Venus ihre obere Konjunktion erreicht. Sie wird wieder im Dezember erscheinen.


Mars wandert weiterhin durch den Stier. Am 30. Oktober beginnt Mars seine diesjährige Oppositionsschleife. Er hält im Stier inne und kehrt, um seine Bewegung in westlicher Richtung fortzusetzen. Die Erde zieht am Mars vorbei. Seine Helligkeit steigt von -0,5 mag auf -1,2 mag. Sein Beleuchtungsgrad steigt auf 93 %. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich von 21:58 Uhr MESZ am 1. Oktober auf 20:09 MESZ am 31. Oktober. Am Morgen des 15. Oktober passiert der abnehmende Mond den Planeten Mars.


Jupiter läuft nach seiner Opposition rückläufig durch das Sternbild Fische (westwärts). Er ist mit einer Helligkeit von -2,9 mag in der Abenddämmerung zu sehen. Der fast volle Mond läuft am Abend des 8. Oktober an Jupiter vorbei.
Saturn kommt am 23. Oktober ein halbes Grad östlich von Jota Capricon im Steinbock zum Stillstand seiner Oppositionsschleife. Der lichtschwächere Saturn steht 20 Grad über dem Südosthorizont. Der zunehmende Mond passiert Saturn am 5. Oktober 4,5 Grad südlich.

Saturn kommt am 23. Oktober ein halbes Grad nordöstlich des Stern Iota Capricorn (Steinbock) zum Stillstand und beendet somit seine diesjährige Oppositionsschleife. 

Steinbock, Wassermann, Südlicher Fisch







Uranus nähert sich seiner Opposition am 9. November. Am 1. Oktober geht er um 20:13 Uhr auf. Bis zum Letzten des Montas verführen sich seine Aufgänge auf 18:13 Uhr MESZ (17:13 Uhr MEZ). Seine Helligkeit beträgt 5,8 mag. Uranus steht 3,5 Grad südwestlich von Delta Arieties (Widder).

Andromeda, Widder, Dreieck






Kometen im Oktober

118P/Shoemaker/Levi wird uns im Herbst und Winter begleiten. Er bewegt sich im nördlichen Teil der Sternbildes Kleiner Hund nach Osten. Seine Helligkeit steigt von 12 mag auf 11,5 mag und ist nur etwas für mittelgroße Fernrohre. 

Komet C/2020 V2 (ZTF) bewegt sich im großen Wagen in Richtung Norden. Er bewegt sich in der zweiten Hälfte des Monats in den beiden vorderen Kastensternen des Großen Wagens

Meteore im Oktober

Am 9. Oktober haben die die Draconiden ihr Maximum. Lieder stört der Vollmond ein wenig. Der Drachen ist im Norden zu finden, nicht weit vom Großen Wagen. 

Die Orioniden starten ihre Aktivität am 2. Oktober und bleiben bis in den November hinein aktiv. 


Sterne finden mit einer Sternkarte von Kosmos


Die Sterne in dem nicht schraffierten Ausschnitt können wir zur der Zeit am Himmel sehen, die wir am Rand der Karte eingestellt haben. Am Rand sind die Monate aufgetragen. Auf der Scheibe aus Kunststoff sind die Stunden aufgedruckt. Wir bringen die Stunden der durchsichtigen Scheibe mit den Monaten und Tagen zur Deckung und schon erkennen wir den Himmelssauschnitt, den wir zur gegebener Stunde sehen.

Kosmos Sternkarte




 



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