Astronomie in der Stadt
Ist der Titel meines ersten Buches. Astronomie kann man auch in der Stadt betreiben.

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 Sternkarte des Monats

Der Sternhimmel im September

1. September 23 Uhr MESZ, 15. September 22 Uhr MESZ











Der Sternhimmel im September

Im Osten sind die Herbststernbilder Andromeda und Pegasus aufgegangen. Die Sommersternbilder Leier und Schwan haben den Zenit überschritten. Die Milchstrasse läuft von Nord-Nord-Ost nach Süd-Süd-West über den Himmel. Unter der Andromeda im Osten steht das in Städten unscheinbare Dreieck. Darunter der Widder. Zwischen Widder und Pegasus liegt das ausgedehnte Sternbild Fische. Der Frühlingspunkt, im Englisch point of Aries, also Widderpunkt genannt, liegt nun nach 2000 Jahren in den Fischen. Das nächste Sternbild auf der Ekliptik ist der Wassermann, im Süden der Steinbock. Der einsame Stern, der tief im Süden blickt, gehört zu dem Sternbild Südlicher Fisch. Im Süden steht das auf der Seite Sternbilder nebeneinander erwähnte Mikroskop. Der Schütze neigt sich dem Westen zu. In dieser Lage sind die Leckerbissen der Galaxien und Sternhaufen im Schützen noch gut zu sehen. Darüber der Adler. Die Wega ist gut hoch oben am Himmel zu finden, daneben der Herkules und die Nördliche Krone. Im Westen neigt sich zum Untergang der helle Arkturus im Bootes, Bärenführer. Die Deichsel des Großen Wagens verweist auf Arkturus.

Tief am Südost-Horizont zieht der Fuhrmann mit der hellen Kapella herauf. Daneben der Perseus, der den Doppelsternhaufen Phi und Xi beherbergt. Dem schliesst sich das Himmels-W, die Kassiopeia an. Hoch am Himmel steht der Kepheus. Zwischen dem Kepheus und dem Pegasus-Viereck schlängelt sich die Eidechse. Der Himmel ist nun wieder dunkel genug, um die schwächeren Sternbilder wie den Kleinen Bären und den Drachen zu sehen, der sich um den Kleinen Bären schlingt. Neben dem Polarstern finden wir das seltsame Sternbild Giraffe, dass dem Perseus ähnlich sieht.

Die Planeten im September 2017

2017-01-09 Mars, Merkur, Venus Mond am Morgenhimmel









Merkur ist in der Mitte des Monats am Morgen sichtbar. Es ist seine zweite Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Er beendet am 4. September seine Rückläufigkeit und wird wieder rechtläufig. Am 12. Erreicht Merkur seine größte westliche Elongation mit einem Winkelabstand von 17°56‘ von der Sonne. Die maximale Elongation fällt diesmal klein aus, da Merkur nur 3 Tage später durch den Perihel läuft. Ab dem 10. September kann man nach dem Planeten Merkur suchen.

Am 10. September geht der 0,0 m helle Merkur um 5:12 Uhr MESZ auf. Am 18. und am 19. September sind Merkur, Mars und der abnehmende Mond tief am Osthorizont um 6 Uhr MESZ zu sehen.

Venus steht weiter oben am Osthimmel am Morgen über Merkur, Mars und der Mondsichel neben dem Hauptstern des Löwen, Regulus.

Mars ist ab dem 19. September im Osten am Morgen sichtbar. Mars wandert rechtläufig durch den Löwen. Ab dem 20. September dürfte Mars in der Morgendämmerung knapp über dem Horizont gesehen werden. Der 1, m8 helle Mars geht um 5:21 Uhr MESZ auf.

Jupiter nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne. Seine Konjunktion mit der Sonne wird Jupiter im letzten Oktoberdrittel einnehmen. In Monatsmitte wird Jupiter für das Auge unsichtbar.

Saturn hat bei Einbruch der Dunkelheit seinen Meridiandurchgang bereits hinter sich. Er wandert noch recht langsam rechtläufig durch den Schlangenträger.

Uranus läuft rückläufig durch die Fische. Uranus strebt seiner Opposition zu, die er Mitte Oktober erreichen wird.

Gelenktes Abstürzen der Sonde Cassini am 15. Septembter 2017

Die Sonde Cassini wird am 11. September nach 13 Jahren ihren letzten Vorbeiflug an dem größten Saturnmond, Titan, vollführen. Nachdem Cassini Titan passiert hat, fliegt sie rückwärts auf Saturn zu, doch die Sonde Cassini wird von Saturn nicht mehr zurückkehren. Am 15. September um 1 Uhr nachmittags Londoner Zeit wird Cassini die äußeren Schichten des Planeten Saturn berühren und ins trudeln kommen. Bald darauf hat sie keinen Kontakt mehr zur Erde und versinkt in den Gasschichten des Planeten Saturn.

Der Sternhimmel im Oktober


 

01. Oktober 01 Uhr MESZ, 15. Oktober 24 Uhr MESZ


Der Sternhimmel im Oktober

Anfang Oktober gehen nach Mitternacht die Wintersternbilder auf. Der Himmelsjäger Orion erhebt sich im Südosten um 01 Uhr MESZ. Darüber sind die Zwillinge aufgegangen. Die Milchstrasse zieht sich von Ost nach West. In der Milchstrasse, über den Zwillingen, der helle Stern, der gehört zu dem Sternbild Fuhrmann. Darunter steht der Stier mit dem roten Auge, dem Stern Aldebaran. Neben dem Aldebaran liegt der lockere Sternhaufen Aldebaran, darüber die Plejaden. Die Plejaden können auch unterhalb des Perseus aufgesucht werden. Der Perseus, der die Tochter der Andromeda, gleich nebendran, nach der griechischen Sage von einem Ungeheuer gerettet hat, ist durch den Perseus mit einem Doppelsternhaufen verbunden. Er liegt in der Milchstrasse zwischen Perseus und Kassiopeia. Hoch oben im Zenit können wir wieder den Andromeda-Nebel entdecken, wenn wir den dritten Stern der Andromeda drei Sterne nach oben gehen. Der Andromeda-Nebel ist schon mit einem Fernglas zu sehen, bei klaren Himmel mit dem bloßen Auge. Darunter das unscheinbare Dreieck, dass die Galaxie M33 beherbergt, die aber lichtschwächer als der Andromeda-Nebel ist. Aber M33 ist ein Objekt für die Deep-Sky-Fotografie schon mit einfachen Mittel. Doch sie müssen schon abseits des Lichtes der Städte fahren, um diese schönen Aufnahmen zu bekommen. Unter dem Dreieckeck steht der unscheinbare Widder. Neben ihm schlängeln sich die Fische. Das ausgedehnte Pegasus-Viereck, steht im Westquadrat. Unter ihm liegt das Triplet, dass zu den Fischen gehört. Der Walfisch und der Fluss Eridanus in Horizontnähe sind nicht so helle, unscheinbare aber ausgedehnte Sternbilder. Neben den Fischen finden sich noch auf der Ekliptik der Wassermann und tiefer im Süd-Westen der Steinbock. Ganz am Südhorizont ein Sternbild vom Südhimmel, mit einem Namen, der nicht aus einer Mythologie stammt, der Chemische Ofen, im Südmeridian der Bildhauer. Der hell blinkende Stern im Westhorizont, der für Beobachter von einem höher gelegenen Standpunkt interessant ist, ist der Formalhaut im Südlichen Fisch. Der Schwan, die Leier und der Adler neigen sich dem Horizont zum Untergehen zu. Tief im Nord-Westen steht der Herkules. Die drei Sterne im Nord-Horizont gehören zum Bootes, dem der Große Bär mit seiner Deichsel noch nachschaut, soll heißen, die Deichsel zeigt nach Nord-Westen.

Die Planeten

Merkur steht am 8. Oktober in oberer Konjunktion mit der Sonne und ist unsichtbar.

Venus ist nicht mehr ganz der strahlende Morgenstern. Ihre Aufgänge verspäten sich von 5 Uhr MESZ auf 6 :30 Uhr MESZ. Am 9. Oktober verlässt sie das Sternbild Löwe und wechselt in die Jungfrau.

Mars ist am Morgenhimmel zu sehen. Am 12. Oktober verlässt er den Löwen und tritt in das Sternbild Jungfrau. Am 27. Überschreitet der den Himmelsäquator in südlicher Richtung Am 5. Oktober zieht die Venus nur im Abstand von 13 Bogenminuten vorbei. Am 01. Oktober geht der Mars um 5:15 Uhr MESZ auf.

Jupiter hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt vorerst unsichtbar. Die Begegnung mit Merkur am 18. ist unsichtbar. Am 26. Oktober steht Jupiter in Konjunktion mit der Sonne.

Saturn geht immer früher unter. Während er Anfang Oktober erst um 22:12 MESZ untergeht, verfrühen sich seine Untergänge am 15. Von 21:20 Uhr MESZ auf 20:23 Uhr MESZ am Monatsletzten. Der 0,5 mag helle Saturn beschleunigt seine rückläufige Bewegung durch das Sternbild Schlangenträger.