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Geschichte der Astronomie

Die Jeans-Masse

Der englische Astronom James Jeans (1877-1946) entdeckt, dass eine Gaswolke durch ihre eigene Schwerkraft sich zusammenzieht und daraus ein neuer Stern entsteht. 

Aufzeichnung der Mondbewegung

Der englissche Astronom John Flammsteed (1646-1719) wurde 1675 zum ersten Astronomer Royal ernannt des Greenwich Observatorium ernannt. Der begann den Mond zu beobachten, eum seine genauer Umlaufbahn zu bestimmen. Er war ein ausgzeichneter und sorgfältiger Beobachter. Doäch er endeckte schon bald, dass die englische Mondmethode problematisch war. Dabbei bestand die Schwierigkeit nicht in der Beobachtung, sondern in der komplizierten Bewegung des Mondes. Die Bahn des Mondes wird nicht nur von der Erde, sondern auch von der  Sonne beeinflusst. In den 1660iger Jahren behaupteten zahlreiche Wissenschaftler, Methoden zur Berechnung des Mondes entwickelt zu haben. Für am genialsten hielt Flamsteed die Methode des Astronomen Jeremiah Horroks (1618-1841). Auch Newton (1642-1727) befasste sich mit der Mondbewegung. Doch auch er scheiterte daran. Denn seine Theorie berücksichtigte nur zwei Körper. 

Tobias Meyer

Wenn wir an Marbach am Neckar denken, so denken wir  an den Dichter Friedrich Schiller. In Marbach ist aber noch eine andere berühmte Persönlichkeit geboren, der man auch ein Museum gewidmet hat: Tobias Meyer. Meyer starb am 20. Februar 1762 in Göttingen. Er war ein bedeutender Astronom und Kartograph und Autodidakt. Ohne Studium erhielt er eine Professur an der Universität Göttingen. Geboren wurde Tobias Meyer am 17. Februar 1723 in Marbach am Neckar. 1725 zog die Familie nach Esslingen am Neckar um. Vom Vater lernt der 5-Jährige Lesen und Schreiben. Ab 1729 besucht Tobias die deutsche Schule. In diesem Jahr stirbt der Vater. Da seine Mutter in ihrer Anstellung nicht genügend Geld verdienen kann, um Tobias weiter in die Schule zu schicken, kommt er in ein Waisenhaus. Er wird von mehreren Personen unterstützt, darunter ist der  Bürgermeister. Ab 1738 besucht er die Lateinschule. Er kommt in das dazugehörige Wohnheim, nachdem 1737 seine Mutter verstorben ist. Meyer zeigte schon früh ein ausgeprägtes Zeichentalent. 1739 zeichnet er den Stadtplan von Esslingen, der in Augsburg gedruckt wird. 1741 veröffentlicht er ein erstes Werk über Geometrie. 1744 findet er eine Anstellung in Augsburg bei einem Landkartenverlag. 1746 erhält Tobias Meyer eine Anstellung beim Hoffmannschen Kartenoffizin, einem Kartenverlag in Nürnberg. Dort führt er seine Astronomischen Beobachtungen fort. Er zeichnet eine genaue Mondkarte mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern an. Er entdeckt die Libration des Mondes. Durch die Anwendung von Mikrometerschrauben erhält er eine ausgezeichnete Genauigkeit seiner gezeichneten Mondkarte. Das war damals noch nicht üblich. 1747 wird Meyer Mitglied in der Kosmographischen Gesellschaft Nürnberg. Er veröffentlicht zahlreiche Schriften über astronomische Beobachtungen. Darunter sind kartografische Darstellungen und die Beschreibung eines neuen Mikrometers. Mit Michael Franz (1700-1761) veröffentlicht er einen Bericht vom Mond mit seiner gezeichneten Mondkarte. 1750 erhält er eine Einladung von König Georg III. von England an die Universität Göttingen. Göttingen und Hannover waren standen damals unter der Englischen Krone. Ein Jahr später wird er an der Göttinger Universität zum Professor für Mathematik und Ökonomie berufen. Tobias Meyer erarbeitet präzise Mondtafeln. Er vermisst die Sternörter entlang des Tierkreises sehr genau. Seine Idee war, den Mond als Uhr zu verwenden, um Seefahrern die genaue Bestimmung des geografischen Längengrades auf See zu ermöglichen. Bei seinen Ephemeridenberechnungen tauscht sich Meyer sehr intensiv mit dem Schweizer Mathematiker Euler aus. Meyer ist Leiter der Göttinger Sternwarte. Er merzt den Fehler des Göttinger Mauerquadranten aus und fertigt den Spiegelkreis für astronomische Beobachtungen.

Die ersten Fotografien in der Astronomie

Der Englänger John Draper (1811-1882) nahm 1840 die ersten Bilder vom Mond auf. Deutlich waren Krater und die dunklen Mare zu erkennen. Sein Sohn Henry (1837-1882) fotografierte den ersten Nebel. Es war der Orionnebel. 1885 wurden die ersten Bilder des Mondes veröffentlicht. Die Fotografie von Sternen hingegen war enttäuschend. Doch die Fotografie eignete sich gut, die Prallaxe der Sterne zu bestimmen.