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 Planeten des Monats


Vorschau: Am 21. Dezember 2020 begegnen sich die Riesenplaneten Jupiter und Saturn in den Fischen

Wie vor 2000 Jahren: Es war kein Komet, den die Drei Heiligen Könige sahen. Es war die enge Begegnung von Jupiter und Saturn. Durch Berechnungen fand Johannes Kepler heraus, dass Jesus nicht im Jahr 0 geboren ist, sonder 7 Jahre früher. Dieses Schauspiel kann man wieder am 21. Dezember 2020 beobachten. Alle 20 Jahre kommt es zwischen den beiden Planeten zu einer Großen Konjunktion.

In südlicheren Breiten können die inneren Planeten besser gesehen werden

Merkur ist im März Morgenstern. Doch kann er in unseren Breiten nicht gesehen werden. Erste ab dem 40. Breitengrad kann Merkur beobachtet werden. Seine Elongation ist bei uns auf dem 50. Breitengrad nicht groß genug, um sich aus den Strahlen der Sonne zu befreien. 

Die Planeten im Mai

Venus hat ihre größte Höhe und ihren größten Glanz erreicht. Im Mai nimmt sie ihren Abschied als Abendstern. Der neue Abendstern wird im Mai der Merkur. In der zweiten Nachthälfte bereiten sich Jupiter und Saturn so langsam auf ihre Rolle als „Doppelstern“ im Dezember vor. Sie kommen sich immer näher.

Merkur erreicht am 4. Mai seine obere Konjunktionsstellung. Er ist nun unbeobachtbar. Danach wandert er östlich von der Sonne weg. Seine Abendsichtbarkeit verbessert sich. Ab dem 16. Mai steht er am Ende der bürgerlichen Dämmerung, um 21:40 Uhr MESZ mehr als 5 Grad über dem Westhorizont, am Ende des Monats sind es 10 Grad. Seine Helligkeit nimmt dagegen von -1,0 mag auf 0,2 mag ab. Er dreht der Erde einen immer größeren unbeleuchteten Teil zu. Merkur und Venus haben dieses Jahr auch ein Rendevouz: Vom 20. bis zum 23. Kommen sich Venus und Merkur auf 1,2 Grad nahe. Am 24. Mai besucht die schmale Mondsichel die beiden engstehenden Planeten.

Venus als Sichel zu sehen

Ihre Rolle als Abendstern geht zu ende. Schnell wandert Venus westwärts auf die Sonne zu, um dann die untere Konjunktion am 3. Juni zu erreichen. Zu Anfang des Monats geht Venus um 00:32 Uhr unter, am 15. Um 23:42, Ende Mai um 21:48 Uhr und verschwindet in der hellen Dämmerung. Der Beleuchtungsgrad der Venus schrumpft am 1. Mai noch auf 24 Prozent. Die große und schmale Sichel steht sehr nahe an der Sonne.

Mars wandert am Morgen vom Sternbild Wassermann in den Steinbock. Mars geht nun früher auf: am 1. Mai um 03:36 Uhr, am 31. Mai um 02:22 Uhr. Ende Mai ist Mars -0,1 mag hell. Am 15. Mai steht der abnehmende Mond nahe bei Mars.

Jupiter wird Planet der zweiten Nachthälfte

Jupiter steht im östlichen Teil des Sternbildes Schütze und wird zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Sein Aufgang verfrüht sich von 02:23 Uhr auf 00:21 Uhr Ende Mai. Am 14. Mai steht Jupiter still und setzt zu seiner diesjährigen Oppositionsschleife an. Da Jupiter nun schon höher und über dem Dunst steht, können seine Bänder im Mai besser gesehen werden.

Saturn kommt Jupiter immer näher

was schon Ende April zu beobachten war. Saturn steht im westlichen Steinbock. Er geht eine Viertelstunde nach Jupiter auf. Die Helligkeit des bleichen Planeten beträgt nur 0,4 mag.

Uranus im Sternbild Widder geht im Mai erst in der hellen Morgendämmerung auf und bleibt unsichtbar.

Neptun kann ab der letzten Maiwoche in der Morgendämmerung im Sternbild Wassermann aufgefunden werden. Seine Helligkeit beträgt  7,9 mag. Dafür ist ein Fernglas nötig.

Die Planeten im Juni

Venus wechselt ihre Rolle - Merkur noch lange am Abendhimmel

Am Morgenhimmel: Mars, Neptun, Jupiter, Saturn und Venus

Die Venus wechselt vom Abendstern zum Morgenstern. Als Morgenstern wird sie bis Ende des Jahres sichtbar sein.

Merkur ist im Juni noch lange am Abendhimmel zu sehen. Seine größte östliche Elongation beträgt am 4. Juni 23,6 Grad. Am ersten des Monats steht der Götterbote zu Ende der bürgerlichen Dämmerung um 22:05 Uhr MESZ knapp 10 Grad über dem Horizont. Am 7. Juni ist Merkur auf eine Höhe von 7 Grad herabgesunken. Zur Monatsmitte verblasst Merkur in der Abenddämmerung, da seine Helligkeit auf von 0,3 mag zu Anfang des Monats auf 1,6 mag Mitte des Monats abnimmt.

Venus in unterer Konjunktion - dann Morgenstern

Venus hat am 3. Juni ihre untere Konjunktion erreicht. Sie wandert an diesem Tag 12 Grad nördlich an der Sonne vorbei. Doch schon am 20. Juni kann sie morgens um 04:26 Uhr am Ende der bürgerlichen Dämmerung in nordöstlicher Richtung mit dem Fernglas aufgefunden werden. Da die Venus so weit im Nordosten steht, ist ihre Sichel der Sonne sehr nahe. Die Beleuchtung dabei beträgt 18 Prozent.

Mars ist am Morgenhimmel in den Wassermann gewandert. Am 13. Juni wandert Mars an Neptun vorbei. Der abnehmende Mond zieht an Mars drei Grad südlich von ihm vorbei. Sein Aufgang verfrüht sich im Laufe des Monats von 2:20 Uhr zu Anfang bis um 01:00 Uhr zum Ende des Monats. Seine scheinbare Helligkeit nimmt in diesem Zeitraum von -0,1 mag auf -0,5 mag zu. Dabei steht der rote Mars 30 Grad über dem Horizont und wird damit für das Teleskop interessant.

Jupiter in Opposition

Jupiter Der helle Gasplanet im Schützen wird am 14. Juli seine Opposition erreichen. Er geht Anfang Juni schon um 00:17 Uhr in der Nacht auf. Jupiter kulminiert um 04:35 zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung.

Saturn geht ebenfalls in Opposition

Saturn erreicht seine Opposition am 21. Juli. Deswegen nähert er sich Saturn immer mehr an. Der bleiche Saturn steht sechs Grad östlich von Jupiter an der Grenze zum Sternbild Steinbock. Saturn geht nur ein paar Minuten nach Jupiter auf. Am Monatsletzten kulminiert Saturn um 02:55 Uhr und kommt nur ein eine Höhe von 20 Grad.

Uranus steht immer noch im Sternbild Widder, da er nur langsam seine Kreise zieht. In der zweiten Hälfte des Monats geht er um 02:59 Uhr mit einer Helligkeit von 5,9 mag auf.

Neptun setzt zur Oppositionsschleife an

Neptun setzt am 23 Juni zu seiner Oppositionsschleife an. Der Gasplanet mit einer scheinbaren Größe von 7,9 mag ist im östlichen teil des Wassermanns zu finden.

 
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