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Buch Astronomie in der Stadt

 Planeten des Monats

Planeten im Februar

Merkur: etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang kann der flinke Merkur im Südsüdwesten gesehen werden. Seine Helligkeit beträgt -1.0 mag. Seine größte östliche Elongation von 18,2 Gard erreicht der Planet am 10. Februar. So um 18 Uhr, wenn die bürgerliche Dämmerung beginnt steht Merkur 8 bis 10 Grad über dem Horizont. Das Scheibchen ist zu 83 % beleuchtet. In der Monatsmitte nur bis zu 28 Prozent. Merkur ist recht hell, doch müssen wir nach ihm am Horizont suchen.

Venus ist auffälliger Abendstern. Sie ist schon in der Dämmerung zu sehen und geht drei Stunden später unter. Die Helligkeit der Venus beträgt -4,1 mag. Ihr Beleuchtungsgrad geht von 73 % auf 63 % zurück. Am 27. Februar geht die Venus an der zunehmenden Mondsichel vorbei.

Mars steht im Schlangenträger und bewegt sich rückläufig (ostwärts) in das Sternbild Schütze. Er geht um 04:48 auf. Neben Häusern kann er erst um 5:50 Uhr gesehen werden, wenn er dann hoch genug am Himmel steht. Der Winkel der Ekliptik ist sehr flach.

Jupiter steht im Schützen. Jupiter kann ab dem 1. Februar im Schützen gesehen werden. Er geht um 6:30 Uhr auf, am Letzten des Monats schon um 05:01 Uhr. Da es im Februar um diese Zeit schon recht hell ist, verblasst er in der Morgendämmerung.

Saturn steht im Schützen und ihn ereilt das gleiche Schicksal wie Jupiter. Er verschwindet rasch in den Strahlen der aufgehenden Sonne.

Uranus wandert östlich durch das Sternbild Widder. Der Widder besteht nur aus drei Sternen. Ansonsten stehen dort keine helleren Stern, so dass das 5,8 mag helle Scheibchen zumindest mit einem Fernglas oder Fernrohr in der Stadt leicht gefunden werden kann. Seine Untergangszeiten verfrühen sich von 1. Februar um 00.39 Uhr auf 22:54 Uhr Ende Februar.

Neptun kann mit einem entsprechenden Teleskop noch in der Abenddämmerung im Sternbild Wassermann gefunden werden. Gegen Monatsende geht Neptun um 18.38 Uhr unter.

Vorschau: Am 21. Dezember 2020 begegnen sich die Riesenplaneten Jupiter und Saturn in den Fischen

Wie vor 2000 Jahren: Es war kein Komet, den die Drei Heiligen Könige sahen. Es war die enge Begegnung von Jupiter und Saturn. Durch Berechnungen fand Johannes Kepler heraus, dass Jesus nicht im Jahr 0 geboren ist, sonder 7 Jahre früher. Dieses Schauspiel kann man wieder am 21. Dezember 2020 beobachten. Alle 20 Jahre kommt es zwischen den beiden Planeten zu einer Großen Konjunktion.

In südlicheren Breiten können die inneren Planeten besser gesehen werden

Merkur ist im März Morgenstern. Doch kann er in unseren Breiten nicht gesehen werden. Erste ab dem 40. Breitengrad kann Merkur beobachtet werden. Seine Elongation ist bei uns auf dem 50. Breitengrad nicht groß genug, um sich aus den Strahlen der Sonne zu befreien.

Planeten im März

Merkur erreicht am 24. März seine größte westliche Elongation. 27,8 Grad ist er von der Sonne entfernt, sein größter Winkelabstand für dieses Jahr. Doch reicht dieser Winkel nicht für eine Morgensichtbarkeit, da die Ekliptik sehr flach steht. Merkur wird von der aufgehenden Sonne überstrahlt.

Zwischen dem 5. und 7. März stehen Venus im Widder nah beieinander 

 

Venus strahlt am Abendhimmel mit -4,5 mag. So ist sie bei klarem Himmel schon bei Tag zu sehen. Am 24. März erreicht sie einen Abstand von der Sonne von 46,1 Grad, am 27. April erreicht die Venus ihre Dichotomie (Venus ist zur Hälfte beleuchtet).

Mars wandert am Morgenhimmel in den Schützen. Seine Aufgänge verfrühen sich vom 1. März um 04:24 Uhr MEZ, auf 04:40 Uhr MESZ. Mitte des Monats und am Ende begegnen sich die drei Planeten Jupiter, Mars, Saturn und der Mond.

Jupiter wandert wie der Mars rückläufig in das Sternbild Schütze. Seine Helligkeit beträgt -2.0 mag. Zu Anfang des Monats geht Jupiter um 04:58 Uhr auf, am Monatsletzten um 03:16 Uhr. (04:16 MESZ). Gegen Ende der Dämmerung erreicht Jupiter eine Höhe von 12 Grad. Doch für eine Teleskopbeobachtung ist dies leider zu wenig, da die Ekliptik so flach zum Horizont steht. Jupiter kann sich nicht aus dem Dunstschleier erheben und sein Licht ist rötlich verfärbt.

Saturn steht 7 Grad östlich von Jupiter im Schützen, zu einem späteren Zeitpunkt im Monat grenzt er an den Steinbock. Am 1. März geht Saturn um 05:25 Uhr auf. Seine Helligkeit beträgt -0,6 mag. Er geht bis zum Ende des März zwei Stunden früher auf.

Uranus steht im Sternbild Widder, 11 Grad des hellsten Sterns des Widder, den wir in den nur aus drei Sternen bestehenden Sternbild in der Mitte finden. Doch Uranus geht am 1. März um 22:50 Uhr unter, bis er zum Monatsletzten um 22:00 Uhr (MESZ) unter geht.

Neptun steht am 8. März in Konjunktion.