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 Der Mond  

Daten über den Mond

Der Mond umrundet seit über 4 Milliarden Jahre unsere Erde. Mit seinen 3476 Kilometern Durchmesser ist er mehr als ein Viertel größer als die Erde. Sein Volumen entspricht 1/50 des Erdvolumens. Seine Masse nur 1/81 der Erdmasse. Was auf eine geringere Dichte des Mondes schließen lässt.

 Aufgangspunkt des Mondes

Haben Sie schon einmal gesehen, dass der Vollmond sich genau dann über den Horizont erhebt, wenn die  Sonne auf der anderen Seite untergeht? Das ist ganz einfach: Bei Vollmond wird der gesamte Mond von der Sonne angestrahlt.

Mondphasen

Nach Neumond sehen wir die schmale Sichel des Mondes am Abend im Westen aufgehen. Bald darauf geht er unter. Wenn der Mond im Ersten Viertel ist, steht er am Abend im Süden. Am Tag des Vollmondes geht der Mond am Osthorizont, genau gegenüber der Sonne auf, wenn diese am Westhorizont untergeht. Im März geht er so um den Ostpunkt herum auf, im Sommer geht der Vollmond so zwischen Osten und Süden auf und im Winter zwischen Osten und Nordosten. In manchen Jahren steht er höhher am Himmel und in manchen tiefer. Der Mond vollführt eine Schraubenbewegung am Himmel. Dieses Auf- und Absteigen geschieht in einer Periode von 18 1/2 Jahren. Der Grund für diese Veränderung: Die Knoten des Mondes wandern ebenfalls. 

Der abnehmende Mond 

Nach Vollmond geht der Mond immer später auf.

Im letzten Viertel steigt der Mond nach Mitternacht im Osten über den Horizont. Den abnehmenden Mond sehen wir am Morgenhimmel. Zuerst verschwindet das Mare Crisium am rechten Rand. 

 

Entstehung einer Mondfinsternis

 

Bei einer Mondfinsternis

geht der Mond  durch den Schatten  der Erde. Der Erdschatten besteht aus einem helleren Schatten, dem Halbschatten oder dem dunkleren Schatten, dem Kernschatten.   Ist der Mond im Kernschatten, leuchtet er kupferrot. Das Kupferrot kann bei jeder Finsternis heller oder dunkler sein.

Partielle Mondfinsternis und Totale Mondfinsternis

Bei einer totalen Mondfinsternis tritt der Mond ganz in den Erdschatten ein. Der Erdschatten besteht aus der dunklen Umbra und der helleren Penumbra. Wird der Mond nur vom Erdschatten gestreift, spricht man von einer partiellen Mondfinsternis. Partielle Mondfinsternisse können bei einer halben Bedeckung auftreten oder der Schatten kann den Mond nur kaum sichtbar verfinstern. Wir sprechen dann von einer Halbschattenfinsternis.  Bei der totalen Mondfinsternis, wie auf dem Bild, wandert der Mond vom Halbschatten in die Umbra, dem ganz dunklen Schatten und wieder aus diesem hinaus. 

Bei Vollmond geht  der Erdschatten am Mond vorbei

Meistens geht bei Vollmond der Erdschatten am Mond vorbei. Der Mond verfinstert sich nicht. Tritt der Mond teilweise in den Erdschatten, ist der Mond nur teilweise verfinstert. Wird er vom Erdschatten getroffen, sehen wir einen total verfinsterten Mond.  Wenn der Mond weit weg ist, kann es vorkommen, dass eine ringförmige Mondfindernis entsteht.

Der Schatten der Erde ist auch ohne Mondfinsternis auf dem Mond sichtbar

 Man sieht das aschfahle Mondlicht - die unbeleuchtet Mondseite ist sichtbar. Die helle Sichel wird von der Sonne angestrahlt. Auf die unbeleuchtete Seite fällt der Schatten, den die Erde auf der sonnenabgewandten Seite auf den Mond wirft.

Die Gezeiten und der Mond

Der Mond beeinflusst Ebbe und Flut. Galilei und Kepler haben sich damit befasst. Der Mond geht jeden Tag 50 Minuten später auf. Ebbe und Flut treten jeden Tag später auf. Galilei hatte nicht nur über die Gezeiten geschrieben. Durch seine Beobachten mit dem Fernrohr hat er die Libration entdeckt. Wir sehen manchmal ein Stück hinter den Mond. Die Mare an der West- und Ostseite werden sichtbar. Der Mond nickt aber auch. Wir können ein Stück mehr vom Norden oder Süden sehen. Doch Kepler sah den Zusammenhang zwischen dem späteren Aufgehen des Mondes und des Vorrückens von Ebbe und Flut. 

Wie lange braucht der Mond für eine Umrundung um die Erde

 Für eine Umrundung des Mondes um die  Erde vergehen 27,3 Tage. Man nennt diese Zeit den siderischen Monat (von Stern zu Stern). 

Von Vollmond zu Vollmond - Synodischer Monat

Von Vollmond zu Vollmond vergehen 29.5 Tage.  Das ist der synodische Monat. (Synode=Zusammenkunft). Da die Erde schon weiter auf ihrer Bahn um die Sonne gelaufen ist, dauert es noch zwei Tage, bis wieder Vollmond ist. Der Vollmond steht im nächsten Monat in einem anderen Sternbild.  Der Tierkreis besteht aus 12 Tierkreiszeichen.

Wie weit läuft der Mond an einem Tag

 Der Mond läuft an einem Tag um 13 Grad  am Himmel weiter (von West nach Ost läuft er durch die Sternbilder). An zwei Tagen kommt  er 26 Grad weiter. Jedes Sternbild steht etwa 30 Grad von dem nächsten Sternbild entfernt. Nach zwei Tagen steht der Mond in einem anderen Sternbild. Der Tierkreis besteht aus zwölf Sternbildern: 360 Grad durch 12 Sternbilder ergibt 30 Grad pro Sternbild.  Klar, wir sehen ja im Jahreslauf den Mond in anderen Sternbildern der Ekliptik. 

Die Bahn des Mondes im Laufe eines Jahres

Im Sommer steht der Mond so tief wie die Sonne im Winter. Im Winter steht er sehr hoch am Himmel, so hoch wie die Sonne im Sommer. Doch in manchen Jahren steht er besonders hoch und in manchen besonders tief. 

Die Schraubenbewegung des Mondes am Himmel - Kleine und Große Mondwende

Der Mond steht an manchen Jahren höher am Himmel, dann wieder tiefer. Er vollführt eine Schraubenbewegung am Himmel. 9 Jahre lang steigt er nicht so hoch, dann aber steigt er höher. Wir sprechen von kleiner Mondwende, wenn er im Südosten aufgeht und im Südwesten unter und von großer Mondwende, wenn er im Nordosten aufgeht und im Nordwesten unter. 

Erdmeteorit auf dem Mond

In einem neune Kilo schweren Mondgestein, dass die Apollomission 14 1973 auf die Erde zurück gebracht hat wurde ein Einschluss gefunden, der auf irdische Kristalle hinweist. Sie sollen von dem Asteorideneinschlag auf der Erde vor 4 Milliarden Jahren stammen. Das Gestein ging auf dem Mond nieder und wurde bei Asterideneinschlägen im Mare Imbrium wohl wieder freigelegt.

 
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