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Lichtverschmutzung

Mit LEDs wird alles besser - Denkste

 Die Städte werden immer heller. Eigentlich möchte man etwas für die Umwelt tun und sollte etwas für die Umwelt tun. Dafür gibt es ja Energiesparlampen. Denkt man. Diese LED-Lampen werden oft falsch eingesetzt. Mit ihrem blau-weißen Licht erhellen sie die Umgebung beträchtlich. Anstatt nach unter zu strahlen, strahlen sie nach oben oder ringsherum. Die, die einem für den Innenraum verkauft werden, sind oft viel zu hell. Fenster werden immer greller.  Die Lampe mit weniger Watt wären richtig. Reklameflächen bestehen nicht mehr aus Papier, sondern aus Leuchtdioden. Balkone werden mit überbordender Weihnachtsbeleuchtung dekoriert. In Städten sind Christbäume oder sonstige Figuren mit Lichterketten überladen. Die Gebäude nebendran werden ebenso mit grellen Lichterketten geschmückt. Aus touristischen Gründen werden Kirchen oder andere Gebäude in einer Stadt angestrahlt in allen Farben. In Gärten fängt man diesen Unsinn auch noch an.  Doch nicht nur in den Städten schreit das Licht in die Nacht hinaus. Schlösser in der Schwäbischen Alb, wie das Schloß Lichtenstein, werden angestrahlt. Das ist nicht schön. Das stört die Nacht und den Lebensraum der Tiere. Auch der Mensch ist dankbar für weniger Licht.

Wir belügen uns selber

Jeder Sportverein muss Trainingsmöglichkeiten am Abend anbieten mit grellen Scheinwerfen. Da liest man dann in der Zeitung: Wir rüsten unsere Flutlichter mit Energiesparlampen um. Damit sparen wir soundsoviel Strom. Und da wir so nett zur Umwelt sind, unterstützen wir soziale Projekte und Umweltprojekte. Das gehört ja heute schon zum guten Ton, zum Marketing. Zu Luthers Zeiten nannte man das Ablasshandel. Ohne dieses Abendlicht würde man viel mehr für die Umwelt tun. Das ist genauso, wie wenn man sich für die Terrasse ein Behältnis kauft, in dem man seine Holzscheite abbrennen kann. Gartenabfälle darf man aus Gründen der Lichtreinhaltung ja auch nicht verbrennen. Doch es wird getan. Im November sitzt man dann stundenlang im Garten vor einem Feuer. Entsteht da kein Feinstaub?

Astronomen sind Naturschützer

Wir fahren mit Autos, die immer sauberer werden und blasen woanders den Feinstaub in die Luft mit Holzheizungen und Pellets als Brennmaterial. Das ist ja so romantisch. Gehen sie mal in ein Freilichtmusem und lassen sich zeigen wie man früher gekocht hat. Im Qualm ist man da gestanden mit brennenden Augen und die Menschen sind hatten später Probleme mit der Lunge.  Das nennt man COPD. Man ist ja früher nicht so alt geworden...

Demnächst fahren wir mit Elektrofahrzeugen. Woher kommt der Strom? Aus der Steckdose sagte man dazu früher. Das ist die gleiche Augenwischerei wie mit den Energiesparlampen. Das Elektroauto ist genauso eine Dreckschleuder. Reden wir mal von den Rohstoffen und wie diese gewonnen werden. 

Geht es auch anders?

 Um besser schlafen zu können braucht man das gelbe Licht. In der EU muss es das blaue sein aus Energeispargründen. Dann erst recht. Man könnte viel mehr Strom einsparen. So sind alle Lampen an, wo wir doch sparen sollen.   In der Schweiz ist das Licht gelb und man sieht trotzdem etwas. Dass Insekten an Lampen zugrunde gehen, weiß so langsam jeder. Ja, es gibt ja fast keine Insekten mehr in Deutschland. Und das nicht nur wegen der Schottergärten, die nun flugs verboten werden. Mit der Lichtverschmutzung befasst sich noch keine Partei, die etwas auf die Umwelt hält.....


Alle reden von der Umwelt - Wer tut wirklich was?

 Fliegen muss man nicht. Ich bin noch nie geflogen. Ein Auto und einen Führerschein  habe ich nicht. Ich fahre mit der Straßenbahn. Schöne Grüße an Greta Thunberg und ihre Familie. Dieses Geplärre ist ja schon peinlich. Jeder redet von Umwelt und fliegt doch in den Urlaub. Ja, manch einer fährt nicht immer mit dem Auto, aber mit dem Fahrrad und fühlt sich dann als Umweltpapst. Peinlich. Wir können nicht mehr wie im 19. Jahrhundert leben. Aber Energiesparen geht schon.

Alle reden vom überflüssigen Konsum - aber wehe die Teilchen kommen nicht

In der Corona-Krise fangen die Menschen vielleicht mal an darüber nachzudenken, woher all die Dingen kommen, die wir brauchen. Ich rede gerade nicht von Kaffee und Kakao. All die Elektronik, die wir benützen, die vor allem auch von den Amateurastronomen verwendet werden, kommt aus Fernost. Wenn die Ware kommt. In nächster Zeit werden wir auf so manchen Artikel länger warten müssen und mehr dafür bezahlen. Nicht nur für Holz oder andere Dinge des täglichen Lebens werden wir tiefer in der Tasche greifen. 

 Wissenschaft  am Ende? 

Die Sterne kennt sowieso niemand mehr. Die Milchstrasse hält Mancher für Wolken. Wenn man es richtig betrachtet, sieht man in der Stadt immer weniger Sterne. Schon Observatorien in den entlegensten Gebieten der Erde haben mit der Lichtverschmutzung ihre Not. Um die Sache noch prekärer zu machen, werden nun Tausende von Satelliten für das Internet in entlegenen Gegenden ins All geschossen.

Starlink Satelliten erhellen den Himmel

Was bei uns manchmal als helle Punkte - so hell wie die Wega - über den Himmel fliegt, sind die Starlink-Satelliten von Elon Musk.  Professionelle Astronomen lehnen diese hellen Punkte am Himmel ab, natürlich auch die Amateurastronomen. Elon Musk erklärte dazu, dass es gar nicht sein kann, dass die Satelliten so hell leuchten. Doch die Satelliten werden von der im Westen untergehenden Sonne angestrahlt. Das kann man auch beobachten, wenn man die ISS beobchtet. Die ISS ist hell, wenn sie auf den Zenit zufliegt. Dann ist sie auf einmal verschwunden, da das Licht der untergehenden Sonne, ein paar Kilometer westwärts, bei uns ist es dann schon dunkel, die ISS durch die Erdkrümmung nicht mehr erhält. Die unzähligen Starlin-Satelliten fliegen ziemlich knapp über dem Erdboden, um das Internet in jeden Winkel der Welt zu bringen. Wem gehört die Welt und wem gehört das Weltall?